Accessibility: Richtlinien zur barrierefreier Software-Entwicklung mit .net bzw. C#

In diesem Blogartikel möchte ich die Richtlinien von Microsoft für .net bzw. C# zur barrierefreier Software-Entwicklung besprechen. Wenn eine Software barrierefrei ist, dann ist Sie für Menschen mit Behinderung verwendbar.

Im Artikel „Was ist eine barrierefreie Software“ habe ich erklärt welche Kriterien erfüllt werden müssen, damit eine Software barrierefrei ist. Microsoft hat in ihrer Dokumentation, die MSDN, Richtlinien veröffentlicht wie eine Standardsoftware barrierefrei bzw. behindertengerecht gemacht werden kann. Ich werde hier die Richtlinien wiedergeben und erklären.


Punkt 1: Unterstützung der Systemsteuerungseinstellungen für Größe, Farbe, Schriftart und Eingabe

Unterstützung der Systemsteuerungseinstellungen für Größe, Farbe, Schriftart und Eingabe. Wenn die Benutzer die Einstellungen der Systemsteuerung ändern, wird die Größe der Menüleiste, der Titelleiste, der Ränder und der Statusleiste automatisch geändert. In dieser Anwendung müssen keine weiteren Änderungen an den Steuerelementen oder dem Code vorgenommen werden

Erklärung:
Microsoft hat in jedem Windows, wie oben erwähnt, in der Systemsteuerung einige Einstellungsmöglichkeiten die Menschen mit Behinderung zu gute kommen. Deswegen ist es unabdingbar, dass eine entwickelte Software diese Einstellungen übernimmt und nicht ignoriert. Es wäre zum Beispiel kontraproduktiv, wenn ein Mensch mit einer Sehbehinderung sich in der Systemsteuerung große Schriftarten einstellt und in der Software erscheinen alle Zeichen in der Schriftgröße 10.


Punkt 2: Unterstützung des Kontrastmodus

Erklärung:
In der Eingabehilfe, die man in der Systemsteuerung findet, gibt es einen Reiter „Anzeige“. Hier findet man ein Kontrollkästchen mit der Beschriftung „Kontrast aktivieren“. Klickt man es an und aktiviert rechts unten den Schalter „Übernehmen“ wird der Kontrastmodus aktiviert. Die Aktivierung dauert ein bisschen. Nach und nach wird der Hintergrund Pech schwarz und überall erscheint eine weiße Schrift.Dieser Kontrastmodus darf durch eine Software nicht verändert oder verhindert werden.


Punkt 3: Bereitstellen eines dokumentierten Tastaturzugriffs auf alle Features

Erklärung:
Wie oben schon erwähnt, benutzen Menschen die blind oder sehbehindert sind, eher die Tastatur wie die Maus. Deswegen sollten alle Programmfunktionen auch über Tastatur erreichbar sein und die entsprechenden Tastenkürzel sollten in der Programmhilfe dokumentiert sein.


Punkt 4: Visuelle und programmgesteuerte Anzeige der Position des Tastaturfokus

Erklärung:
Für Menschen die hauptsächlich oder ausschließlich mit der Tastatur arbeiten ist es wichtig, schnell zu erkennen wo der Tastaturfokus ist. Aus diesem Grund muss der Tastaturfokus visuell angezeigt und erkennbar sein.


Punkt 5: Vermeiden der Übermittlung wichtiger Informationen allein per Audioausgabe

Erklärung:
Im Artikel weiter oben wurde es erwähnt, dass es Menschen gibt die gehörlos sind. Wenn wichtige Informationen nur per Audioausgabe zur Verfügung stehen, bekommen gehörlose Menschen die Informationen nicht mit. Deswegen sollten Informationen die per Audioausgabe zur Verfügung stehen auch in visueller Form angeboten werden. Ein Mail-Programm, welches dem Anwender nur über Sprache mitteilt, dass er neue Mails hat, wäre für gehörlose Menschen unbrauchbar.

Wenn diese 5 Punkte bei einer Standardsoftware erfüllt sind ist, laut Microsoft, eine Software barrierefrei.

Rückblick auf das Jahr 2010 aus der Sicht eines Menschen mit Behinderung

In diesem Blogartikel möchte ich einen persönlichen Jahresrückblick geben.
Seit Februar 2009 beschäftige ich mich mit Suchmaschinenoptimierung und arbeite freiberuflich bei der Internetagentur Symweb in Leonberg mit. Suchmaschinenoptimierung ist nach wie vor sehr gefragt und seit ich mich damit Beschäftige, hat sich meine Auftragslage stark verbessert.
Am 22. März 2010 hielt ich für die Xing-Gruppe „Neckaralb Regionalforum“ in der Gaststätte „Loretto“ in Tübingen einen Vortrag über Suchmaschinenoptimierung.
Die Resonanz auf diesen Vortrag war durchweg positiv!
Das Vortrag halten ist so eine Sache. Ich stottere immer wieder mal und deswegen gibt es Leute die meinen, ich solle das Vortrag halten bleiben lassen. Ich sehe das anders. Nur weil man was nicht perfekt macht, heißt das noch lange nicht, dass man es gar nicht machen sollte. Ich halte im Rahmen meines Unternehmens regelmäßig Vorträge in der Zivildienstschule Bodelshausen und in der Volkshochschule Reutlingen zum Thema „Alltagsleben mit Behinderung“ und „Behinderung und berufliche Rehabilitation“. Ich finde dass der Inhalt eines Vortrages wichtiger ist, wie ein gelegentliches stottern. Meiner Meinung nach sollte die Gesellschaft lernen, die Schwächen von Menschen zu akzeptieren und sich auf die Stärken jedes Menschen zu konzentrieren. Wenn jemand soviel Fachwissen sich angeeignet hat, dass er 90Minuten über Suchmaschinen referieren kann, warum sollte er das nur wegen eines Sprachproblems nicht tun? Ist das ganze angeeignete Wissen nichts wert nur wegen paar „stotterer“?
Selbst bei Kirchgängern entdecke ich immer wieder, dass sie sich viel lieber auf die Schwächen wie auf die Stärken ihrer „Nächsten“ konzentrieren.
Im August wurde aus der freiberuflichen Tätigkeit bei der Internetagentur Symweb eine Festanstellung. Seit dem arbeite ich da 4 Tage in der Woche als Suchmaschinenoptimierer. An meinem freien Mittwoch arbeite ich noch für meine Firma Marlem-Software.
Das Jahr endete mit einem echten Highlight. Als nicht studierter Informatiker durfte ich in der Uni Tübingen eine Informatikvorlesung halten zum Thema „Behinderte Menschen im Umgang mit der Informatik“. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich in einer Uni war. Ja genau, schon wieder Vortrag trotz Sprachhandicap!
Mit dieser Vorlesung ging ein kleiner Lebenstraum in Erfüllung und es war ein toller Abschluss von einem Superjahr 2010!

