Mit dem richtigen Titel fängt alles an – der HTML-Title-Tag und seine Bedeutung für SEO

Man muss nur den Titel eines bekannten Filmes hören, und schon hat man Bilder im Kopf. Ähnlich ist es mit Songs, deren Refrain uns gleich durch den Kopf schießt, wenn wir ihren Titel hören. Auch für Bücher ist der Titel ein wichtiges Verkaufsargument. Und was hat das alles mit SEO zu tun? Jede einzelne HTML-Seite einer Webpräsenz benötigt einen Titel, den sogenannten Title-Tag. Und dessen Bedeutung kann nicht überschätzt werden. Er ist nicht nur das Erste, was suchwillige Nutzer in den Google-Ergebnissen zu sehen bekommen, und entscheidet damit über Klick oder Nicht-Klick; er zählt auch zu den 200 Kriterien zur Berechnung des Rankings in den SERPs. Auch wenn Google hier keine Gewichtung preisgibt, so kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass der Title-Tag eines der wirksamsten Rankingkriterien darstellt.

Was macht einen guten Title-Tag aus?

Jede URL braucht einen einzigartigen Titel. Er fasst in einem Satz zusammen, was den Besucher auf der Seite erwartet – darum kann es sinnvoll sein, den Title-Tag zuletzt zu verfassen. Das primäre Keyword, zu dem man ranken möchte, sollte natürlich im Titel vorhanden sein, und zwar möglichst am Anfang. Und der Title-Tag sollte möglichst laut rufen, welchen Mehrwert ein Nutzer zu erwarten hat, wenn er den entsprechenden Link klickt. Eine bloße Aneinanderreihung von Suchwörtern wirkt abstoßend – aber das ist Keyword-Stuffing und damit sowieso ein No-Go, wenn man saubere Suchmaschinenoptimierung betreiben möchte.

CTR – und warum man sich Zeit für einen klickfreundlichen Title-Tag nehmen sollte

Ein weiterer Grund, warum man sich für den Title-Tag etwas Zeit nehmen sollte, ist die CTR – die Click-Through-Rate, wie die SEO-Fachchinesen sagen. Dieser Wert ergibt sich daraus, wie oft eine Domain bzw. eine spezielle Unterseite der Domain in den Suchergebnissen angezeigt wird und wie oft er angeklickt wird. Wird der Auszug einer Webseite zum Beispiel oft angezeigt, aber selten geklickt, erhält man eine niedrige Klickrate. Ist der Titel interessant geschrieben, klicken mehr User auf den Auszug und die Webseite bekommt eine hohe Klickrate. Wieso das interessant ist? Weil Google diesen Wert verwendet, um interessante Suchergebnisse nach oben zu ranken. Gerade wenn man bereits auf Seite 1 gelistet ist, ist die CTR ein gutes Mittel, um bessere Positionen zu erhalten. Schreibt man einen aussagekräftigen und klickfreundlichen Title-Tag, bekommt man viele Klicks und damit ein besseres Ranking – vorausgesetzt, man hält auf seiner Webseite die Versprechen, die man im Title-Tag gibt. Wenn Besucher gleich wieder auf die Google-Suchseite zurückkehren, weil sie auf der Webseite nicht gefunden haben, was ihnen der Title-Tag suggeriert hat, dann wird man im Ranking schlechter werden.

In der Kürze liegt…na, ihr wisst schon

Sich präzise auszudrücken fällt manchmal schwer. Die wesentliche Aussage eines Textes in einem Satz zusammenzufassen, ist nahezu Kunst. Eine der wichtigsten Regeln, und das soll hier dick unterstrichen werden, ist: Keine falschen Versprechungen machen! Ein Nutzer, der sich in die Irre geführt fühlt, wird um die Seite zukünftig einen großen Bogen machen.
Für einen Title-Tag gibt es nicht viel Platz – um die 55 Zeichen (ohne Leerzeichen) räumt Google für dieses wichtige Element ein. Dabei zählt die Suchmaschine nicht die Zeichen, sondern macht 512 Pixel Breite Platz für den Titel. Alles, was darüber liegt wird mit (…) abgekürzt. Unschön, oder? Schreibt also einen kurzen, knackigen Satz, der das Keyword am Anfang enthält und den Mehrwert für den Nutzer deutlich formuliert. Benutzt ein Tool wie den SERP Snippet-Generator von Sistrix (http://www.sistrix.de/serp-snippet-generator/), um eine Vorschau des Suchergebnisses zu generieren.

Hilfe, Google ändert meinen Title Tag!

Wer einen unpassenden oder schlecht geschriebenen Title-Tag benutzt, wird unter Umständen erleben, dass Google den Title ersetzt. Das ist immer noch besser, als wenn die eigene Seite nicht bei den Suchergebnissen erscheint, was die Alternative wäre. Auch über-optimierte Titel können Google „zum Opfer fallen“. Wie kann man das verhindern? Indem man keine generischen oder allgemeinen Titel schreibt und eine Verkaufsabsicht nicht mit einem redaktionellen Inhalt maskiert. Also, immer den Nutzen des Besuchers im Auge haben – dann klappt es auch mit den Title-Tags.

Über den Autor:
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Autor: Markus Lemcke

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