Stille Unterhaltung – Apps für Gehörlose

In diesem Blogartikel geht es um Apps für Gehörlose und Schwerhörige.

Welche Personengruppe benötigt solche Apps?

Die vorgestellten Apps sind für Gehörlose und Schwerhörige Menschen. Menschen die von Geburt an Gehörlos sind haben Probleme Lesen und Schreiben zu lernen. Das Hören ist für das erlernen von Lesen und Schreiben sehr wichtig. Deswegen verwenden Gehörlose und Schwerhörige ganz oft die Gebärdensprache zur Kommunikation. In diesem Blogartikel werden Apps vorgestellt die Gehörlosen helfen mit Hörenden zu kommunizieren und Hörenden helfen mit Gehörlosen zu Kommunizieren.
Damit die Sache nicht ganz so kompliziert wird: Grundsätzlich ist schreiben eine mögliche Form der Kommunikation. Das kann über einen Chat oder über die bekannte App WhatsApp Messenger für Android  und WhatsApp Messenger für IOS  erfolgen.
Die hier aufgeführten Apps sind jedoch für bestimmte Situationen besser geeignet.

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Barrierefreie Software-Entwicklung: Wie kann eine Software für Gehörlose barrierefrei gemacht werden?

Im Blogartikel „Accessibility – Barrierefreie Software-Entwicklung: Gehörlose“ habe ich erklärt, welche Probleme gehörlose Menschen bei der Bedienung von Software haben. In diesem Blogartikel erfahren Sie wie Software entwickelt werden kann, damit gehörlose Menschen keine Probleme bei der Bedienung von Software haben.

Wie im obigen Artikel schon erwähnt, haben Gehörlose wenig Probleme beim bedienen von Software. Grundsätzlich geht es darum, dass Sie in Ihrer Software keine Informationen nur akustisch verfügbar ist.

Nehmen wie nochmal das Beispiel des Mail-Programmes. Wenn ein Mail-Programm eingehende Mails ankündigt mit „Sie haben Post!“ ist das für Menschen die hören können eine tolle Sache. Für Gehörlose ist es eine Katastrophe, weil Sie keine Chance h aben, diese Information zu erhalten. Das ist der Grund warum alle Mailprogramme eingegangene, ungelesene Mails fettgedruckt darstellen. Dies können Gehörlose sehen!

Anderes Beispiel. Sie geben sich richtig Mühe mit Ihrer Programmhilfe und drehen Videos die zeigen wie bestimmte Programmfunktionen ausgeführt werden. Die meisten Lernvideos haben dann auch noch eine Stimme, die das gezeigte kommentiert. Diese Stimme hören Gehörlose nicht! Deswegen sollten Sie unter der Videoanzeige den Inhalt des Videos schriftlich zusammenfassen oder den gesprochenen Text im Video 1 zu 1 schriftlich wiedergeben. Eine andere Idee ist, dass Sie im Video einen kleines Fenster integrieren, in welchem eine Person den gesprochenen Text in Gebärdensprache darstellt.

Selbstverständlich ist es, aber ich erwähne es der Vollständigkeit halber trotzdem, dass Gehörlose keinen MP3-Player verwenden. Also sich die Mühe machen, einen MP3-Player zu entwickeln, der mp3-Dateien in Schriftform konvertiert ist nicht wirklich sinnvoll!
Es gibt also eine bestimmte Art von Software, bei der es sich nicht lohnt über Barrierefreiheit für Gehörlose nachzudenken.

Barrierefreie Software-Entwicklung: Gehörlose

In diesem Blogartikel erfahren Sie die Definition von Gehörlosigkeit und welche Probleme gehörlose Menschen bei der Bedienung von Software haben.

Gehörlosigkeit wird in der Medizin als Taubheit bezeichnet. Gehörlosigkeit ist eine Behinderung. Gehörlosigkeit kann angeboren oder erworben sein. Die erworbene Taubheit kann durch Scharlach, Masern, Tuberkulose oder Mittelohr-Erkrankungen entstehen.

Die angeborene Taubheit kann vor der Geburt durch Röteln, Vererbung oder Syndrome entstehen. Gehörlose haben oft Schwierigkeiten beim Sprechen, weil Sie ja nicht hören können, wie geschriebene Wörter gesprochen werden. Deswegen verwenden sie zur Kommunikation die Gebärdensprache. Die Gebärdensprache ist eine Visuelle Sprache. Die Gebärdensprache besteht aus Zeichenkombinationen die mit Händen, Mimik und Mund gebildet werden.

Bei der Bedienung von Software haben gehörlose Menschen wenig Probleme. Da Menüs und Schalter Visuelle Elemente sind, gibt es hier keine großen Probleme.

Kennen Sie die Fernsehwerbung in der das Mail-Programm spricht „Sie haben Post!“?
Angenommen, das Mail-Programm würde nur sprechen und würde neue Mails nicht visuell hervorheben, z. B. Durch Fettdruck, dann hätten Gehörlose ein Problem zu erkennen, welche Mails Sie noch nicht gelesen haben. Eine Hilfe, in einer Software, welche auf Videos mit Ton basiert, ist für gehörlose Menschen ebenso nicht zugänglich.

Also überall da, wo innerhalb einer Software bestimmte Informationen nur per Audio zur Verfügung stehen, haben gehörlose Menschen ein Problem.

Wie die Probleme von Gehörlosen Menschen bei der Software-Entwicklung gelöst werden können, erfahren Sie im Artikel „Wie kann eine Software für Gehörlose barrierefrei gemacht werden?