In diesem Blogartikel möchte ich einen persönlichen Jahresrückblick geben.

Seit Februar 2009 beschäftige ich mich mit Suchmaschinenoptimierung und arbeite freiberuflich bei der Internetagentur Symweb in Leonberg mit. Suchmaschinenoptimierung ist nach wie vor sehr gefragt und seit ich mich damit beschäftige, hat sich meine Auftragslage stark verbessert.

Am 22. März 2010 hielt ich für die Xing-Gruppe „Neckaralb Regionalforum“ in der Gaststätte „Loretto“ in Tübingen einen Vortrag über Suchmaschinenoptimierung.

Die Resonanz auf diesen Vortrag war durchweg positiv!

Das Vortrag halten ist so eine Sache. Ich stottere immer wieder mal und deswegen gibt es Leute die meinen, ich solle das Vortrag halten bleiben lassen. Ich sehe das anders. Nur weil man was nicht perfekt macht, heißt das noch lange nicht, dass man es gar nicht machen sollte. Ich halte im Rahmen meines Unternehmens regelmäßig Vorträge in der Zivildienstschule Bodelshausen und in der Volkshochschule Reutlingen zum Thema „Alltagsleben mit Behinderung“ und „Behinderung und berufliche Rehabilitation“. Ich finde dass der Inhalt eines Vortrages wichtiger ist, wie ein gelegentliches stottern. Meiner Meinung nach sollte die Gesellschaft lernen, die Schwächen von Menschen zu akzeptieren und sich auf die Stärken jedes Menschen zu konzentrieren. Wenn jemand soviel Fachwissen sich angeeignet hat, dass er 90Minuten über Suchmaschinen referieren kann, warum sollte er das nur wegen eines Sprachproblems nicht tun? Ist das ganze angeeignete Wissen nichts wert nur wegen paar „stotterer“? Selbst bei Kirchgängern entdecke ich immer wieder, dass sie sich viel lieber auf die Schwächen wie auf die Stärken ihrer „Nächsten“ konzentrieren.

Mir macht das Vortrag halten Spaß und deswegen mache ich es trotz Stottern.

Im August wurde aus der freiberuflichen Tätigkeit bei der Internetagentur Symweb eine Festanstellung. Seit dem arbeite ich da 4 Tage in der Woche als Suchmaschinenoptimierer. An meinem freien Mittwoch arbeite ich noch für meine Firma Marlem-Software.

Das Jahr endete mit einem echten Highlight. Als nicht studierter Informatiker durfte ich in der Uni Tübingen eine Informatikvorlesung halten zum Thema „Behinderte Menschen im Umgang mit der Informatik“. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich in einer Uni war. Ja genau, schon wieder Vortrag trotz Sprachhandicap!

Mit dieser Vorlesung ging ein kleiner Lebenstraum in Erfüllung und es war ein toller Abschluss von einem Superjahr 2010!

Was sind Smartphones und wer braucht ein Smartphone?

Seit ca. 4 Wochen besitze ich ein Smartphone. Was das ist und wer es braucht erfahren Sie in diesem Artikel.

Ein Smartphone ist ein Mobiltelefon mit einem Prozessor der besonders leistungsstark ist. Der Funktionsumfang von Smartphones kann durch zusätzliche Programme, die sogenannten Apps, erweitert werden. Welche Apps es gibt hängt vom Smartphone-Hersteller und vom Betriebssystem des Smartphones ab.

Mein Smartphone ist von Samsung und heißt Galaxy S GT I9000. Das Betriebssystem dieses Smartphones heißt Android und ist von Google entwickelt worden. Ja, Google ist schon lange nicht mehr „nur“ eine Suchmaschine! Google ist auf dem besten Wege dem Software-Gigant Microsoft Konkurrenz zu machen.

Dadurch dass das Betriebssystem von Google ist, hat man gewisse Vorteile wenn man ein Benutzer-Konto bei Google hat. Loggt man sich mit Benutzernamen und Passwort beim Google-Konto ein,steht eine Navi-App zur Verfügung. Die Navi-App ist ein voll funktionsfähiges Navigationssystem und heißt „Navigon“. Als Suchmaschinenoptimierer besitze ich selbstverständlich ein Google-Konto und habe die Navi-App im Einsatz. Wenn man in den Kontakten eine Straße und einen Ort angibt, kann man diesen in der Navi-App als Ziel auswählen.

Gelegentlich möchte die Navi-App abbiegen wo keine Straße ist, aber das passiert nicht oft. Ansonsten bin ich von der Navi-App begeistert.

Ein weiteres Highlight ist die Google-Maps App. Sie ist Straßenkarte, Ortsplan und Routenplaner in einem und ist ebenfalls vorinstalliert. Mit Google-Maps haben Sie Kartenmaterial der ganzen Welt im Zugriff. Ich kann mir sogar den Ortsplan (Straßen) von San Francisco anzeigen lassen!

