Die SEO-Welt nach Penguin

Wojciech Dziedzic arbeitet im Online Marketing bei der Projektplattform twago – einem Marktplatz zur Vermittlung von Online-Arbeit für Freelancer aus verschiedenen Branchen, wie Programmierung, Webdesign, Übersetzungen, SEO, SEM, IT und vielen mehr. Er schreibt unter anderem über Suchmaschinenoptimierung und Social Media.

Das neueste Update des Google Suchalgorithmus – Penguin – das Ende April ins Leben berufen wurde, hat für viel Unruhe in der Welt der Suchmaschinenoptimierung gesorgt. Am Montag nach der Einführung der Änderung konnte man mit dem in Deutschland wohl populärsten SEO-Tool – Sistrix – nicht wirklich arbeiten, weil die Server überlastet waren. Jeder wollte die Positionen seiner Keywords und die Visibility seiner Domain checken und überprüfen, ob er vom Penguin-Update betroffen wurde. Viele Seiten haben einiges an Sichtbarkeit und Positionen verloren, aber es gibt auch welche, die dank dieser Änderung viel gewonnen haben. Das Problem mit Penguin ist, dass man nicht feststellen kann, ob die Verschlechterung der Positionen durch das neueste „Google-Tier“ verursacht wurde, oder ob es ein natürlicher Trend ist. Bei großen Drops sollte man vielleicht die Backlink-Struktur näher analysieren, aber wenn ein Keyword drei oder vier Positionen verloren hat, ist es möglich, dass die Wettbewerber fleißiger waren und einige gute Links gesetzt haben.

Wenn man doch feststellt oder es für sehr wahrscheinlich hält, dass die Verschlechterung der Positionen im Suchmaschinenranking die Konsequenz vom Penguin Update ist, sollte man eine nähere Analyse der Backlinkstruktur durchführen. Gerade jetzt ist es so wichtig wie nie zuvor, dass man überwiegend hochqualitative Links hat. Die Qualität sollte weit vor der Quantität sein. Obwohl es vielleicht unlogisch klingt, sollte man bei der Analyse die schwächsten Links auswählen und diese einfach loswerden. Sie können mehr „Minuspunkte“ bringen, als man denken könnte.

Dazu kommt noch die Analyse der „Nachbarschaft“. Gemeint sind hier externe Links des Kooperationspartners. Sollte er Online-Spiele, Online-Casinos, Chats, Dating oder Erotikseiten verlinken und gleichzeitig einen Link zu unserer Seite gesetzt haben, kann es Konsequenzen für die verlinkte Seite haben. Das war schon vor dem Penguin-Update so, aber jetzt wird viel mehr darauf geachtet. Natürlich gibt es Seiten, die trotz unrelevantem Content oder „Black Hat SEO“ (Verbotene oder unerwünschte SEO-Maßnahmen) immernoch gut ranken und deren Betreiber nur lachen, wenn sie von Suchalgorithmus-Updates hören, aber sie können vom nächstem Update auch betroffen werden.

Ein weiterer Schritt ist die Analyse der Anchortexte in bereits publizierten Gastbeiträgen. Hier wird großer Wert darauf gelegt, dass die Linktexte nicht zu stark sind. Das heißt eine Verlinkung zur gleichen Landing Page mit gleichem oder ähnlichen Anchortext kann auch einen negativen Einfluß haben. Früher hat man mehr an „exact matching“ (das exakte Keyword) gesetzt, jetzt gelten die sogenannten „long tails“ (Anchortext bestehend als zwei, drei oder mehr Wörtern) als viel wertvoller. Die Säuberung des eigenen Linkprofils kann schneller gehen, als neue Links zu setzen und damit die Wirkung der schlechten Links auszugleichen.

Autor: Wojciech Dziedzic

Autor: Markus Lemcke

Barrierefreies Webdesign Barrierefreie Softwareentwicklung (Java + Microsoft.net) Barrierefreiheit bei Betriebssystemen(Windows, Android, IOS, Linux)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.