Hochzeit auf Englisch – Tobias und Katie heiraten

Artikel aktualisiert am 13.08.2016

Sonja, Sophie Martin und ich, alle von der Freikirche ICF Reutlingen, waren vom 5. bis 7. August in England weil unser Tobias Gerstner die Katie Brown geheiratet hat.

Die Vorgeschichte

Tobias Gerstner war lange Zeit im ICF Reutlingen. Irgendwann hat er entschieden er möchte Missionar werden und Menschen die noch keine Ahnung haben von Gott, die Bibel erklären. Als Vorbereitung für diese Lebensaufgabe entschied er sich eine Bibelschule zur besuchen in England. Dort lernte er die Frau seinen Lebens kennen, Katie Brown. Am 6. August war die Hochzeit und 4 Personen von ICF Reutlingen entschieden sich diesem Historischen Ereignis live bei zu wohnen.

Die Reise-Gefährten

Als Sonja mich fragte ob ich mit möchte zur Hochzeit nach England war ich sprachlos. Schon so lange träumte ich von einer Reise nach Irland oder England. Jetzt war die Möglichkeit einfach da. Ich sagte begeistert zu. Sonja sagte freudig zu. Sonja sagte, dass Sophie und Martin auch mit gehen. Das waren sie also, die Reise-Gefährten: Sonja, Sophie, Martin und ich.

Flughafen Stuttgart – Die Schwaben sind manchmal etwas kompliziert

Start war in Riederich. Meine Mutter fuhr mich nach Riederich. Dort traf ich Sophie und Sonja. Martin kam direkt zum Flughafen nach Stuttgart. Evi, ebenfalls ein nettes Mädel von unserer Kirche, fuhr uns nach Stuttgart.
Als Sonja an der Info im Flughafen erklärte, dass Sie einen Mensch mit Behinderung dabei hat, wurde ihr erst mal erklärt, dass das eigentlich angemeldet werden muss und nicht so spontan geht. Sie haben es dann aber doch sehr gut hinbekommen, dass Flughafenpersonal. Ich bekam einen Rollstuhl, so waren wir wesentlich schneller als wenn ich zu Fuss gelaufen wäre. Blöder Weise hat das Flugzeug Verspätung, so dass wir ca. 40 Minuten später los flogen in Stuttgart. Ich wurde von einer Person vom Flughafen zum Flugzeug gebracht. Sonja war immer bei mir.
Sonja hat das ganze mit Einchecken und 750mal den Personalausweis und Flugticket zeigen für mich gemacht. In Stuttgart und in Manchester. Das ist schon alles sehr bürokratisch.
Sophie und Martin kamen mit den Menschen ohne Behinderung ins Flugzeug. So gegen 17:00Uhr deutscher Zeit ging hob das Flugzeug in Stuttgart ab.

Der Flug – England ist in einer anderen Zeitzone

Obwohl ich bei früheren Flügen immer etwas unruhig war, war ich diesmal völlig ruhig. Ich habe sogar einen Sandwich gegessen. Der Flug geht eigentlich 1,5 Stunden. In England muss die Uhr eine Stunde zurück gestellt werden, weil die Engländer in einer anderen Zeitzone sind.

Flughafen Manchester

Markus mit Schildmütze geht die Treppe vom Flugzeug herunter in Manchester nach der Landung

Manchester ca. 19:00Uhr: Markus steigt aus mit Schildmütze – die Frisur „hält“

Am Flughafen Manchester wurde ich erwartet. Ein netter, aber sehr schnell sprechender Herr empfing mich und Sonja und schob mich zur Gepäckausgabe. Er gestatte uns, den Rollstuhl da stehen zu lassen, wo wir ihn nicht mehr benötigen. So schob mich Sonja zum Ausgang wo der Bus zum Car-Village abfuhr. Ja, ein ganzes Dorf voller Autos, kurz gesagt, eine Autovermietung. Dort mieteten wir ein Auto, weil vom Flughafen bis zur Unterkunft waren es noch zwei Stunden zu fahren.