Die Kamera-App, die ebenfalls von Beginn an installiert ist, begeistert mich ebenfalls. Aufgrund meiner stark behinderten rechten Hand kann ich keinen Fotoapparat bedienen, weil die Auslöser immer rechts sind. Mein Smartphone kann ich so drehen, dass die Auslöser-Taste unten oder links ist, somit kann ich mit meiner linken Hand fotografieren, die keine Bewegungseinschränkung hat. Egal wie ich mein Smartphone drehe, die Bilder die ich damit mache, sind immer gerade und stehen nicht Kopf! Augenzwinker

Zum Mails abrufen habe ich mir die Apps von Web.de und von Google-Mail runter geladen. Es gibt aber auch eine vorinstallierte E-Mail-App mit der ich Mail-Konten einrichten kann.

Verbindung zum Internet hat man immer und überall. Es bedarf kein Modem und keinen Router um ins Internet gehen zu können. Heute saß ich in Reutlingen in einem Cafe und brauchte dringend eine Telefonnummer. Mit Hilfe von der Suchmaschine fand ich diese schnell, rief an und nachdem Anruf wurde ich gefragt ob ich die Nummer in meine Kontakte aufnehmen möchte! Habe ich natürlich sofort gemacht!

Im folgenden möchte ich einige Apps kurz beschreiben, die ich sehr nützlich bzw. interessant finde und die ich mir runtergeladen und installiert habe.

Die Leo-Wörterbuch-App finde ich auch klasse. Mit Ihr kann ich in 6 Sprachen übersetzen. Selbstverständlich ist Englisch und Französisch mit dabei. Die Google-Übersetzer-App funktioniert sogar mit Spracheingabe. Man muss allerdings sehr deutlich sprechen, damit die App das richtige Wort versteht. Hier werde ich noch etwas recherchieren. Mich würde reizen, meine Kurznachrichten (=SMS) diktieren zu können. Allerdings kann mit dieser Google-Übersetzer-App nur ins und vom Englischen übersetzt werden.

Eine App um das tägliche Fernsehprogramm abrufen zu können habe ich auch. Mit der RAN-App kann ich jederzeit auf Fussballergebnisse zugreifen.

Mit der WikipediaMobile-App habe ich Zugriff auf das freie Lexikon Wikipedia. Wann immer mir ein Begriff über den Weg läuft den ich nicht kenne, kann ich Ihn dort sofort nachschlagen.

Wer jederzeit Zugriff auf aktuelle Tagesnachrichten haben möchte, kann zum Beispiel die N24-App installieren.

Da gerade ein echter Facebook-Hype in Deutschland ist, möchte auf gar keinen Fall die Facebook-App vergessen zu erwähnen. Leider kann diese App nicht alles, was auf der herkömmlichen Facebook-Webseite geht. Chatten geht zum Beispiel nicht. Aber ansonsten finde ich diese App ganz gelungen.

Die Schach-Apps verblüffen mich sehr! Trotz relativ kleiner Dateigröße, haben diese solch eine Spielstärke, dass ich als Vereinsspieler der auch schon in der Landesliga gespielt hat, keine Chance habe.

Die vorinstallierte Youtube-App, mit der ich Youtube-Videos anschauen kann, findet bei mir große Begeisterung. Die Youtube-Musik-Videos demonstrieren die tolle Klangqualität meines Samsung-SmartPhones. Momentan sind meine Lieblingsvideos „Geboren um zu Leben“ von Unheilig und „Wonderful Life“ von der Gruppe Hurts.

Die installierten Bibel-Apps begeistern mich ebenso. Es ist absolut faszinierend, dass man mit diesen Apps Zugriff auf die ganze Bibel hat und sogar zwischen mehreren Übersetzungen wählen kann.

Nun hoffe ich, dass ich einen guten Überblick gegeben habe über die Möglichkeiten eines Smartphones. Selbstverständlich ist es wichtig, dieses tolle Gerät sinnvoll einzusetzen.

Man kann sehr viel Zeit mit so einem Smartphone verbringen und das birgt die Gefahr, dass man statt mit Menschen nur noch mit dem Smartphone „spricht“! Das sollte selbstverständlich nicht so sein. Ein Smartphone ist ein technisches Gerät, ein Hilfsmittel und kann keine Freunde ersetzen!

Wer braucht nun solch ein Smartphone? Mit Sicherheit ist es in erster Linie für Geschäftsleute und Menschen die beruflich sich mit Informatik (Programmierer, Webdesigner, Suchmaschinenoptimierer usw. ) beschäftigen. Aber auch andere Personengruppen sollten zumindest über eine Anschaffung nachdenken.

Für mich als Mensch mit Behinderung bedeutet dieses Smartphone ein hohes Maß an Flexibilität. Ein Telefon mit Navigationssystem, Mail-Möglichkeit und surfen im Internet ist einfach fantastisch! Durch die relativ kleine Größe kann ich es überall mitnehmen und es ist nicht so sperrig wie mein Laptop. Ich muss auch nicht auf einem unbequemen Bürostuhl sitzen um es zu bedienen, sondern kann mir es im Sessel, Sofa oder auch im Bett bequem machen. Obwohl ich dieses Smartphone erst 4-5 Wochen habe, würde ich es nie wieder hergeben!

Was ist die „Web Accessibility Initiative“ (WAI)?

Es gibt einige Begriffe die im Zusammenhang mit Barrierefreies Internet immer wieder vorkommen. Hier möchte ich erläutern, was sich hinter den Begriff „Web Accessibility Initiative“ verbirgt.

Die Web Accessibility Initiative(WAI) ist eine Arbeitsgruppe der W3C , die sich mit dem barrierefreien Zugang zum Internet beschäftigt. Die W3C ist das World Wide Web Consortium-Gremium, welches sich um die Standardisierung des World Wide Web(=Internet) kümmert.

Das Ziel der WAI (Web Accessibility Initiative) ist es, das Internet möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen sind auch eine Zielgruppe der WAI (Web Accessibility Initiative).

Die „Web Content Accessibility Guidelines 1.0“ (WCAG 1.0) beinhalten Anforderungen an die Webseitenprogrammierung als auch an Inhaltsarchitekturen, Layout-Grundlagen und Technik-Verwendung. Sie wurden von der Web Accessibility Initiative veröffentlicht.

