Web Accessibility – Was ist das?

In diesem Artikel erkläre ich was „Web Accessibility“ ist?

Accessibility in der Informatik – Was ist das?

Accessibility in der Informatik bedeutet, dass Webseiten, Programme, Betriebssysteme und Apps so gestaltet sind, dass sie für ALLE Nutzer, einschließlich Menschen mit Behinderungen, bedienbar sind.
Für alle die lieber schauen, statt lesen erkläre ich in diesem Video was Accessibility in der Informatik ist.

„Web Accessibility – Was ist das?“ weiterlesen

Accessibility in der Informatik – Was ist das?

Der Begriff „Accessibilty“ ist in der Informatik sehr gängig. Da es sich um einen englischsprachigen Begriff handelt, möchte ich ihn hier erklären. Weil dieser Begriff in der Informatik sehr wichtig ist, wird dieser Blogartikel sehr ausführlich.

Begriffsdefinition

Accessibility ist ein englisches Wort und bedeutet wörtlich Zugänglichkeit oder Erreichbarkeit, er kann auch mit „Barrierefreiheit“ übersetzt werden. Der Begriff Zugänglichkeit klingt für mich positiver als Barrierefreiheit.

Tastatur mit einer grünen Taste, auf der das Wort „Accessibility“ steht
Bild: Accessibility in der Informatik bedeutet, dass alle Webseiten und Apps für alle Menschen zugänglich und nutzbar sind. Bildquelle: alphaspirit – 326816450 / Shutterstock.com

„Accessibility in der Informatik – Was ist das?“ weiterlesen

Barrierefreies Webdesign – Richtlinien und Gesetze in der Schweiz

In Zukunft möchte ich als Unternehmer auch barrierefreies Webdesign für die Schweiz anbieten. Deswegen beschäftige ich mich in diesem Blogartikel mit den Gesetzen und Richtlinien für barrierefreies Webdesign für die Schweiz.

Barrierefreies Webdesign – Was ist das?

Barrierefreiheit bedeutet ohne Hindernisse. Barrierefreiheit gibt es bei Gebäuden, auf der Straße oder in der EDV. Barrierefreiheit in der EDV bedeutet, dass Websites und Software barrierefreier gestaltet sind, dass Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen die Webseite / Software bedienen können.

„Barrierefreies Webdesign – Richtlinien und Gesetze in der Schweiz“ weiterlesen

Barrierefreies Webdesign – Richtlinien und Gesetze in Österreich

Weil ich auch schon einen Kunden aus Österreich hatte für den ich eine barrierefreie Webseite mit WordPress erstellte, schreibe ich heute über barrierefreies Webdesign aus bzw. in Österreich. Außerdem würde ich mich über noch mehr Aufträge aus Österreich freuen.

Barrierefreies Webdesign – Was ist das?

Barrierefreiheit bedeutet ohne Hindernisse. Barrierefreiheit gibt es bei Gebäuden, auf der Straße oder in der EDV. Barrierefreiheit in der EDV bedeutet, dass Websites und Software barrierefreier gestaltet sind, dass Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen die Webseite / Software bedienen können.

„Barrierefreies Webdesign – Richtlinien und Gesetze in Österreich“ weiterlesen

Vision 2015: Barrierefreiheit in der Informatik – deutschlandweit

Im Jahr 2015 möchte ich die Barrierefreiheit in der Informatik ein großes Stück voran treiben. Was Barrierefreiheit in der Informatik bedeutet, und warum mir das so wichtig ist, erkläre ich in diesem Blogartikel.

Was ist Barrierefreiheit?

Zunächst möchte ich die allgemeine Definition von Wikipedia wiedergegeben:
Barrierefreiheit bezeichnet im deutschen Sprachgebrauch eine Gestaltung der baulichen Umwelt, sowie von Information und Kommunikation in der Weise, dass sie von Menschen mit Behinderung und von älteren Menschen in derselben Weise genutzt werden kann wie von Menschen ohne Behinderung.[1] Im außerdeutschen Sprachgebrauch wird dieser Zustand eher als „Zugänglichkeit“ (engl.: Accessibility, span.: Accesibilidad, frz.: Accessibilité) bezeichnet. Der im deutschen Sprachraum in diesem Zusammenhang kursierende Begriff „behindertengerecht“ wird zunehmend ungebräuchlich, da mit dieser Benennung keine umfassende Zugänglichkeit und Benutzbarkeit für alle Menschen bezeichnet wird.
Quelle: Wikipedia

Was bedeutet Barrierefreiheit in der Informatik?

