Barrierefreies Webdesign mit der BITV 2.0

Beim barrierefreien Webdesign geht es darum, eine Webseite so zu gestalten dass sie für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen wahrnehmbar ist. Nachdem im Gleichstellungsgesetz von 2002 festgelegt wurde, dass Webseiten und Programme barrierefrei gestaltet werden sollen, wurde die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung(BITV) in Deutschland ins Leben gerufen. Am 22. September 2011 trat nun die BITV 2.0 in Kraft.

Im Mai 2002 wurde ein Gleichstellungsgesetz verabschiedet welches Benachteiligung von behinderten Menschen verhindern soll. In diesem Gesetz gibt es einen § 11 Barrierefreie Informationstechnik in dem staatliche Einrichtungen dazu verpflichtet sind Ihre Webseiten und Programme barrierefrei zu gestalten. Nun musste erst mal definiert werden, welche Kriterien eine Webseite erfüllen muss, damit sie barrierefrei ist.

Die WCAG Working Group ist eine internationale Arbeitsgemeinschaft welche die Richtlinien erarbeitet hat. Veröffentlicht wurde die WCAG 2.0 von der W3C. Leider ist es im Bürokratenstaat Deutschland nicht möglich, diese Richtlinien 1 zu 1 übernehmen. Wir deutschen benötigen unbedingt was eigenständiges, eine VERORDNUNG!!! Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung 2.0 .

Private und Kommerzielle Webseiten sind nicht verpflichtet Ihre Webseite nach BITV 2.0 barrierefrei zu gestalten. Dass es von Privatpersonen, die oft auch Baukastenwebseiten haben, nicht verlangt werden kann Ihre Webseite barrierefrei zu gestalten leuchtet mir sofort ein. Warum kommerzielle Webseiten nicht dazu verpflichtet werden ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Menschen die aufgrund Ihrer Behinderung nicht selbstständig das Haus verlassen können, aber geistig sehr wohl in der Lage sind Einkäufe zu tätigen, verwenden das Internet sehr stark als Einkaufmöglichkeit. Renommierte Webseiten mit Einkaufsmöglichkeiten gehören, wenn es nach mir ginge, dazu verpflichtet Ihre Webauftritte barrierefrei zu gestalten. Die Wirtschaft muss endlich lernen, dass behinderte Menschen kein „Störfaktor der Gesellschaft“ sind, sondern potentielle Kunden! In Deutschland gibt es rund 9,6 Millionen Menschen mit Behinderung. Bei einer Gesamtbevölkerung von 83 Millionen sind das über 10%. Das lohnt sich also sehr wohl.

Obwohl ich aufgrund meiner Behinderung und den Besitz eines PKWs nicht gezwungen bin im Internet einzukaufen, kaufe ich meine IT-Fachbücher lieber im Web, als im Laden. Allein die Suche nach einem freien Behindertenparkplatz kann extrem nervenaufreibend sein.

Deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn auch Besitzer von gewerblichen Webseiten sich dazu entscheiden könnten Ihre Webseite barrierefrei zu gestalten. Bei meinem Unternehmen Marlem-Software bekommen Sie barrierefreies Webdesign nach BITV 2.0 !

Hier noch ein Youtube-Video von mir Webdesign Reutlingen – Zugänglich und barrierefrei als Video:

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Autor: Markus Lemcke

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