Die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) in Deutschland, baut auf die Web Content Accessibility Guidelines 1.0 auf.

Warum gibt es Behindertenparkplätze?

Behindertenparkplätze sind breiter als andere Parkplätze. Oft parken deswegen große Autos wie Mercedes und BMW auf Behindertenparkplätze, aber warum sind Behindertenparkplätze so breit und warum gibt es sie überhaupt …

Als Mensch mit Behinderung ärgere ich mich oft, wenn ich einen Parkplatz suche und die Behindertenparkplätze sind belegt. Oft sind es große Autos die auf Behindertenparkplätze parken, weil sie wohl denken, dass Behindertenparkplätze für große Autos gemacht wurden. Das stimmt leider nicht!

Behindertenparkplätze sind für Menschen mit Behinderung. Wer hätte es gedacht, lach!

Rollstuhlfahrer aber auch Menschen mit einer Gehbehinderung benötigen zum aus-und einsteigen mehr Platz als Menschen ohne Behinderung. Beim Rollstuhlfahrer muss links neben dem Auto soviel Platz sein, dass er die Fahrertür ganz auf machen kann und der Rollstuhl neben das Auto passt. Menschen mit einer Gehbehinderung sind in der Bewegung der Beine oft eingeschränkt und müssen deswegen auch die Fahrertür ganz aufmachen beim ein-und aussteigen. Deswegen benötigen auch Sie mehr Platz und somit einen Behindertenparkplatz.

Viele Einkaufsläden habe Behindertenparkplätze sehr nahe am Eingang. Das ist sehr sinnvoll, weil das tragen von schweren Einkaufstüten ist für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung sehr anstrengend. Als Gehbehinderter hat man oft noch eine Muskel bedingte Gleichgewichtsstörung die das tragen von schweren Einkaufstaschen sehr schwierig macht.

Im Winter kommt dann noch Schnee und eventuell Glatteis dazu, was das Laufen für Gehbehinderte noch schwerer macht. Da ist jeder Meter der nicht gelaufen werden muss eine echte Wohltat.

Deswegen ist es sehr ärgerlich, wenn Behindertenparkplätze von Menschen ohne Behinderung belegt werden. Inzwischen habe ich für mich eine Lösung gefunden, was ich mache, wenn ich keinen Behindertenparkplatz bekomme. Ich suche mir zwei freie Parkplätze die nebeneinander sind und parke auf dem weisen Strich, also auf zwei Parkplätze. Somit habe ich genügend Platz zum ein-und aussteigen und muss mich nicht groß aufregen.

Witzig ist, dass es dann Autofahrer gibt, die keine Behinderung haben, und das belegen von zwei Parkplätzen so cool finden, dass sie es nachmachen 🙂

Sehe ich oft, wenn ich das beim Real in Reutlingen-Betzingen mache.

Ich hoffe, dass dieser Artikel hilft, dass Parkverhalten von Menschen ohne Behinderung zu verändern.

Die Sache mit dem Kündigungsschutz wegen Behinderung

Viele Arbeitgeber stellen keine Menschen mit Behinderung ein, weil sie glauben, dass Menschen mit Behinderung unkündbar sind. Aber ist das wirklich so … ?

Wer glaubt, dass Menschen mit Behinderung unkündbar sind, der irrt gewaltig. Ich möchte hier mit diesem Artikel ein für alle mal, mit diesem Märchen aufräumen!

In den §§ 85 – 92 SGB IX ist der behinderungsbedingte Kündigungsschutz geregelt. Er ist ein Kernstück des Schwerbehindertenrechts (Teil 2 SGB IX). Diesen besonderen Kündigungsschutz haben Menschen die schwer behindert sind. Die schwere einer Behinderung wird durch den Grad der Behinderung(GdB) festgelegt. Schwerbehindert ist man ab GdB 50.

Den besonderen Kündigungsschutz genießen daneben auch Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 30, die nach § 2 Abs. 3 SGB IX einem schwerbehinderten Menschen von der Agentur für Arbeit gleichgestellt wurden.

Der Kündigungsschutz bedeutet nicht, dass ein schwer behinderter Mensch unkündbar ist. Der Kündigungsschutz bedeutet, dass der Arbeitgeber, bevor er einen schwerbehinderten Menschen kündigt, die Zustimmung des Integrationsamtes (§ 85 SGB IX) benötigt.

Die erforderliche Zustimmung ist der wesentliche Inhalt des besonderen Kündigungsschutzes. Erst wenn das Integrationsamt der Kündigung zugestimmt hat, kann der Arbeitgeber den schwerbehinderten Menschen kündigen. Eine Kündigung ohne Zustimmung des Integrationsamtes ist unwirksam.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es alles andere als unmöglich ist, eine Zustimmung für eine Kündigung eines schwerbehinderten Menschen zu bekommen.

Das Märchen, dass behinderte Menschen unkündbar sind stimmt einfach nicht !!!

Folgender Link Kündigungsschutz von Menschen mit Behinderung erklärt das Kündigungsverfahren ganz detailliert.

Letzte Woche kam bei Kontraste ein guter Beitrag zum Thema Kündigungsschutz und Behinderung. Hier der Link:

Trotz Fachkräftemangel – Hochqualifizierte Behinderte oft chancenlos

Wann ist eine Webseite / Internetseite barrierefrei? (BITV 1.0)

Heute schauen wir uns an, welche Kriterien erfüllt werden sein müssen, damit man von einer barrierefreien Webseite / Internetseite sprechen kann. Mit Sicherheit lassen sich nicht alle Kriterien zu 100% umsetzen. Es geht aber bei diesem Thema auch nicht um das sture Umsetzen von irgendwelchen Richtlinien, sondern es geht darum, ein Bewusstsein zu schaffen, dass es Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen gibt, die beim Wahrnehmen / Lesen einer Webseite auf Barrieren (=Hindernisse) stoßen.