Internetseiten, Programme, Iphones und Smartphones sollen so gestaltet sein, dass Menschen mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Einschränkungen diese uneingeschränkt bedienen können.

Barrierefreiheit in der Informatik – Das Gesetz

Im Jahr 2002 wurde ein Gleichstellungsgesetz erlassen, welches Benachteiligung von behinderten Menschen vermeiden soll. Da die Nutzung der Informatik ein wichtiger Bestandteil ist, damit behinderte Menschen am Leben teilnehmen können gibt es im oben genannten Gesetz folgenden Paragraphen:

§ 11 Barrierefreie Informationstechnik

(1) Träger öffentlicher Gewalt im Sinne des § 7 Abs. 1 Satz 1 gestalten ihre Internetauftritte und -angebote sowie die von ihnen zur Verfügung gestellten grafischen Programmoberflächen, die mit Mitteln der Informationstechnik dargestellt werden, nach Maßgabe der nach Satz 2 zu erlassenden Verordnung schrittweise technisch so, dass sie von behinderten Menschen grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden können. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bestimmt durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, nach Maßgabe der technischen, finanziellen und verwaltungsorganisatorischen Möglichkeiten

  1. die in den Geltungsbereich der Verordnung einzubeziehenden Gruppen behinderter Menschen,
  2. die anzuwendenden technischen Standards sowie den Zeitpunkt ihrer verbindlichen Anwendung,
  3. die zu gestaltenden Bereiche und Arten amtlicher Informationen.

(2) Die Bundesregierung wirkt darauf hin, dass auch gewerbsmäßige Anbieter von Internetseiten sowie von grafischen Programmoberflächen, die mit Mitteln der Informationstechnik dargestellt werden, durch Zielvereinbarungen nach § 5 ihre Produkte entsprechend den technischen Standards nach Absatz 1 gestalten.

Quelle: Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG)

Anmerkung von Markus

Weil das Gesetzesdeutsch etwas schwierig zu verstehen ist, möchte ich erklären was dieser Paragraph meint:
Staatliche Einrichtungen, also alle Behörden, sind dazu verpflichtet Ihre Webseiten und Programme so zu entwickeln, dass Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen diese bedienen können. Es gibt also nun auch Barrierefreiheit in der Informatik, somit die Barrierefreie Informatik.

Barrierefreiheit in der Informatik – Die Zielgruppe

Aufgrund oben genannten Gesetz ist die wichtigste Zielgruppe Menschen mit Behinderungen. Sie meinen, dass lohnt sich nicht, weil es ja gar nicht so viel behinderte Menschen gibt? 2013 waren es 7,5 Millionen schwerbehinderte Menschen laut statistisches Bundesamt. Schwerbehinderung beginnt ab 50 Grad der Behinderung. Es gibt also Menschen die haben einen Grad der Behinderung unter 50. Also sind es insgesamt mehr wie 7,5 Millionen behinderte Menschen in Deutschland!
Nach dem dieses Gesetz in Kraft getreten ist, ging es langsam los. Plötzlich hat die Gesellschaft festgestellt, dass ältere Menschen aufgrund Ihres Alters auch körperliche Einschränkungen bekommen können und somit ebenso Interesse an Barrierefreiheit in der Informatik haben.
Es gibt aber noch eine Zielgruppe. Vorübergehend eingeschränkte Menschen! Sie wissen nicht was das für Menschen sind? Angenommen Sie brechen sich als Rechtshänder den rechten Arm. Plötzlich haben Sie ein ganz erhebliches „Handicap“, eine körperliche Einschränkung. Sie können keine Tastenkombinationen mit einer Hand drücken. Sie sind auf Barrierefreiheit angewiesen. Wenn Ihr Arm wieder gesund ist, sind Sie nicht mehr auf Barrierefreiheit angewiesen. Deswegen „vorübergehend eingeschränkt“!
Ich hoffe, dass Ihnen klar geworden ist, dass die Zielgruppe für Barrierefreiheit in der Informatik sehr groß ist!
Folgende Begriffe gehören zur Barrierefreien Informatik:

