Was ist Usability / Benutzerfreundlichkeit?

In diesem Blogartikel erkläre ich, was Usability bzw. Benutzerfreundlichkeit in der Informatik bedeutet.

Usability ist Englisch und heißt auf Deutsch Benutzerfreundlichkeit.
Für alle die lieber ein Video anschauen als Lesen gibt es jetzt ein Youtube-Video:

Beim Suchen im Internet nach einer präzisen Definition von Usability / Benutzerfreundlichkeit war ich etwas geschockt. Entweder sind die Definitionen sehr allgemein oder sie sind so abstrakt, dass sie nur von Experten verstanden werden können.

Die offizielle Definition nach ISO 9241-11 lautet:
Die ISO 9241 beschreibt Usability als das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Anwendungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.

Quelle: www.usability.de

Eine andere Definition ist:
Usability ist die Gebrauchstauglichkeit oder Benutzerfreundlichkeit. Es geht darum ob der Gebrauch oder die Benutzung des Systems so ist das ich meine Aufgabe mit möglichst wenig Aufwand erreichen kann.

Also versuche ich hier mal eine eigene Definition zu „stricken“ die „Benutzerfreundlich“ ist:

Usability / Benutzerfreundlichkeit bedeutet, dass eine Webseite oder eine Software, für Menschen einfach und intuitiv zu bedienen ist und Texte einfach und verständlich geschrieben sind.

Ich möchte es nochmal anders formulieren:
Usability / Benutzerfreundlichkeit bedeuet, dass Webseiten und Software „menschenfreundlich“ gestaltet sind. Dies gilt jedoch auch für jedes andere Produkt.

Wichtige Begriffe für die Usability / Benutzerfreundlichkeit

In diesem Abschnitt möchte ich Begriffe erklären, die Sie kennen sollten, wenn Sie sich mit Usability beschäftigen. Diese Aufstellung ist selbstverständlich nicht vollständig.

Benutzer oder Anwender

Ein Benutzer oder ein Anwender ist eine Person, die mit einer Software oder Webseite arbeiten (diese benutzen). Hier ist auch der englische Begriff User sehr häufig zu finden.

System

Ein System kann eine Webseite, eine Software, ein Smartphone, ein iPhone oder ein iPad sein. Wie Sie sehen, beschränkt sich die Definition nicht auf eine Website, sondern schließt mit einem iPhone beispielsweise auch ein Produkt ein.

Das Ipad als "System".
Das Ipad als „System“.

User Experience = Benutzererfahrungen

User Experience ist das ganze Erlebnis, das der Nutzer beim Umgang mit dem System/Produkt hat. Beginnend mit seinen Erwartungen, der eigentlichen Interaktion und seinem Gefühl, was am Ende bleibt.

Nutzungskontext

Beim Nutzungskontext geht es um den Benutzer / Anwender. Es werden Erwartungen, Bedürfnisse, Vorkenntnisse, Arbeitsaufgaben und Arbeitsmittel des Benutzers analysiert.

Der Nutzungskontext hängt ab von den

  • Benutzern
  • Zielen
  • Arbeitsaufgaben
  • Arbeitsmitteln (Hardware, Software, Materialien)
  • der physischen und sozialen Umgebung

Effektivität

Die Genauigkeit und Vollständigkeit, mit der User ein bestimmtes Ziel erreichen. (ISO 9241-11) Das heißt, die vorliegenden Aufgaben sind mit einem System (Webseite oder Software) möglichst vollständig und korrekt zu erfüllen.

Effizienz

Der im Verhältnis zur Genauigkeit und Vollständigkeit eingesetzte Aufwand, mit dem Benutzer ein bestimmtes Ziel erreichen.“ (ISO 9241-11) Das heißt, der User muss mit der vorhandenen Systemfunktionalität (Funktionalität der Webseite oder Software) die anstehenden Aufgaben zuverlässig mit möglichst wenig Aufwand lösen können. Die Effizienz steht im Verhältnis zur Effektivität. Gemessen werden kann dies anhand der Zeit, die ein User braucht, um eine Aufgabe zu erfüllen.