 

Fahren links, Lenkrad rechts

Sonja fuhr vom Flughafen bis zur Unterkunft nach Grimsby. In England ist Linksverkehr, dass bedeutet es wird auf der linken Strassenseite gefahren. Das ist nicht einfach. Auch das hineinfahren in einen Kreisverkehr ist sehr anders, weil der Kreisverkehr linksherum gefahren wird.
Das Lenkrad befindet sich dafür im Auto auf der rechten Seite. Das eingebaute Navi sprach englisch. Am Samstag hat es jemand dann auf Deutsch umgestellt.

Englische Barrierefreiheit

Eigentlich habe ich mir fest vorgenommen, dass ich Urlaub mache und keinen Gedanke daran verschwende ob Gebäude oder EDV-Systeme barrierefrei sind. Bei unseren Zwischenstopp, auf dem Weg zur Unterkunft sprang mir die Barrierefreiheit förmlich ins Gesicht.
Als wir Zwischenstopp machten, weil wir Hunger hatten, sah ich voller Freude dass direkt vor dem Gebäude 3 Behindertenparkplätze waren. Im Gebäude waren 2 Verschiedene Imbiss-Ketten deren Name ich hier verschweige, weil ich keine Schleichwerbung machen möchte. Im Gebäude gab es eine Rollstuhlrampe. Rollstuhlfahrer konnten sich also im ganzen Gebäude bewegen.
Die Kirche, in der am Samstag die Hochzeit statt fand hatte auch einen Behindertenparkplatz und war ebenerdig zugänglich.

Englischrs Schild für Rollstuhlgerechter Zugang

Englisches Schild für rollstuhlgerechter Zugang

Die Unterkunft

Gegen 23:00uhr, englischer Zeit, waren wir an der Unterkunft. Es war eine Studenten-Unterkunft auf dem Campus. Martin und ich waren im selben Zimmer.
Weil sich mein Rücken nicht so toll anfühlte machte ich noch paar Aufwärmübungen vom Rollstuhlfechten und dann ging es ins Bett!

Frühstück am Meer ist nicht schwer

Am nächsten Morgen war ich wieder top fit! Weil unserer Unterkunft sehr günstig war, gab es dort kein Frühstück. Also gingen wir einkaufen für Frühstück und gleich Verpflegung für die Rückreise. Nachdem wir englisch eingekauft hatten und uns ebenso mit Kaffee versorgten ging es ans Meer um dort auf einer Bank sitzend zu frühstücken. Sonja und Sophie war das Meer dennoch zu weit weg. Deswegen beschlossen sie runter zu gehen und da wo in der Regel das Wasser ist, herum zu laufen.
Martin und ich genossen den Ausblick sitzend auf der Bank.

Samstags morgens wurde auf einer Bank am Meer gefrühstückt

Samstags morgens wurde auf einer Bank am Meer gefrühstückt

Das Wetter: Britisch eben!

Eigentlich hat das ganze Wochenende die Sonne gescheint, aber durch den relativ kühlen Wind war es immer sehr frisch. Nur Samstagmittag zur Hochzeit war ich ohne Jacke, ansonsten hatte ich meine Jacke an.

Der Hochzeitsgottesdienst – british wedding

Die Kirche, in der die Hochzeit statt fand, war eine halbe Stunde von unserer Unterkunft entfernt. Die Kirche war relativ klein. Die eigentliche Trauung fand gleich zu Beginn statt und erst danach kam die Predigt. Warum der Pfarrer als erstes das Single-Dasein aus biblischer Sicht erklärte habe ich nicht so ganz verstanden! Nach dem Gottesdienst gab es noch einen Stehempfang.
Wir vier verdrückten uns noch bißchen und sind nochmal ans Meer!