barrierefreies Webdesign

Wenn eine Webseite barrierefrei entwickelt ist, nennt sich das barrierefreies Webdesign. Die Webseite soll auf Menschen mit unterschiedlichen körperlichen oder geistigen Einschränkungen Rücksicht nehmen. Was das genau ist, können Sie in diesem Blogartikel lesen:
Barrierefreies Webdesign
Übrigens, Suchmaschinen lieben auch barrierefreie Webseiten!
Siehe Blogartikel „Sind barrierefreie Internetseiten auch bei Suchmaschinen beliebt?

barrierefreie Softwareentwicklung

Der Begriff „Software“ ist ein anderes Wort für „Programm“. Programme werden nicht mehr programmiert, sondern entwickelt. Deswegen heißt es inzwischen Softwareentwicklung.
Barrierefreie Softwareentwicklung bedeutet, dass Software so entwickelt wird, dass diese von Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen bedient werden kann. Näheres können Sie in diesem Blogartikel lesen:
Barrierefreie Softwareentwicklung / Software-Entwicklung – Was ist das?

Eingabehilfen / Bedienungshilfen

Eingabehilfen unterstützen Menschen mit körperlichen Einschränkungen bei der Bedienung von Computer, Webseiten, Software und Mobiltelefone. Inzwischen liest man auch gelegentlich Bedienungshilfen. Das ist nur ein anderes Wort, meint aber das Gleiche wie Eingabehilfen.
Genauer wird es in diesem Blogartikel erklärt:
Was sind Eingabehilfen?

Behindertensoftware

Behindertensoftware hilft ein bestimmtes Problem, eines Menschen mit Behinderung, zu lösen bei der Bedienung des Computers. Das Problem entsteht durch körperliche oder geistige Einschränkung bzw. Behinderung.
Genauer wird es in diesem Blogartikel erklärt:
Behindertensoftware / Behinderten Software – Was ist das?

Barrierefreie Apps

Barrierefreie Apps sind für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen / Behinderungen bedienbar. Barrierefreie Apps müssen für Blinde, Sehbehinderte, Gehörlose und andere Menschen mit Behinderungsarten bedienbar sein.
Genauer wird es in diesem Blogartikel erklärt:
Barrierefreie Apps

Warum Unternehmen sich mit Barrierefreiheit in der Informatik beschäftigen sollten erfahren Sie in folgenden Blogartikeln:

Warum ist barrierefreie Software-Entwicklung für Software-Unternehmen wichtig?

Warum ist barrierefreies Webdesign für Unternehmen wichtig?

So, nun habe ich einen Überblick gegeben was alles zur Barrierefreiheit in der Informatik gehört.

Warum ist Barrierefreiheit in der Informatik für unsere Gesellschaft wichtig?
So bald Menschen körperliche oder geistige Einschränkungen oder dauerhafte Krankheiten haben, ist es für sie schwer am gesellschaftlichen Alltagsleben teil zu nehmen. Ausgrenzungen wegen Behinderung oder Krankheit ist im leistungsorientierten Deutschland an der Tagesordnung!
Oft werden Schwächen überwertet und Stärken nicht erkannt!
Menschen die stottern oder andere Probleme beim Sprechen haben wird oft nicht zugehört. Menschen die etwas langsamer arbeiten haben wenig Chancen einen Arbeitsplatz zu bekommen, trotz gutem Fachwissen.
Menschen die aufgrund einer Behinderung oder Krankheit nicht ohne fremde Hilfe das Haus verlassen können, sind nicht in der Lage einzukaufen oder andere Menschen kennen zu lernen.
Menschen mit Behinderung können keine Reisen ohne fremde Hilfe unternehmen.
Menschen die blind sind, haben es sehr schwer einen Arbeitsplatz zu finden.