Im folgenden Liste ich die Punkte der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung(=BITV) auf, die für die Umsetzung von Barrierefreiheit auf Webseiten wichtig sind.

Die Bedingungen sind in zwei Priorität-Stufen gegliedert. Eine Webseite ist erst dann Barrierefrei, wenn alle Priorität-Stufen erfüllt sind.

 

Übersicht der Anforderungen für barrierefreies Webdesign auf der BITV

 


Textäguivalente und -alternativen ( Anforderung 1 )
Für jeden Audio- oder visuellen Inhalt sind geeignete äquivalente Inhalte bereitzustellen, die den gleichen Zweck oder die gleiche Funktion wie der originäre Inhalt erfüllen.

Priorität I
Bedingung 1.1
Für jedes Nicht-Text-Element ist ein äquivalenter Text bereitzustellen. Dies gilt insbesondere für: Bilder, graphisch dargestellten Text einschließlich Symbolen, Regionen von Imagemaps, Animationen (z.B. animierte GIFs), Applets und programmierte Objekte, Zeichnungen, die auf der Verwendung von Zeichen und Symbolen des ASCII-Codes basieren (ASCII-Zeichnungen), Frames, Scripts, Bilder, die als Punkte in Listen verwendet werden, Platzhalter-Graphiken, graphische Buttons, Töne (abgespielt mit oder ohne Einwirkung des Benutzers), Audio-Dateien, die für sich allein stehen, Tonspuren von Videos und Videos.

Bedingung 1.2
Für jede aktive Region einer serverseitigen Imagemap sind redundante Texthyperlinks bereitzustellen.

Bedingung 1.3
Für Multimedia-Präsentationen ist eine Audio-Beschreibung der wichtigen Informationen der Videospur bereitzustellen.

Bedingung 1.4
Für jede zeitgesteuerte Multimedia-Präsentation (insbesondere Film oder Animation) sind äquivalente Alternativen (z.B. Untertitel oder Audiobeschreibungen der Videospur) mit der Präsentation zu synchronisieren.

Priorität II
Bedingung 1.5
Für jede aktive Region einer clientseitigen Imagemap sind redundante Texthyperlinks bereitzustellen.


Farben und Kontraste ( Anforderung 2 )
Texte und Graphiken müssen auch dann verständlich sein, wenn diese ohne Farbe betrachtet werden.

Priorität I
Bedingung 2.1
Alle mit Farbe dargestellten Informationen müssen auch ohne Farbe verfügbar sein, z.B. durch den Kontext oder die hierfür vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache.

Bedingung 2.2
Bilder sind so zu gestalten, dass die Kombinationen aus Vordergrund- und Hintergrundfarbe auf einem Schwarz-Weiß-Bildschirm und bei der Betrachtung durch Menschen mit Farbfehlsichtigkeiten ausreichend kontrastieren.

Priorität II
Bedingung 2.3
Texte sind so zu gestalten, dass die Kombinationen aus Vordergrund- und Hintergrundfarbe auf einem Schwarz-Weiß-Bildschirm und bei der Betrachtung durch Menschen mit Farbfehlsichtigkeiten ausreichend kontrastieren.


Trennung von Inhalt und Layout ( Anforderung 3 )
Markup-Sprachen (insbesondere HTML) und Stylesheets (CSS) sind entsprechend ihrer Spezifikationen und formalen Definitionen zu verwenden.

Priorität I
Bedingung 3.1
Soweit eine angemessene Markup-Sprache existiert, ist diese anstelle von Bildern zu verwenden, um Informationen darzustellen.

Bedingung 3.2
Mittels Markup-Sprachen geschaffene Dokumente sind so zu erstellen und zu deklarieren, dass sie gegen veröffentlichte formale Grammatiken validieren.

Bedingung 3.3
Es sind Stylesheets zu verwenden, um die Text- und Bildgestaltung sowie die Präsentation von mittels Markup-Sprachen geschaffener Dokumente zu beeinflussen.

Bedingung 3.4
Es sind relative anstelle von absoluten Einheiten in den Attributwerten der verwendeten Markup-Sprache und den Stylesheet-Property-Werten zu verwenden.

Bedingung 3.5
Zur Darstellung der Struktur von mittels Markup-Sprachen geschaffener Dokumente sind Überschriften-Elemente zu verwenden.

Bedingung 3.6
Zur Darstellung von Listen und Listenelementen sind die hierfür vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache zu verwenden.

Bedingung 3.7
Zitate sind mittels der hierfür vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache zu kennzeichnen.


Sprachliche Besonderheiten ( Anforderung 4 )
Sprachliche Besonderheiten wie Wechsel der Sprache oder Abkürzungen sind erkennbar zu machen.

Priorität I
Bedingung 4.1
Wechsel und Änderungen der vorherrschend verwendeten natürlichen Sprache sind kenntlich zu machen.

Priorität II
Bedingung 4.2
Abkürzungen und Akronyme sind an der Stelle ihres ersten Auftretens im Inhalt zu erläutern und durch die hierfür vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache kenntlich zu machen.

Bedingung 4.3
Die vorherrschend verwendete natürliche Sprache ist durch die hierfür vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache kenntlich zu machen.


Tabellen ( Anforderung 5 )
Tabellen sind mittels der vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache zu beschreiben und in der Regel nur zur Darstellung tabellarischer Daten zu verwenden.

Priorität I
Bedingung 5.1
In Tabellen, die tabellarische Daten darstellen, sind die Zeilen- und Spaltenüberschriften mittels der vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache zu kennzeichnen.

Bedingung 5.2
Soweit Tabellen, die tabellarische Daten darstellen, zwei oder mehr Ebenen von Zeilen- und Spaltenüberschriften aufweisen, sind mittels der vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache Datenzellen und Überschriftenzellen einander zuzuordnen.

Bedingung 5.3
Tabellen sind nicht für die Text- und Bildgestaltung zu verwenden, soweit sie nicht auch in linearisierter Form dargestellt werden können.