Zufriedenstellung

„Freiheit von Beeinträchtigung und positive Einstellung gegenüber der Nutzung des Produkts.“ (ISO 9241-11)
Dieses Kriterium beschreibt die Zufriedenheit der Benutzer bei der Nutzung eines interaktiven Systems (Webseite oder Software). Es handelt sich hierbei um ein eher subjektives Kriterium im Bereich der Usability, welches dennoch näher gemessen werden kann anhand von:

  • Verhältnis von positiven zu negativen Kommentaren während der Programmbenutzung / Webseitenbenutzung
  • Häufigkeit des Produktverkaufs
  • Häufigkeit von Beschwerden

Prinzipien der Usability

Ein Dialog ist eine bestimmte Form eines Programmfensters. Ich erkläre anhand der Gestaltung eines Dialoges die Usability-Prinzpien der ISO 9241.

Aufgabenangemessenheit

Ein Dialog ist aufgabenangemessen, wenn er den User unterstützt, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.

Selbstbeschreibungsfähigkeit

Ein Dialog ist selbstbeschreibungsfähig, wenn jeder einzelne Dialogschritt durch Rückmeldung des Dialogsystems unmittelbar verständlich ist oder dem Benutzer auf Anfrage erklärt wird. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt in Sachen Usability, den Unternehmen durch Testing erforschen sollten. Ansonsten könnten User als potenzielle Kunden schnell wieder abspringen.

Erwartungskonformität

Ein Dialog ist erwartungskonform, wenn er konsistent ist und den Merkmalen des Benutzers entspricht, z.B. den Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, der Ausbildung und der Erfahrung des Benutzers sowie den allgemein anerkannten Konventionen. Dies gilt heute auch für verschiedene Plattformen. Das Design einer Website sollte beispielsweise auch für mobile Endgeräte optimiert sein. Im Hinblick auf die Erwartungskonformität ist bei Unternehmen und Anbietern natürlich vorher auch Research gefragt – schließlich muss man die Erwartungen seiner Zielgruppe kennen, um sie erfüllen zu können.

Fehlertoleranz

Ein Dialog ist fehlertolerant, wenn das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder mit minimalem Korrekturaufwand durch den User erreicht werden kann.

Steuerbarkeit

„Ein Dialog ist steuerbar, wenn der Benutzer in der Lage ist, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.“
Websites sind für ihre Besucher fremdes Terrain. Auf fremdem Terrain fühlt sich der Mensch leicht unsicher und ist in seinen Handlungen unkoordiniert und unter Umständen ziellos. Je eher ihm die Möglichkeiten aufgezeigt werden, die ihm zur Verfügung stehen, desto früher und zielsicherer wird er agieren. Hier spielt auch Design einer Website eine wichtige Rolle – nur wenn es sich klar und gut erkennbar steuern lässt, wird bei Nutzern eine hohe Usability erreicht.

Individualisierbarkeit

er Benutzer soll die Möglichkeit haben, die Anwendung an seine Bedürfnisse anzupassen. Das Design eines Systems sollte so etwas jederzeit zulassen und möglichst viele individuelle Einstellungen gewähren – auch hier ist vor dem Launch einer Website Testing sowie Research gefragt, um die Usability und die individuellen Wünsche der Kunden bereits im Vorfeld erforschen zu können. Die Individualisierbarkeit gibt es auch im Bereich Accessibility, also Barrierefreiheit. Das kostenlose Office „LibreOffice“ ist dafür ein schönes Beispiel, wie folgender Screenshot zeigt:

Einstellungsmöglichkeiten von LibreOffice zur barrierefreien Bedienung für Menschen mit Behinderung
Einstellungsmöglichkeiten von LibreOffice zur barrierefreien Bedienung für Menschen mit Behinderung

Farben

Bei der Auswahl von Farben sind Sie gut beraten, sich zu beschränken. Je mehr Farben Sie verwenden, desto unübersichtlicher wird das gesamte Design für den Nutzer. Bei Internetseiten kann die richtige Farbwahl dafür sorgen, dass die Nutzer länger auf einer Webseite bleiben und die falsche Farbwahl, dass die Nutzer nach wenigen Sekunden wieder verschwinden.
Sie sollten auch darüber nachdenken, dass es Menschen mit Farbenfehlsichtigkeit gibt. Diese Menschen sind nicht immer in der Lage, einer Farbe den richtigen Namen zu geben. Außerdem fehlt Ihnen das Gefühl dafür, welche Farben zusammenpassen. Ebenso ist es für diese Menschen wichtig, dass Sie einen guten Farbkontrast wählen. Hierfür ist das kostenlose Tool Colour Contrast Analyser eine große Hilfe.