Sie sitzen jetzt staunend da und fragen sich, was das mit Barrierefreiheit in der Informatik zu tun hat?
Apps können Menschen helfen zu sprechen in dem sie geschriebenen Text vorlesen. Spracheingabe kann Menschen helfen Texte zu schreiben die nicht tppen können mit ihren Händen. Menschen können von Zuhause aus einkaufen, wenn der Online-Shop barrierefrei ist. Mit Google Street View können Weltreisen im Internet gemacht werden.
Arbeitsplätze mit barrierefreier Software sorgen dafür, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen arbeiten können.
Wenn Webseiten und Software barrierefrei sind, können blinde Menschen mit einem Screenreader am Computer arbeiten.
Barrierefreiheit in der Informatik kann Schwächen ausgleichen! Das muss unsere Gesellschaft lernen: Schwächen können ausgeglichen werden! Es gibt keine Menschen die nur Schwächen haben! Behinderte und anders körperlich eingeschränkte Menschen haben auch Stärken!

Vision 2015: Barrierefreiheit in der Informatik – deutschlandweit

Eine Vision ist das innere Bild einer Vorstellung, meist auf die Zukunft bezogen. Ich habe auch ein „inneres Bild“! In meinem „Bild“ sehe ich eine Gesellschaft die sich wünscht, dass alle Menschen am Leben teil nehmen können. Ich sehe eine Gesellschaft die bei Menschen mit körperlichen Einschränkungen darüber nachdenkt, was zu tun ist, damit diese Menschen aktiv am Leben teilnehmen können. Ich sehe eine Gesellschaft die bei Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Stärken sieht und nicht die Schwächen.
Ich sehe Webseitenprogrammierer die Spass daran haben ihre Webseiten barrierefrei zu entwickeln. Ich sehe Software-Entwickler die Spass daran haben ihre Software barrierefrei zu gestalten.
Ich sehe viele Hochschulen und Unis die sich freuen, dass ich Ihren Studenten die Barrierefreiheit in der Informatik erkläre.
Ja, Sie haben recht, da sind wir noch ein ganzes Stück davon entfernt. Aber diese Vision ist der Hauptgrund warum es mein Unternehmen Marlem-Software gibt!!!
Ich möchte in einer Gesellschaft leben die so mit körperlich eingeschränkten Menschen umgeht. Dafür bin ich auch bereit zu kämpfen!
Kämpfen Sie mit, lieber Blogleser?

Leitfaden für barrierefreie Cloud-Software veröffentlicht

Mario Batusic, Experte für Accessibility hat seinen Leitfaden für eine barrierefreie Cloud vorgestellt.

Im Rahmen einer Veranstaltung des Verbands der österreichischen Cloud-Computing-Industrie EuroCloud.Austria hat Accessibility-Experte Mario Batusic von Fabasoft seinen Leitfaden „Barrierefreie Cloud“ vorgestellt.
Im Leitfaden geht es um Maßnahmen zur klaren Strukturierung, Beschreibung semantischer Zusammenhänge oder zum Einsatz größerer Schreibflächen, den Einsatz der Tastatur zur kompletten Navigation und für den Zugriff auf alle Funktionen der Software ein.

Mario Batusic möchte eine Starthilfe für Cloud-Entwicklern und -Verantwortlichen geben.

Den Leitfaden können Sie herunterladen: Der EuroCloud-Leitfaden-Barrierefreie-Cloud

Barrierefreies Webdesign: BITV und Gebärdensprache

Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung BITV 2.0 hielt alle Bundesbehörden an, bis zum 22. März 2014 ihre Webseiten zu gestalten. Der Gehörlosenverband Hamburg hat die Webseiten überprüft, ob nun auch die Forderung nach Gebärdensprach-Filmen erfüllt wurde. Das Ergebnis ist erschreckend!

Um Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen zu vermeiden wurde im Mai 2002 das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) erlassen. Weil es in diesem Gesetz einen Paragraphen gibt, in dem es um Barrierefreiheit in der Informatik geht, wurde die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) geschaffen. Die BITV ist gültig für alle von Behörden herausgegebenen Internetauftritte der Bundesverwaltung. Ziel der BITV ist es, dass Webseiten für behinderte Menschen wahrnehmbar und bedienbar werden.

Am 12. September 2011 wurde eine neue Version der BITV – jetzt BITV 2.0 – veröffentlicht und ersetzte somit die alte Version vom 17. Juli 2002. Neu aufgenommen wurde die verbindliche Verpflichtung, bestimmte Inhalte auch in Videoform in Gebärdensprache und in Textform in Leichter Sprache bereit zu halten. Bis zum Stichtag, dem 22. März 2014 waren nun alle Behörden der Bundesverwaltung angehalten, ihre Verpflichtungen bezüglich der BITV 2.0 zu erfüllen und ihre Informationen barrierefrei anzubieten.