Bedingung 5.4
Soweit Tabellen zur Text- und Bildgestaltung genutzt werden, sind keine der Strukturierung dienenden Elemente der verwendeten Markup-Sprache zur visuellen Formatierung zu verwenden.

Priorität II
Bedingung 5.5
Für Tabellen sind unter Verwendung der hierfür vorgesehenen Elemente der genutzten Markup-Sprache Zusammenfassungen bereitzustellen.

Bedingung 5.6
Für Überschriftenzellen sind unter Verwendung der hierfür vorgesehenen Elemente der genutzten Markup-Sprache Abkürzungen bereitzustellen.


Allgemeine Rückwärtskompatibilität ( Anforderung 6 )
Internetangebote müssen auch dann nutzbar sein, wenn der verwendete Benutzeragent neuere Technologien nicht unterstützt oder diese deaktiviert sind.

Priorität I
Bedingung 6.1
Es muss sichergestellt sein, dass mittels Markup-Sprachen geschaffene Dokumente verwendbar sind, wenn die zugeordneten Stylesheets deaktiviert sind.

Bedingung 6.2
Es muss sichergestellt sein, dass Äquivalente für dynamischen Inhalt aktualisiert werden, wenn sich der dynamische Inhalt ändert.

Bedingung 6.3
Es muss sichergestellt sein, dass mittels Markup-Sprachen geschaffene Dokumente verwendbar sind, wenn scripts, Applets oder andere programmierte Objekte deaktiviert sind.

Bedingung 6.4
Es muss sichergestellt sein, dass die Eingabebehandlung von scripts, Applets oder anderen programmierten Objekten vom Eingabegerät unabhängig ist.

Bedingung 6.5
Dynamische Inhalte müssen zugänglich sein. Insoweit dies nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand zu realisieren ist, sind gleichwertige alternative Angebote unter Verzicht auf dynamische Inhalte bereitzustellen.


Dynamische Inhalte ( Anforderung 7 )
Zeitgesteuerte Änderungen des Inhalts müssen durch die Nutzerin/den Nutzer kontrollierbar sein.

Priorität I
Bedingung 7.1
Bildschirmflackern ist zu vermeiden.

Bedingung 7.2
Blinkender Inhalt ist zu vermeiden.

Bedingung 7.3
Bewegung in mittels Markup-Sprachen geschaffener Dokumente ist entweder zu vermeiden oder es sind Mechanismen bereitzustellen, die der Nutzerin, dem Nutzer das Einfrieren der Bewegung oder die Änderung des Inhalts ermöglichen.

Bedingung 7.4
Automatische periodische Aktualisierungen in mittels Markup-Sprachen geschaffener Dokumente sind zu vermeiden.

Bedingung 7.5
Die Verwendung von Elementen der Markup-Sprache zur automatischen Weiterleitung ist zu vermeiden. Insofern auf eine automatische Weiterleitung nicht verzichtet werden kann, ist der Server entsprechend zu konfigurieren.


Benutzerschnittstellen ( Anforderung 8 )
Die direkte Zugänglichkeit der in Internetangeboten eingebetteten Benutzerschnittstellen ist sicherzustellen.

Priorität I
Bedingung 8.1
Programmierte Elemente (insbesondere scripts und Applets) sind so zu gestalten, dass sie entweder direkt zugänglich oder kompatibel mit assistiven Technologien sind.


Geräte-Unabhängigkeit ( Anforderung 9 )
Internetangebote sind so zu gestalten, dass Funktionen unabhängig vom Eingabegerät oder Ausgabegerät nutzbar sind.

Priorität I
Bedingung 9.1
Es sind clientseitige Imagemaps bereitzustellen, es sei denn die Regionen können mit den verfügbaren geometrischen Formen nicht definiert werden.

Bedingung 9.2
Jedes über eine eigene Schnittstelle verfügende Element muss in geräteunabhängiger Weise bedient werden können.

Bedingung 9.3
In Scripts sind logische anstelle von geräteabhängigen Event-Handlern zu spezifizieren.

Priorität II
Bedingung 9.4
Es ist eine mit der Tabulatortaste navigierbare, nachvollziehbare und schlüssige Reihenfolge von Hyperlinks, Formularkontrollelementen und Objekten festzulegen.

Bedingung 9.5
Es sind Tastaturkurzbefehle für Hyperlinks, die für das Verständnis des Angebots von entscheidender Bedeutung sind (einschließlich solcher in clientseitigen Imagemaps), Formularkontrollelemente und Gruppen von Formularkontrollelementen bereitzustellen.


Kompatibilität mit Hilfsmitteln ( Anforderung 10 )
Die Verwendbarkeit von nicht mehr dem jeweils aktuellen Stand der Technik entsprechenden assistiven Technologien und Browsern ist sicherzustellen, soweit der hiermit verbundene Aufwand nicht unverhältnismäßig ist.

Priorität I
Bedingung 10.1
Das Erscheinenlassen von Pop-Ups oder anderen Fenstern ist zu vermeiden. Die Nutzerin, der Nutzer ist über Wechsel der aktuellen Ansicht zu informieren.

Bedingung 10.2
Bei allen Formular-Kontrollelementen mit implizit zugeordneten Beschriftungen ist dafür Sorge zu tragen, dass die Beschriftungen korrekt positioniert sind.

Priorität II
Bedingung 10.3
Für alle Tabellen, die Text in parallelen Spalten mit Zeilenumbruch enthalten, ist alternativ linearer Text bereitzustellen.

Bedingung 10.4
Leere Kontrollelemente in Eingabefeldern und Textbereichen sind mit Platzhalterzeichen zu versehen.

Bedingung 10.5
Nebeneinanderliegende Hyperlinks sind durch von Leerzeichen umgebene, druckbare Zeichen zu trennen.


W3C-Technologien ( Anforderung 11 )
Die zur Erstellung des Internetangebots verwendeten Technologien sollen öffentlich zugänglich und vollständig dokumentiert sein, wie z. B. die vom World Wide Web Konsortium entwickelten Technologien.

