Rehab 2015: Ein Tag wie im Paradies

In diesem Blogartikel erfahren Sie was die „Rehab“ ist, warum ich da war und wie ich diesen Tag wahr genommen habe.

Was ist die Rehab?

Die Rehab ist eine Internationale Fachmesse für Rehabilitation, Therapie und Prävention.
Ohje, ich befürchte Begriffe wie „Rehabilitation“ und „ Prävention“ ist für einige meiner Blogleser „Chinessisch rückwärts“! Also, ich erkläre es:

Rehabilitation oder Rehabilitierung (mittellat.: rehabilitatio, „Wiederherstellung“) bezeichnet die Bestrebung oder ihren Erfolg, einen Menschen wieder in seinen vormals existierenden körperlichen Zustand zu versetzen (medizinische Rehabilitation, zur beruflichen Rehabilitation vgl. Berufsförderungswerk), beziehungsweise in seine frühere soziale oder juristische Position (z. B. Wiederherstellung der Ehre). Quelle: Rehabilitation

Prävention (lateinisch praevenire „zuvorkommen“) bezeichnet Maßnahmen zur Abwendung von unerwünschten Ereignissen oder Zuständen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreffen könnten, falls keine Maßnahmen ergriffen werden. Prävention setzt voraus, dass Maßnahmen zur Verfügung stehen, die geeignet sind, den Eintritt dieser Ereignisse zu beeinflussen. Der Begriff der Vorbeugung wird synonym verwendet. Prävention stellt meistenteils eine Form der Intervention dar. Quelle: Prävention

Damit das ganze nicht zu abstrakt wird, fasse ich es nochmal in eigenen Worten zusammen. Rehabilitation ist, wenn ich mit Hilfe von Rollstuhlfechten meine Muskelverspannungen beseitigen kann und somit wieder schmerzfrei werde. Prävention ist, wenn ich trotz schmerzfreiem Zustand weiterhin Rollstuhlfechten mache, damit die Muskelverspannungen nicht mehr wieder kommen. Alles klar? grins

Die Rehab ist also eine Messe für körperbehinderte Menschen die sich informieren möchten welche Möglichkeiten es gibt um körperliche Einschränkungen oder soziale Nachteile ausgleichen zu können und welche Möglichkeiten es gibt, damit körpliche oder soziale Nachteile erst gar nicht entstehen.

Wer ist der TSG?

Mein Rehab-Besuch wurde vom TSG Reutlingen organisiert, deswegen möchte ich kurz darauf eingehen was der TSG ist. Der TSG ist ein großer Sportverein in Reutlingen dem Inklusion von behinderten Menschen sehr wichtig ist! Der TSG hat u. a. Eine Fechtabteilung in der Menschen ohne und mit Behinderung gemeinsam Fechten trainieren. Ich bin jetzt schon fast zwei Jahre in dieser Fechtabteilung und es macht riesig viel Spass! Die Trainer und Trainerinnen, kennen sich nicht nur sehr gut mit Fechten aus, sondern Sie sind auch echte Experten in Sachen „Sporttraining für Behinderte“!

You never walk alone (zu deutsch: Du gehst nie alleine) !

Wenn ich in Reutlingen Unterwegs bin (Imbiss-Bude beim Real, Game Over Fußball schauen, Fußgängerzone) sehe ich wenig andere behinderte Menschen. So entsteht der Eindruck, dass es nur sehr wenig behinderte Menschen gibt. Im Alltag ist es auch eher selten, dass einem Menschen ohne Behinderung begegnen die sich für die Interessen von Behinderten stark machen.
Als ich die Messehalle in Karlsruhe betrat, änderte sich alles!
Da waren Behinderte und zwar viele! Sehr viele! Richtig viele! Es waren aber auch sehr viel hilfsbereite, nette Menschen ohne Behinderung.
Überall wo ich hin kam wurde mir Hilfe angeboten. Manchmal bin ich so richtig angestrahlt wurden, einfach so! Bei der Imbiss-Bude, die im Innenhof auf dem Messegelände stand, sprach ich einfach ein Mädel an, mit der Bitte, dass Sie mein Essen und Getränk an den Tisch trägt. Hat sie selbstverständlich gemacht! Kein komischer Blick von Ihr, nichts. War eben selbstverständlich!

Rollstuhlfechten: En garde !

Der Grund warum wir zur Rehab gefahren sind, war natürlich das Rollstuhlfechten. Die Fechtabteilung vom TSG wollte zeigen, dass Rollstuhlfechten ein cooler Sport für behinderte Menschen ist.
Nils und ich machten einen Fechtkampf gegeneinander und gegen Zuschauer. Martin Sowa, von der Inklusionssportstelle bei Bison, moderierte den ganzen Tag. Martin wollte dass ich gegen eine Studentin von der pädagogischen Hochschule in Freiburg fechte, aber die Mädels wollten nicht! Dann durfte ein Student gegen mich fechten. War knapp, aber ich habe 5:3 gewonnen!
Unsere Demonstration vom Rollstuhlfechten hat riesig Spaß gemacht und kam auch bei den Zuschauern gut an.
Ich glaube für Menschen die vom Behindertensport keine Ahnung haben, war sehr ungewöhnlich zu sehen, wie langsam ich zu Fuß unterwegs bin (bis ich endlich beim Rollstuhl war) und wie schnell ich dann plötzlich beim Fechten bin! Ich bin mir ziemlich sicher, dass solche Ereignisse helfen zu verstehen, dass Menschen mit Behinderungen genauer betrachtet werden müssen!

Schlussbemerkung:

Es war ein super Tag und es war super toll vom TSG organisiert. Mir hat der Tag wieder mal gezeigt, dass ein zusammen leben von Menschen mit und ohne Behinderung richtig einfach sein kann und es sich lohnt daran zu glauben und dafür zu kämpfen!
Ich kämpfe für Inklusion und für Chancengleichheit für alle Menschen!
Wer kämpft mit?

Autor: Markus Lemcke

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