Der Gehörlosenverband Hamburg wollte nun wissen ob die Bundesbehörden ihrer Verpflichtung nachgekommen sind. Nach § 3 der BITV 2.0 sollen demnach Informationen zum Inhalt, Hinweise zur Navigation sowie Hinweise auf weitere in diesem Auftritt vorhandene Informationen in Deutscher Gebärdensprache zur Verfügung gestellt werden.

Das Ergebnis war sehr ernüchternd: nur ca. 12 % aller geprüften Webseiten haben die Anforderung der BITV 2.0 erfüllt. Aus Sicht des Gehörlosenverbandes Hamburg stellt diese Prüfung ein beschämendes Ergebnis dar und es kommt die Frage auf: Nehmen die Bundesbehörden die Bedürfnisse gehörloser Menschen ernst?


Weiterführende Blogartikel:

Barrierefreies Webdesign – Was ist das?

Barrierefreies Webdesign nach BITV 2.0: Frames barrierefrei darstellen / einsetzen

Frames waren lange Zeit sehr beliebt. Hauptsächlich wurden sie eingesetzt um eine feststehende Navigation innerhalb der Webseite zu haben. Ob Frames heutztage noch benötigt werden und wie sie barrierefrei eingesetzt werden erfahren Sie in diesem Blogartikel.

Wozu werden Frames benötigt

Ein Frame ist ein Rahmen. Mit Frames lassen sich mehrere HTML-Dokumente in einem Browser-Fenster darstellen. Das wurde früher sehr gerne benutzt um eine feststehende Navigation zu haben. Heutzutage wird Cascading Style Sheets benutzt um eine Navigation darzustellen. Cascading Style Sheets wird zur optischen Gestaltung von Webseiten verwendet.
Frames werden aber auch dazu verwendet, um ein Browser-Fenster in mehrere kleinere Bereiche einzuteilen. Das kann auf der einen Seite sehr geschickt sein, kann aber auf der anderen Seite eine Webseite sehr unübersichtlich machen!
Für Menschen die einen Screenreader  benutzen, kann eine Webseite mit mehr als 5 Frames zum Problem werden.

Grundgerüst eines Frames

Hier ein kurzes Beispiel wie ein Frame definiert wird:

<frameset cols=“4*,13*“>
<frame src=“navigation.html“ />
<frameset rows=“*,10%“>
<frame src=“inhalt.html“ />
<frame src=“kommentare.html“ />
</frameset>
</frameset>

Grundgerüst eines IFrames

Mit Hilfe eines IFrames, kann innerhalb einer HTML-Datei eine andere Datei angezeigt werden:

<iframe src=“inhalteingefuegt.pdf“ width=“80%“ height=“400″>
<p>Wir müssen leider einen IFrame verwenden</p>
</iframe>

Das kann auf der einen Seite sehr geschickt sein, macht aber auf der anderen Seite eine Webseite ein bißchen unübersichtlich. Ich habe mal einen IFrame verwendet um eine PDF-Datei innerhalb einer HTML-Datei anzuzeigen. Das hat funktioniert.

Ausführliche Informationen über Frames finden Sie auf der Webseite Selfhtml zu Frames.

Was bedeutet Frames barrierefrei einsetzen?

Grundsätzlich möchte ich nochmal erwähnen, dass wann immer es geht sollten Sie versuchen auf Frames zu verzichten. Es ist einfach nicht mehr zeitgemäß!
Bei barrierefreies Webdesign geht darum eine Webseite so darzustellen, dass Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Einschränkungen eine Webseite wahrnehmen können. Frames können für Menschen die einen Screenreader benutzen ein Problem sein. Deswegen sollte darauf geachtet werden, dass der Frame so definiert wird, dass er barrierefrei ist. In Deutschland gibt es die BITV 2.0 in welcher definiert ist, welche Kriterien erfüllt sein müssen damit eine Webseite barrierefrei ist.

Frames barrierefrei einsetzen – Was ist notwendig?