Priorität I
Bedingung 11.1
Es sind öffentlich zugängliche und vollständig dokumentierte Technologien in ihrer jeweils aktuellen Version zu verwenden, soweit dies für die Erfüllung der angestrebten Aufgabe angemessen ist.

Bedingung 11.2
Die Verwendung von Funktionen, die durch die Herausgabe neuer Versionen überholt sind, ist zu vermeiden.

Bedingung 11.3
Soweit auch nach bestem Bemühen die Erstellung eines barrierefreien Internetangebots nicht möglich ist, ist ein alternatives, barrierefreies Angebot zur Verfügung zu stellen, das äquivalente Funktionalitäten und Informationen gleicher Aktualität enthält, soweit es die technischen Möglichkeiten zulassen. Bei Verwendung nicht barrierefreier Technologien sind diese zu ersetzen, sobald aufgrund der technologischen Entwicklung äquivalente, zugängliche Lösungen verfügbar und einsetzbar sind.

Priorität II
Bedingung 11.4
Der Nutzerin, dem Nutzer sind Informationen bereitzustellen, die es ihnen erlauben, Dokumente entsprechend ihren Vorgaben (z.B. Sprache) zu erhalten.


Kontextuelle Hilfen ( Anforderung 12 )
Der Nutzerin/dem Nutzer sind Informationen zum Kontext und zur Orientierung bereitzustellen.

Priorität I
Bedingung 12.1
Jeder Frame ist mit einem Titel zu versehen, um Navigation und Identifikation zu ermöglichen.

Bedingung 12.2
Der Zweck von Frames und ihre Beziehung zueinander ist zu beschreiben, soweit dies nicht aus den verwendeten Titeln ersichtlich ist.

Bedingung 12.3
Große Informationsblöcke sind mittels Elementen der verwendeten Markup-Sprache in leichter handhabbare Gruppen zu unterteilen.

Bedingung 12.4
Beschriftungen sind genau ihren Kontrollelementen zuzuordnen.


Navigation und Orientierung ( Anforderung 13 )
Navigationsmechanismen sind übersichtlich und schlüssig zu gestalten.

Priorität I
Bedingung 13.1
Das Ziel jedes Hyperlinks muss auf eindeutige Weise identifizierbar sein.

Bedingung 13.2
Es sind Metadaten bereitzustellen, um semantische Informationen zu Internetangeboten hinzuzufügen.

Bedingung 13.3
Es sind Informationen zur allgemeinen Anordnung und Konzeption eines Internetangebots, z.B. mittels eines Inhaltsverzeichnisses oder einer Sitemap, bereitzustellen.

Bedingung 13.4
Navigationsmechanismen müssen schlüssig und nachvollziehbar eingesetzt werden.

Priorität II
Bedingung 13.5
Es sind Navigationsleisten bereitzustellen, um den verwendeten Navigationsmechanismus hervorzuheben und einen Zugriff darauf zu ermöglichen.

Bedingung 13.6
Inhaltlich verwandte oder zusammenhängende Hyperlinks sind zu gruppieren. Die Gruppen sind eindeutig zu benennen und müssen einen Mechanismus enthalten, der das Umgehen der Gruppe ermöglicht.

Bedingung 13.7
Soweit Suchfunktionen angeboten werden, sind der Nutzerin, dem Nutzer verschiedene Arten der Suche bereitzustellen.

Bedingung 13.8
Es sind aussagekräftige Informationen am Anfang von inhaltlich zusammenhängenden Informationsblöcken (z.B. Absätzen, Listen) bereitzustellen, die eine Differenzierung ermöglichen.

Bedingung 13.9
Soweit inhaltlich zusammenhängende Dokumente getrennt angeboten werden, sind Zusammenstellungen dieser Dokumente bereitzustellen.

Bedingung 13.10
Es sind Mechanismen zum Umgehen von ASCII-Zeichnungen bereitzustellen.


Verständlichkeit
( Anforderung 14 )
Das allgemeine Verständnis der angebotenen Inhalte ist durch angemessene Maßnahmen zu fördern.

Priorität I
Bedingung 14.1
Für jegliche Inhalte ist die klarste und einfachste Sprache zu verwenden, die angemessen ist.

Priorität II
Bedingung 14.2
Text ist mit graphischen oder Audio-Präsentationen zu ergänzen, sofern dies das Verständnis der angebotenen Information fördert.

Bedingung 14.3
Der gewählte Präsentationsstil ist durchgängig beizubehalten.

Auf meiner Webseite finden Sie auch Infos zum Thema barrierefreies Webdesign

Barrierefreiheit – wer braucht das?

Barrierefreiheit – wer braucht das? Ich gehe von mir aus. Ich mache nicht gern Dinge, bei den mir nicht klar ist, warum und für wen. Bevor ich tiefer in die Materie einsteige um zu beschreiben, wie man Internetseiten bzw. Software barrierefrei macht, möchte ich hier erörtern welcher Personenkreis davon profitiert. Ich möchte hier einige Behinderungsarten kurz beschreiben und erklären, welche Probleme diese Personengruppe beim Umgang mit Software und Internetseiten haben.


Sehbehinderung
Eine Sehbehinderung kann bei der Geburt, durch eine Augenverletzung oder als Begleiterscheinung des älter werdens entstehen. In die Personengruppe „Sehbehinderung“ möchte ich auch blinde Menschen aufnehmen. Wenn man gar nichts sieht, ist das eine erhebliche Behinderung. Farbfehlsichtigkeit (z. B. Farbenblindheit) ist auch eine Einschränkung des Sehvermögens.

Blinde Menschen können mit Hilfe eine Software(=Screenreader) nur lesen, deshalb sind Bilder ohne einen Beschreibungstext nicht wahrnehmbar.

Menschen mit einem geringen Sehrest haben Probleme bei kleinen Schriften oder zu wenig Farbkontrast zwischen Schrift-und Hintergrundfarbe. Deswegen sollte die Schriftgröße oder die Farben bei Internetseiten und Software veränderbar sein.

