Warum gibt es Behindertenparkplätze?

Behindertenparkplätze sind breiter als andere Parkplätze. Oft parken deswegen große Autos wie Mercedes und BMW auf Behindertenparkplätze, aber warum sind Behindertenparkplätze so breit und warum gibt es sie überhaupt …

Als Mensch mit Behinderung ärgere ich mich oft, wenn ich einen Parkplatz suche und die Behindertenparkplätze sind belegt. Oft sind es große Autos die auf Behindertenparkplätze parken, weil sie wohl denken, dass Behindertenparkplätze für große Autos gemacht wurden. Das stimmt leider nicht!

Behindertenparkplätze sind für Menschen mit Behinderung. Wer hätte es gedacht, lach!

Rollstuhlfahrer aber auch Menschen mit einer Gehbehinderung benötigen zum aus-und einsteigen mehr Platz als Menschen ohne Behinderung. Beim Rollstuhlfahrer muss links neben dem Auto soviel Platz sein, dass er die Fahrertür ganz auf machen kann und der Rollstuhl neben das Auto passt. Menschen mit einer Gehbehinderung sind in der Bewegung der Beine oft eingeschränkt und müssen deswegen auch die Fahrertür ganz aufmachen beim ein-und aussteigen. Deswegen benötigen auch Sie mehr Platz und somit einen Behindertenparkplatz.

Viele Einkaufsläden habe Behindertenparkplätze sehr nahe am Eingang. Das ist sehr sinnvoll, weil das tragen von schweren Einkaufstüten ist für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung sehr anstrengend. Als Gehbehinderter hat man oft noch eine Muskel bedingte Gleichgewichtsstörung die das tragen von schweren Einkaufstaschen sehr schwierig macht.

Im Winter kommt dann noch Schnee und eventuell Glatteis dazu, was das Laufen für Gehbehinderte noch schwerer macht. Da ist jeder Meter der nicht gelaufen werden muss eine echte Wohltat.

Deswegen ist es sehr ärgerlich, wenn Behindertenparkplätze von Menschen ohne Behinderung belegt werden. Inzwischen habe ich für mich eine Lösung gefunden, was ich mache, wenn ich keinen Behindertenparkplatz bekomme. Ich suche mir zwei freie Parkplätze die nebeneinander sind und parke auf dem weisen Strich, also auf zwei Parkplätze. Somit habe ich genügend Platz zum ein-und aussteigen und muss mich nicht groß aufregen.

Witzig ist, dass es dann Autofahrer gibt, die keine Behinderung haben, und das belegen von zwei Parkplätzen so cool finden, dass sie es nachmachen 🙂

Sehe ich oft, wenn ich das beim Real in Reutlingen-Betzingen mache.

Ich hoffe, dass dieser Artikel hilft, dass Parkverhalten von Menschen ohne Behinderung zu verändern.

Die Sache mit dem Kündigungsschutz wegen Behinderung

Viele Arbeitgeber stellen keine Menschen mit Behinderung ein, weil sie glauben, dass Menschen mit Behinderung unkündbar sind. Aber ist das wirklich so … ?

Wer glaubt, dass Menschen mit Behinderung unkündbar sind, der irrt gewaltig. Ich möchte hier mit diesem Artikel ein für alle mal, mit diesem Märchen aufräumen!

In den §§ 85 – 92 SGB IX ist der behinderungsbedingte Kündigungsschutz geregelt. Er ist ein Kernstück des Schwerbehindertenrechts (Teil 2 SGB IX). Diesen besonderen Kündigungsschutz haben Menschen die schwer behindert sind. Die schwere einer Behinderung wird durch den Grad der Behinderung(GdB) festgelegt. Schwerbehindert ist man ab GdB 50.

Den besonderen Kündigungsschutz genießen daneben auch Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 30, die nach § 2 Abs. 3 SGB IX einem schwerbehinderten Menschen von der Agentur für Arbeit gleichgestellt wurden.

Der Kündigungsschutz bedeutet nicht, dass ein schwer behinderter Mensch unkündbar ist. Der Kündigungsschutz bedeutet, dass der Arbeitgeber, bevor er einen schwerbehinderten Menschen kündigt, die Zustimmung des Integrationsamtes (§ 85 SGB IX) benötigt.

Die erforderliche Zustimmung ist der wesentliche Inhalt des besonderen Kündigungsschutzes. Erst wenn das Integrationsamt der Kündigung zugestimmt hat, kann der Arbeitgeber den schwerbehinderten Menschen kündigen. Eine Kündigung ohne Zustimmung des Integrationsamtes ist unwirksam.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es alles andere als unmöglich ist, eine Zustimmung für eine Kündigung eines schwerbehinderten Menschen zu bekommen.

Das Märchen, dass behinderte Menschen unkündbar sind stimmt einfach nicht !!!

Folgender Link Kündigungsschutz von Menschen mit Behinderung erklärt das Kündigungsverfahren ganz detailliert.

Letzte Woche kam bei Kontraste ein guter Beitrag zum Thema Kündigungsschutz und Behinderung. Hier der Link:

Trotz Fachkräftemangel – Hochqualifizierte Behinderte oft chancenlos

Worüber denkt Marlem hier in Zukunft nach?

Wer sich Hoffnungen macht, dass er hier erfährt, welche Zigarettenmarke ich bevorzuge(bin eh Nichtraucher) oder ob ich eher auf blonde oder dunkelhaarige Frauen stehe muss ich enttäuschen!
So was veröffentlicht man nicht im World Wide Web (zu deutsch Internet).

In den 39 Jahren, die ich nun schon auf der Welt bin, erlebe ich immer wieder Verhaltensweisen, Denkweisen die bei mir ein großes Stirnrunzeln auslösen. Oft sind es Dinge, die man eben so macht, weil man sie schon immer so gemacht hat und niemand hatte den Mut den Sinn und Zweck zu hinterfragen.
Frech wie ich bin, werde ich es hier tun!

Ich möchte diese Rubrik aber auch dazu nutzen, „wundersame“ Gedankengänge und Erlebnisse eines Menschen mit Behinderung kund zu tun, der immer wieder über die Welt der Nichtbehinderten(manche behaupten auch Sie sind „gesund“ nur weil Sie keine Behinderung haben) amüsiert schmunzelt!

Darüber wird Marlem (MARkus LEMcke) hier in Zukunft nachdenken!