Der Frame benötigt einen Namen. Dieser kann über das title-Attribut festgelegt werden. Ältere Browser unterstützen das title-Attribut nicht. Deswegen sollten Sie den Namen nochmals als name-Attribut angeben.
Wenn zur genaueren Erklärung des Frames eine längere Beschreibung notwendig ist, kann diese mit dem longdesc-Attribut angegeben werden. Allerdings wird das longdesc-Attribut wird in Kombination mit FRAMESET bis heute in Screenreadern nicht unterstützt.
Das title-Attribut ist aber zwingend notwendig um einen Frame barrierefrei darzustellen!

Frames barrierefrei darstellen – Der „übliche“ Frame, Codebeispiel

So sieht die Definition eines barrierefreien Frames aus:

<frameset rows=“20%, 80%“>
<frame src=“logo.html“ title=“Logo der Seite“ name=“Logo der Seite“ />
<frame src=“menuepunkte.html“ title=“Liste der Menüpunkte“ name=“menulist“ />
<noframes>
<!– Ersatzdarstellung –>
</noframes>

Frames barrierefrei darstellen – Der IFrame, Codebeispiel

So sieht die Definition eines barrierefreien I-Frames aus:

<iframe src=“inhalteingefuegt.pdf“ width=“80%“ height=“400″ title=“PDF-Datei über Kunst“ name=“PDF-Datei über Kunst“ >
<p>Wir müssen leider einen IFrame verwenden</p>
</iframe>

Schlussbemerkung Barrierefreiheit bei Frames:

Grundsätzlich ist es möglich Frames barrierefrei darzustellen. Trotzdem sollten Sie versuchen, wann immer es geht, Frames zu vermeiden.


Barrierefreies Webdesign mit der BITV 2.0 – Artikelreihe

Internet keine schnelle Hilfe für eingeschränkte Menschen

Noch immer gibt es zu wenig Internetseiten für eingeschränkte Menschen wahrnehmbar sind.

Die meisten Menschen sind heute ohne das Internet hilflos. Keine Ahnung, wo die richtige Straße ist? Gar kein Problem! Ein kurzer Blick auf das I-Phone und man hat sofort die Orientierung wiedererlangt. Ebenfalls stellen die meisten Unternehmen und Firmen ihre Angebote auf die gestiegene Internetnutzung um und wer kauft überhaupt noch eine Kinokarte am Schalter? Leider werden ältere Menschen oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen oft bei der Erstellung von Websites nicht beachtet. Pflegeheime, die beispielsweise auf der Seite pflege.de gefunden werden können, haben diese Entwicklungen erkannt und bieten ihre Hilfe an.

Problematik bei der Internetnutzung

Gerade Senioren und Menschen mit Behinderungen benötigen Webseiten mit bestimmten Richtlinien, um sich auch im Internet ohne Probleme mit Informationen versorgen zu können. Viele ältere Menschen sind in ihrem Seh- und Hörvermögen stark eingeschränkt, ebenfalls gibt es Menschen die von Geburt an eine verminderte Seh- oder Hörfähigkeit besitzen, daher müssen Webseiten so gestaltet werden, dass diese auch mit verminderter Wahrnehmung gelesen und deren Inhalte auch verstanden werden können. Eine Anforderung an barrierefreie Webseiten ist daher, dass sämtliche visuelle Inhalte auch in einer Textalternative vorhanden sind. Viele Webseitenbetreiber bieten ihre schriftlichen Informationen teilweise auch per Sprachaufzeichnung an, die vor allem für Menschen mit verminderter Konzentration eine Erleichterung darstellen. Allerdings stellt das Internet nicht nur für Senioren, sondern auch für geistig behinderte Menschen in seiner Bedienbarkeit eine besondere Herausforderung dar. Daher müssen beispielsweise alle Tasten der Tastatur in ausreichender Größe beschriftet werden und die verschiedenen Möglichkeiten bei der Webseitennutzung verständlich erklärt und ausgewiesen sein.