Hier ein Beispiel für ein Design mit gutem und eins mit schlechtem Farbkontrast:

Oben ist die Schriftfarbe gut sichtbar, weil ein guter Farbkontrast zwischen Hintergrund-und Schriftfarbe gewählt wurde unten nicht
Oben ist die Schriftfarbe gut sichtbar, weil ein guter Farbkontrast zwischen Hintergrund-und Schriftfarbe gewählt wurde unten nicht – sehr wichtig für die User experience

Lernförderlichkeit

„Ein Dialog ist lernförderlich, wenn er den Benutzer beim Erlernen des Dialogsystems unterstützt und anleitet.“
Das Maß, in dem es notwendig ist, lernförderliche Maßnahmen zu ergreifen, ist direkt abhängig von der Abweichung eines Dialogs von beim Besucher gespeicherten kognitiven Mustern. Diese basieren auf Erfahrungen mit anderen Websites und ermöglichen ihm eine Adaption seiner Kenntnisse auf neuen Websites. Auch hier gehören Research (Befragungen potenzieller Nutzer) und Testing (Tests durch potenzielle Nutzer) zu den probaten Methoden, um die Usability zu verbessern.

Accessibility – Barrierefreiheit

Barrierefreiheit in der Informatik bedeutet, dass Webseiten, Programme und Betriebssysteme so gestaltet sind, dass sie von allen Menschen, auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen, bedient werden können. Auch hier sollte die User Experience im Mittelpunkt stehen.
Barrierefreiheit heißt auf Englisch Accessibility.
Was Barrierefreiheit in der Informatik bedeutet, können Sie in diesem Youtube-Video anschauen:

World Usability Day 2017 Markus Lemcke ist Referent: Inklusion von Barrierefreiheit in die Benutzerfreundlichkeit

Am 9. November 2017 war ich zum ersten Mal auf dem World Usability Day Referent. Mein Vortrag gibt es als Youtube-Video:

und als Blogartikel:
World Usability Day 2017 Markus Lemcke ist Referent: Inklusion von Barrierefreiheit in die Benutzerfreundlichkeit

Schlussbemerkung:

Es ist nicht einfach, den Begriff „Usability“ in einfacher Sprache zu erklären. Bei meinen Recherchen im Internet habe ich sehr viel Fachchinessisch gefunden. Dennoch hoffe ich, dass es mir gelungen ist, das Thema „Usability“ so zu erklären, dass jeder, der diesen Blogartikel liest, danach eine Vorstellung hat, was Usability ist und warum Usability und damit auch die User Experience sehr wichtig ist.

barrierefreie Informatik – was ist das?

Der Begriff „barrierefreie Informatik“ wird noch selten verwendet und wenige wissen was er bedeutet. Deswegen erkläre ich in diesem Blogartikel was „barrierefreie Informatik“ bedeutet.

Barrierefreie Informatik – Das Gesetz

Im Jahr 2002 wurde ein Gleichstellungsgesetz erlassen, welches Benachteiligung von behinderten Menschen vermeiden soll. Da die Nutzung der Informatik ein wichtiger Bestandteil ist, damit behinderte Menschen am Leben teilnehmen können gibt es im oben genannten Gesetz folgenden Paragraphen:

§ 11 Barrierefreie Informationstechnik

(1) Träger öffentlicher Gewalt im Sinne des § 7 Abs. 1 Satz 1 gestalten ihre Internetauftritte und -angebote sowie die von ihnen zur Verfügung gestellten grafischen Programmoberflächen, die mit Mitteln der Informationstechnik dargestellt werden, nach Maßgabe der nach Satz 2 zu erlassenden Verordnung schrittweise technisch so, dass sie von behinderten Menschen grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden können. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bestimmt durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, nach Maßgabe der technischen, finanziellen und verwaltungsorganisatorischen Möglichkeiten

  1. die in den Geltungsbereich der Verordnung einzubeziehenden Gruppen behinderter Menschen,
  2. die anzuwendenden technischen Standards sowie den Zeitpunkt ihrer verbindlichen Anwendung,
  3. die zu gestaltenden Bereiche und Arten amtlicher Informationen.