Markus, Martin, Tobias, Sonja und Sophie in der Kirche

Markus, Martin, Tobias, Sonja und Sophie in der Kirche

Das Abendprogramm

Gegen 17:30uhr waren wir wieder auf dem Hochschulcampus wo das komplette Abendprogramm statt fand. Als erstes wurde Brautpaar und alle Hochzeitsgäste fotografiert. Danach gab es Essen. Interessanter Weise schwäbische Küche! Das Essen fand draußen statt.

Vorne die Braut Katie, dahinter Sonja, Sophie, Tobias, Markus und Martin

Vorne die Braut Katie, dahinter Sonja, Sophie, Tobias, Markus und Martin

Nachdem Essen ging im Haus weiter. Es wurden viele Bilder gezeigt und Geschichten erzählt aus vergangenen Tagen. Wir hatten auch einen kleinen Auftritt an dem wir Videos zeigten von ICF-Besuchern die zu Hochzeit gratulierten.
Gegen 22:00uhr ging ich Richtung Bett.

Frühes aufstehen am Tag der Rückreise

Am Sonntag war Tag der Rückreise. Weil Sonja gesagt hat, dass wir um 7:00uhr los fahren, habe ich meinen Smartphone-Wecker auf 5:30Uhr gestellt. Um 6:45Uhr war ich fertig gerichtet. Martin half mir den Koffer zu machen.
Die Fahrt nach Manchester als Beifahrer
Martin und Sophie wollten noch nicht mit nach Deutschland, sondern noch ein wenig London erkunden. Wir ließen Sie an einer Bushaltestelle raus. Sonja bot mir an auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen. So war ich Co-Pilot und passte auf dass wir nicht falsch fahren, weil trotz deutschsprechendem Navi war es nicht immer leicht richtig abzubiegen.

Markus stärkt sich beim Rückflug im Flughafen Manchester

Flughafen Manchester – perfekte Organisation

Gegen 11.00uhr waren wir bei der Autovermietung beim Flughafen. Während Sonja das Auto abgab, passte ich auf unser Gepäck auf. Dann fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen. Kaum lief ich vom Bus zum Gebäude kam eine Frau auf mich zu die vom Service für Behinderte war. Sie organisierte einen Rollstuhl und schaffte es, dass wir in 15 Minuten eingecheckt waren. So hatten wir noch jede Menge Zeit und konnten in einem Flughafen-Cafe noch was essen und trinken. Die Körperkontrolle vor dem Gate lief dank Sonja ganz fix und unkompliziert.
Diesmal waren es mehrere Menschen mit Behinderung die mit flogen. Deswegen kam eine Art „Aufzug“ zum Einsatz. Alles lief völlig problemlos. Während dem Flug habe ich bißchen geschlafen.

Markus und zwei andere Menschen mit Behinderung und das Personal vom Flughafen Manchester warten auf den Einstieg ins Flugzeug in Manchester

Markus und zwei andere Menschen mit Behinderung und das Personal vom Flughafen Manchester warten auf den Einstieg ins Flugzeug in Manchester

Ankunft in Stuttgart und fahrt nach Riederich

In Stuttgart ging diesmal alles ganz fix. Wir wurden vom Flugzeug abgeholt von einer Person vom Flughafen die für Behinderte zuständig ist. Ich wurde im Rollstuhl geschoben und wir hatten auch sehr schnell unser Gepäck.
Ein Freund von Sonja holte uns ab im Flughafen und fuhr uns nach Riederich wo meine Mutter überglücklich strahlte als sie mich sah.

Einfach glücklich !!!

Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass Sophie, Sonja und Martin mich mitgenommen haben. Es war eine super tolle Erfahrung, dass ich in einer Kirche bin, mit Menschen die mir solch einen super tollen Kurzurlaub ermöglichen. Vielen Dank an alle drei!

Die Wolken aus dem Flugzeug heraus fotografiert. Ich fühlte mich 3 Tage wie auf Wolke Nummer 7

Die Wolken aus dem Flugzeug heraus fotografiert. Ich fühlte mich 3 Tage wie auf Wolke Nummer 7

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