Barrierefreies Internet hält Einzug in Seniorenheimen

Das Internet soll für alle Menschen zugänglich gemacht werden. Aus diesem Grund bieten viele Pflege- und Seniorenheime Kurse an, in denen die Senioren gemeinsam mit Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen an die Internetnutzung herangeführt werden. In vielen Seniorenwohnparks zählt dieses Angebot zum Freizeitservice und ist ein fester wöchentlicher Termin an dem die Senioren gerne freiwillig teilnehmen können. Viele Heime haben auch eigene Computerräume eingerichtet, in denen die Bewohner oder auch gerne externe Besucher jederzeit im Internet surfen können. Meist gibt es Angestellte im Pflegeheim, die bei Problemen den Senioren zur Seite stehen und sofort helfen können. Doch der Fortschritt in den Senioren- und Pflegeheimen macht nicht bei einem einzigen Computerraum halt. Viele Pflegeeinrichtungen bieten Zimmer mit Internetanschluss oder sogar einen eigenen Computer an. Und die Nutzung der modernen Technik für ältere Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen soll beim Internet noch lange nicht enden. Bereits heute tüfteln Forscher an Konsolenspielen für Senioren und Menschen nach einem Reha-Aufenthalt. Diese Konsolen können dann als Spaßfaktor in die Gruppenräume der Pflegeheime integriert werden.

Im Zuge der Gleichberichtigung sollten das Internet auch für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen zugänglich gemacht werden. Hier sind vor allem private Webseitenbesitzer aufgefordert ihre Seiten barrierefrei zu gestalten und somit allen Menschen die Chance sich auch über das Internet zu informieren.

Der Webshop von Oma Eingeschränkt bekommt Besuch von der Suchmaschine Bärbel

Vor Weihnachten habe ich über den Webshop von Oma Eingeschränkt geschrieben um klar zu machen, dass barrierefreies Webdesign nicht nur für Menschen mit Behinderung wichtig ist. Link zu Geschichte: Oma Eingeschränkt bekommt vom Weihnachtsmann eine Webseite mit barrierefreies Webdesign . Heute bekommt der Webshop von Oma Eingeschränkt Besuch von der Suchmaschine Bärbel. Bärbel ist eine betagte Suchmaschine mit einem kleinen Wodka-Tick und wurde von Karl Kratz erfunden. Sie werden erstaunt sein liebe Leser, wie sehr sich die Suchmaschine Bärbel über den barrierefreien Webshop von Oma Eingeschränkt freut. Barrierefreies Webdesign  hat auch große Vorteile für die Suchmaschinenoptimierung!

Oma Eingeschränkt geht es wieder besser

Im oben verlinkten Blogartikel konnten Sie lesen wer Oma Eingeschränkt ist und dass Sie in sehr kurzer Zeit sehr viel Krankheiten bekam. Der Weihnachtsmann machte Ihren Webshop barrierefrei. Danach war Oma Eingeschränkt in der Lage Ihren Webshop trotz Krankheiten zu bedienen und freute sich, dass nun auch Menschen mit Behinderungen Ihrem Webshop einkaufen können. In Deutschland leben 12 Millionen Menschen mit Behinderung .
Die Krankheiten von Oma Eingeschränkt sind alle etwas besser geworden. Aber so gesund wie sie früher mal war wird Oma Eingeschränkt wohl nicht mehr!

Die Suchmaschine Bärbel entdeckt den Webshop Oma Eingeschränkt

Bärbel ist mal wieder unterwegs im Internet um Webseiten neu zu besuchen oder noch nie besuchte Webseiten sich anzuschauen. In Ihrer Hand stets griff bereit, die Wodkaflasche. Plötzlich entdeckt Bärbel eine Webseite die Ihr völlig unbekannt war. Kurz entschlossen „biegt“ Bärbel ab und entdeckt den Webshop von Oma Eingeschränkt.

Bärbel freut sich über fehlende Intros und Flashfilme

Bärbel jubelt „Super, da bin ich ja gleich auf der richtigen Webseite. Ich mag es gar nicht, wenn vor der eigentlichen Webseite noch irgendwelche Vor- bzw. Introseiten kommen wo eigentlich nur aufhalten. Mich interessiert doch nur die richtige Webseite und nicht irgendwelche langweilige Vorankündigungen. Diese Filme, die mit Flash erstellt werden sind auch voll doof! Da kann ich doch gar nichts lesen und bekomme somit vom ganzen Film nichts mit! Aber hier fehlt das alles zum Glück. Ich komme ohne Barrieren auf die Webseite!“.