Barrierefreiheit – wer braucht das?

Barrierefreiheit – wer braucht das? Ich gehe von mir aus. Ich mache nicht gern Dinge, bei den mir nicht klar ist, warum und für wen. Bevor ich tiefer in die Materie einsteige um zu beschreiben, wie man Internetseiten bzw. Software barrierefrei macht, möchte ich hier erörtern welcher Personenkreis davon profitiert. Ich möchte hier einige Behinderungsarten kurz beschreiben und erklären, welche Probleme diese Personengruppe beim Umgang mit Software und Internetseiten haben.


Sehbehinderung
Eine Sehbehinderung kann bei der Geburt, durch eine Augenverletzung oder als Begleiterscheinung des älter werdens entstehen. In die Personengruppe „Sehbehinderung“ möchte ich auch blinde Menschen aufnehmen. Wenn man gar nichts sieht, ist das eine erhebliche Behinderung. Farbfehlsichtigkeit (z. B. Farbenblindheit) ist auch eine Einschränkung des Sehvermögens.

Blinde Menschen können mit Hilfe eine Software(=Screenreader) nur lesen, deshalb sind Bilder ohne einen Beschreibungstext nicht wahrnehmbar.

Menschen mit einem geringen Sehrest haben Probleme bei kleinen Schriften oder zu wenig Farbkontrast zwischen Schrift-und Hintergrundfarbe. Deswegen sollte die Schriftgröße oder die Farben bei Internetseiten und Software veränderbar sein.

Da Menschen mit einer Sehbehinderung und auch blinde Menschen fast nur mit der Tastatur arbeiten, sollte die Software/Webseite nicht nur mit der Maus, sondern auch per Tastatur bedienbar sein.

Werden auf einer Webseite bzw. in einer Software Videos bereitgestellt, sollte eine Zusammenfassung des Videos in Schriftform bereitgestellt werden.


Motorische Behinderung
Motorische Behinderungen sind Behinderungen bei denen ein oder mehrere Körperteile nur eingeschränkt oder gar nicht eingesetzt werden können.

Motorische Behinderungen können bei der Geburt, bei einem Unfall oder durch einen Schlaganfall entstehen. Oft hat eine Motorische Behinderung zur Konsequenz, dass nur ein Arm(oder eine Hand) zum Bedienen eines Computers/Laptops verwendet werden kann.

Die Auswirkungen können sehr unterschiedlich sein. Manche dieser Menschen arbeiten lieber mit der Maus, andere lieber mit der Tastatur. Deswegen ist es auch hier wichtig, dass die Software/Webseite mit Maus und Tastatur zu bedienen ist.

Häufig haben diese Menschen auch Probleme beim drücken von Tastenkombinationen(mehrere Tasten gleichzeitig drücken). Deswegen sollten Menü-Shortcuts (z. B. Strg+O für Datei öffnen) vom Anwender verändert werden können.


Gehörlose
Gehörlose können mitunter auch Probleme beim Sprechen haben.
Um Wörter richtig aussprechen zu können, muss man sie vorher gehört haben.
Wenn man sie nicht richtig hört, ist die korrekte Aussprache sehr schwierig.
Webseiten und Programme die bestimmte Informationen nur Akustisch wiedergeben, sind für gehörlose Menschen eine unüberbrückbare Hürde.
Deswegen sollten akustische Informationen zusätzlich in Schriftform oder in Gebärdensprache bereit gestellt werden.


Lernbehinderungen
Menschen mit Lernbehinderung sind nicht „dumm“. Lernbehinderung bedeutet nicht, dass jemand gar nichts weiß, sondern dass jemand vielleicht etwas länger braucht bis zum Lernziel oder dass eine gewisse Präsentationsweise des zu lernenden Stoffes angewandt werden muss, damit dass Lernziel erreicht wird.

Menschen mit Lernbehinderungen brauchen einfache und leicht durchschaubare Menus/Navigationen. Außerdem ist ein reichhaltiges Angebot an Hilfen (FAQ,Glossar usw.) sehr hilfreich.

Folgende Punkte sind für Texte wichtig:
-Viele Überschriften mit wichtigen Stichwörtern
-Kurze Sätze
-Texte sollten möglichst kurz sein
-Beschränkung auf das Wesentliche


Menschen im fortgeschrittenen Alter
Es hat sich in unserer Gesellschaft so manch Begriff verbreitet, mit dem ich nicht glücklich bin. Zum Beispiel die Personengruppe „50+“. Ich habe ganz bewusst, diesen Begriff nicht in die Überschrift genommen, weil ich nicht glaube, dass alle Menschen über 50 die selben Alterserscheinungen haben. Deswegen schreibe ich „Menschen im fortgeschrittenen Alter“, da kann jeder selbst entscheiden, ob er dazugehört oder nicht!

Die Zahl der Menschen im fortgeschrittenen Alter die sich im Internet tummeln, ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Diese Menschen brauchen klar strukturierte Internetseiten, ausreichenden Farbkontrast und veränderbare Schriftgrößen.

Barrierefreiheit wird im englischen Accessibiliy genannt. Im Artikel Was bedeutet Accessibility? können Sie mehr darüber lesen.

Diese Personengruppen profitieren alle von barrierefreien Internetseiten und Software.

Gerne dürfen Sie auch meine Webseite besuchen:

Marlem-Software – Barrierefreiheit