Da Menschen mit einer Sehbehinderung und auch blinde Menschen fast nur mit der Tastatur arbeiten, sollte die Software/Webseite nicht nur mit der Maus, sondern auch per Tastatur bedienbar sein.

Werden auf einer Webseite bzw. in einer Software Videos bereitgestellt, sollte eine Zusammenfassung des Videos in Schriftform bereitgestellt werden.


Motorische Behinderung
Motorische Behinderungen sind Behinderungen bei denen ein oder mehrere Körperteile nur eingeschränkt oder gar nicht eingesetzt werden können.

Motorische Behinderungen können bei der Geburt, bei einem Unfall oder durch einen Schlaganfall entstehen. Oft hat eine Motorische Behinderung zur Konsequenz, dass nur ein Arm(oder eine Hand) zum Bedienen eines Computers/Laptops verwendet werden kann.

Die Auswirkungen können sehr unterschiedlich sein. Manche dieser Menschen arbeiten lieber mit der Maus, andere lieber mit der Tastatur. Deswegen ist es auch hier wichtig, dass die Software/Webseite mit Maus und Tastatur zu bedienen ist.

Häufig haben diese Menschen auch Probleme beim drücken von Tastenkombinationen(mehrere Tasten gleichzeitig drücken). Deswegen sollten Menü-Shortcuts (z. B. Strg+O für Datei öffnen) vom Anwender verändert werden können.


Gehörlose
Gehörlose können mitunter auch Probleme beim Sprechen haben.
Um Wörter richtig aussprechen zu können, muss man sie vorher gehört haben.
Wenn man sie nicht richtig hört, ist die korrekte Aussprache sehr schwierig.
Webseiten und Programme die bestimmte Informationen nur Akustisch wiedergeben, sind für gehörlose Menschen eine unüberbrückbare Hürde.
Deswegen sollten akustische Informationen zusätzlich in Schriftform oder in Gebärdensprache bereit gestellt werden.


Lernbehinderungen
Menschen mit Lernbehinderung sind nicht „dumm“. Lernbehinderung bedeutet nicht, dass jemand gar nichts weiß, sondern dass jemand vielleicht etwas länger braucht bis zum Lernziel oder dass eine gewisse Präsentationsweise des zu lernenden Stoffes angewandt werden muss, damit dass Lernziel erreicht wird.

Menschen mit Lernbehinderungen brauchen einfache und leicht durchschaubare Menus/Navigationen. Außerdem ist ein reichhaltiges Angebot an Hilfen (FAQ,Glossar usw.) sehr hilfreich.

Folgende Punkte sind für Texte wichtig:
-Viele Überschriften mit wichtigen Stichwörtern
-Kurze Sätze
-Texte sollten möglichst kurz sein
-Beschränkung auf das Wesentliche


Menschen im fortgeschrittenen Alter
Es hat sich in unserer Gesellschaft so manch Begriff verbreitet, mit dem ich nicht glücklich bin. Zum Beispiel die Personengruppe „50+“. Ich habe ganz bewusst, diesen Begriff nicht in die Überschrift genommen, weil ich nicht glaube, dass alle Menschen über 50 die selben Alterserscheinungen haben. Deswegen schreibe ich „Menschen im fortgeschrittenen Alter“, da kann jeder selbst entscheiden, ob er dazugehört oder nicht!

Die Zahl der Menschen im fortgeschrittenen Alter die sich im Internet tummeln, ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Diese Menschen brauchen klar strukturierte Internetseiten, ausreichenden Farbkontrast und veränderbare Schriftgrößen.

Barrierefreiheit wird im englischen Accessibiliy genannt. Im Artikel Was bedeutet Accessibility? können Sie mehr darüber lesen.

Diese Personengruppen profitieren alle von barrierefreien Internetseiten und Software.

Gerne dürfen Sie auch meine Webseite besuchen:

Marlem-Software – Barrierefreiheit

Was ist eine „barrierefreie Software“?

Eine Barriere ist ein Hindernis. Für Menschen mit Behinderung und auch für ältere Menschen, kann es beim bedienen von Software Barrieren, sprich Hindernisse geben.

Ich möchte mal ein paar Beispiele für Barrieren nennen:

Eine Software die nur mit der Maus, nicht aber mit der Tastatur bedienbar ist, ist für blinde und sehbehinderte Menschen gar nicht zu bedienen, weil man mit einem Sehproblem, nicht wahrnehmen kann, wo sich gerade der Mauszeiger befindet.

Eine Software, die keine Menüs hat sondern nur Schalter mit Bildern ohne Beschreibungstext, ist für blinde Menschen nicht zu bedienen, weil der Screenreader(eine Software die dem blinden den Bildschirminhalt „vor liest“) nur lesen, aber nicht sehen kann.

Eine Software die Fehlermeldungen nur Akustisch übermittelt, aber keine Meldung auf dem Bildschirm bringt, ist für gehörlose Menschen nicht zu bedienen.

Eine Software die viele Funktionen mit Tastenkombinationen belegt hat, bei den man 2-3 Tasten gleichzeitig drücken muss, ist für Menschen die behinderungsbedingt nur mit einer Hand tippen können ebenfalls nicht zu bedienen!

Eine Software, die zwischen Schrift-und Hintergrundfarbe zu wenig Kontrast hat, ist für Menschen mit einer Farbenfehlsichtigkeit nicht zu bedienen.

Dies alles können Barrieren bei einer Software für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen sein.

Eine barrierefreie Software nimmt auf diese ganzen Einschränkungen Rücksicht und ist so individuell anpassbar, dass jeder Mensch sie bedienen kann. In der englischsprachigen Literatur findet man das Wort „Accessibility“ statt Barrierefreiheit.
Im Artikel Was bedeutet Accessibility? können Sie mehr darüber lesen.

Wenn Sie eine barrierefreie Software benötigen, dürfen Sie gerne meine Webseite besuchen.
Barrierefreie Software