Die Suchmaschine Bärbel mag keine Frames

Bärbel nimmt einen großen Schluck aus der Wodkaflasche und denkt weiter laut nach während sie sich den Webshop von Oma Eingeschränkt weiter anschaut: „Ich habe auch keine Rahmen … öhm ich meinte Frames gesehen. Die „Dinger“ bringen mich ständig durcheinander! Aber der Programmierer des Webshops hat das Problem der Navigation ohne Frames gelöst! Sehr gut! Auch hier gibt es keine Barriere für mich als Suchmaschine!“

Bärbel ist begeistert von Alternativtexten bei Bildern

Bärbel möchte nun die Bilder untersuchen. Sie seufzt: „Irgendwie blöd, mit Bildern fange ich zunächst mal gar nichts an. Ich kann Bilder nicht sehen, ich kann doch nur Text lesen. Irgendwie ist das ne ganz schön doofe Einschränkung. Ich fühle mich auf Webseiten mit vielen Bildern so richtig behindert … Webseiten von Fotografen haben oft viele Bilder. Da schaue ich kurz drauf und gehe dann wieder. Solche Seiten bringen mir echt gar nichts. Ja, irgendwie ist nicht sehen und nur lesen können eine richtige Behinderung!“. Bärbel nimmt einen Schluck Wodka und wird leicht melancholisch: „Bin ich überhaupt eine gute Suchmaschine, wenn ich nur lesen kann?“.
Als Bärbel sich die Bilder anschaut strahlt sie plötzlich: „Cool, die Bilder haben Alternativtexte! Das bedeutet, dass ich lesen kann was auf den Bildern zu sehen ist. Was für ein genialer Programmierer war hier am Werk.

Bärbel freut sich über Textalternativen bei Videos

Mutig und voller Zuversicht schaut die Suchmaschine Bärbel sich die Videos an. Tatsächlich, auch hier gibt es Alternativtexte. Bärbel fühlt sich zum ersten mal auf einer Webseite mit Videos so richtig wohl!

Sogar gültiges HTML, Wow !

Als letztes möchte Bärbel sich noch anschauen ob der Web-Programmierer die „Befehle“ korrekt eingesetzt hat. Bei der „Auszeichnungssprache“ HTML, mit der Webseiten programmiert werden, heißen die „Befehle“ Tags. Für diese Tags gibt es eine Art Rechtschreibregel. Wenn diese eingehalten wird, nennt sich das „gültiges HTML“. Dieses gültige HTML ist für Suchmaschinen sehr wichtig!
Die Suchmaschine Bärbel nimmt nochmal einen großen Schluck Wodka und liest sich das HTML durch. „Perfekt!!! Alles korrekt, gültiges HTML!“ Bärbel kann ihr Glück kaum fassen!
Im HTML stehen Kommentare in denen der Weihnachtsmann, der ja die Webseite barrierefrei gemacht hat, erklärt das der Webshop nach den Grundlagen des barrierefreies Webdesign erstellt wurde und warum es wichtig war und welche Krankheiten Oma Eingeschränkt hatte. Bärbel lief eine Träne des Mitgefühls die Suchmaschinenbacke runter als sie das las. Tief bewegt murmelte sie „Oma Eingeschränkt, weil deine Webseite so super toll für mich zum lesen war und es überhaupt keine Barrieren für mich gab, wird deine Webseite so richtig weit vorne landen, das verspreche ich Dir! Du bekommst Webseitenbesucher ohne Ende!“. Bärbel nahm den letzten Schluck Wodka aus der Flasche. Ihre Stimmung wurde wieder besser und Sie freute sich, dass dieser Webshop so super toll für sie zu lesen war. Sie zog weiter und sang überschwenglich: „barrierefreies Webdesign, so sollen alle Webseiten sein, barrierefreies Webdesign, ach wie ist das fein. Barrierefreies Webdesign soll im ganzen Internet vorhanden sein, barrierefreies Webdesign …“

Nach ein paar Tagen war der Webshop von Oma Eingeschränkt unter den für sie wichtigen Suchbegriffen tatsächlich ganz weit vorne in der Suchmaschine und die Zahl der Einkäufer vervielfachten sich!