Barrierefreiheit in der Informatik: Warum alle Nutzer davon profitieren – Google geht in die Offensive

Artikel aktualisiert am 06.04.2017

Das Weltunternehmen Google geht in Sachen Barrierefreiheit in der Informatik neue Wege und entdeckt die situationsbedingte Behinderung. Mit dieser Strategie möchte Google erreichen, dass barrierefreie Informatik für alle Nutzer interessant ist.

Barrierefreiheit in der Informatik – Definition

Barrierefreiheit in der Informatik bedeutet, dass Webseiten, Programme und Betriebssysteme so gestaltet sind, dass sie von ALLEN MENSCHEN auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen bedient werden können. Anders ausgedrückt Barrierefreiheit in der Informatik bedeutet, dass Webseiten, Programme und Betriebssysteme keine Hindernisse bzw. Barrieren bei der Bedienung für Menschen mit Behinderungen haben.
In nachstehenden Video wird Barrierefreiheit in der Informatik erklärt:

Rücksicht nehmen „nur“ wegen Gesetze ist „uncool“!?

In Amerika und Deutschland ist die bewusste Benachteiligung von bestimmten Personengruppen eine Straftat. In Amerika wird die bewusste Benachteiligung von bestimmten Personengruppen sehr viel strenger bestraft als in Deutschland. Deswegen sind Unternehmen mit Sitz in Amerika sehr viel mehr bemüht ihre Produkte barrierefrei zu „gestalten“, auch das Unternehmen Google. Allerdings ist dass barrierefreie gestalten von Informatik nur wegen Gesetze extrem uncool.

Das Weltunternehmen Google sucht einen neuen Weg

Das Unternehmen Google hat nach einer neuen Strategie gesucht um die Barrierefreiheit, in englisch „Accessibility„, in der Informatik für alle Benutzer von Computern, Smartphones und Tablets interessant zu machen.

Google entdeckt die situationsbedingte Behinderung

In einem englischsprachigen Video über die neuen Möglichkeiten der Barrierefreiheit bei Android 7 erklärt eine Google-Mitarbeiterin folgendes:
Es gibt Situationen in denen wir alle Barrierefreiheit benötigen. Dies nennt sich, die situationsbedingte Behinderung. Wenn wir Autofahren, können wir nicht gleichzeitig auf das Smartphone schauen. Wenn wir in einer sehr lauten Umgebung sind, können wir das klingeln des Smartphones nicht hören und wir können nicht telefonieren. Wenn wir schwere Einkaufstaschen tragen, können wir nicht das Smartphone bedienen. Wir möchten ein inklusives Erlebnis für alle Benutzer, unabhängig davon, welche körperlichen Einschränkungen oder Behinderungen die Benutzer haben könnten.

Anmerkung von Markus:

Wow! Das klingt nach Inklusion bei allen Google-Produkten!
Einen deutschsprachigen Artikel zu diesem Thema finden Sie hier:
Google: Warum von Barrierefreiheit alle Nutzer profitieren
Im Artikel geht es um eine deutschsprachige Google-Mitarbeiterin mit Namen Astrid Weber. Ich habe mehrfach versucht, mit der Dame Mailkontakt aufzubauen, weil ich aktiv mithelfen wollte, dass das Google-Betriebssystem Android in Sachen Barrierefreiheit genauso gut wird, wie die Barrierefreiheit bei IOS, aber Frau Weber hat meine Mails ignoriert. Auch das Ausfüllen eines ewig langen Web-Formlars in dem ich auch meine freie Mitarbeit anbieten wollte blieb unbeantwortet.
Mein persönlicher Eindruck ist, dass Google die Barrierefreiheit in der Informatik nur in Amerika vorantreiben möchte und nicht in Deutschland!

Die situationsbedingte Behinderung – Beispiele von Marlem-Software

Weil die Google-Beispiele etwas viel mit Telefonieren zu tun haben, habe ich mir andere Beispiele überlegt für eine situationsbedingte Behinderung:
Wenn die Computermaus oder das Mauspad kaputt ist, sind Menschen ohne Behinderungen auch sehr glücklich, wenn sie Webseiten und Programme per Tastatur bedienen können. Ist dies nicht der Fall, haben sie eine situationsbedingte Behinderung.
Jemand hat die rechte Hand gebrochen und hat deswegen Probleme beim drücken von Tastenkombinationen.
Jemand möchte an einer Bushaltestelle eine Fahrplan-App lesen und kann es nicht, weil die Sonne so stark auf das Smartphone-Display scheint.
Wenn jemand seine Lesebrille vergessen hat und unbedingt am iphone was nachschauen möchte freut sich diese Person, wenn es möglich ist, in den Bedienungshilfen eine große Schrift einzustellen.
Zum Schluss noch ein Youtbe-Video von mir zur situationsbedingten Behinderung:

Schlussbemerkung: Barrierefreiheit in der Informatik für ALLE Menschen

Die Idee, dass Barrierefreiheit in der Informatik nicht nur für Behinderte, sondern für ALLE Menschen wertvoll ist, gefällt mir sehr gut. Ich möchte versuchen, dass diese Idee in Reutlingen, Tübingen und in ganz Deutschland bekannt und umgesetzt wird!
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Für Fragen rufen Sie mich an 07121/504458 oder schreiben eine E-Mail: info@marlem-software.de .

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