(2) Die Bundesregierung wirkt darauf hin, dass auch gewerbsmäßige Anbieter von Internetseiten sowie von grafischen Programmoberflächen, die mit Mitteln der Informationstechnik dargestellt werden, durch Zielvereinbarungen nach § 5 ihre Produkte entsprechend den technischen Standards nach Absatz 1 gestalten.

Anmerkung zum Gesetz von Markus

Weil das Gesetzesdeutsch etwas schwierig zu verstehen ist, möchte ich erklären was dieser Paragraph meint:
Staatliche Einrichtungen, also alle Behörden, sind dazu verpflichtet Ihre Webseiten und Programme so zu entwickeln, dass Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen diese bedienen können. Es gibt also nun auch Barrierefreiheit in der Informatik, somit die Barrierefreie Informatik. Folgende Bereiche gibt es in der Barrierefreien Informatik:

Barrierefreie Informatik – Barrierefreies Webdesign

Wenn eine Webseite für Menschen mit Behinderung bedienbar ist, wird das auch barrierefreies Webdesign genannt. Näheres über barrierefreies Webdesign erfahren Sie in diesem Blogartikel: Barrierefreies Webdesign.

Oben ist die Schriftfarbe gut sichtbar, weil ein guter Farbkontrast zwischen Hintergrund-und Schriftfarbe gewählt wurde unten nicht

Das Bild zeigt eine Webseite mit einem guten Farbkontrast zwischen Hintergrund-und Schriftfarbe oben und einen schlechten Farbkontrast unten.

Barrierefreie Informatik – Barrierefreie Software-Entwicklung

Das erstellen von Programmen nennt sich Software-Entwicklung. Das erstellen von Software die für Menschen mit Behinderung bedienbar ist, nennt sich barrierefreie Software-Entwicklung .

Das Bild zeigt eine barrierefreie Java-Software entwickelt mit Swing in welcher der Tastaturfokus gut sichtbar ist

Das Bild zeigt eine barrierefreie Java-Software entwickelt mit der Java-Schnittstelle Swing in welcher der Tastaturfokus gut sichtbar ist.

Barrierefreie Informatik – Computerbetriebssysteme

Das Betriebssystem Windows entwickelt sich immer weiter und bekommt mit jeder Version neue Möglichkeiten die Menschen mit Behinderung helfen sollen. In folgendem Link geht es um Barrierefreiheit beim Betriebssystem Windows 10: Eingabehilfe / Erleichterte Bedienung / Barrierefreiheit von Windows 10.

Diese Bild zeigt die Erleichterte Bedienung Windows 10

Das Bild zeigt die Erleichterte Bedienung bei Windows 10.

Hier noch ein Bildschirmbild von einem anderen Computerbetriebssystem:

Zugangshilfen beim Betriebssystem Linux - Ubuntu das Register "Sehen"

Das Bild zeigt die Zugangshilfen des Betriebssystems Ubuntu.

Barrierefreie Informatik – Handybetriebssysteme

Für Menschen mit Behinderung ist es ebenfalls wichtig ein Smartphone oder Iphone bedienen zu können. Auch hier spielt die barrierefreie Informatik eine wichtige Rolle. Folgende Artikel beschäftigen sich mit der Barrierefreiheit von Handybetriebssystemen:

Barrierefreie Informatik – Barrierefreie Apps

Wenn Smartphones und Iphones von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen bedienbar sein sollen, müssen barrierefreie Apps entwickelt werden. Zur Zeit gibt es noch viel zu wenig barrierefreie Apps. Näheres können Sie im Blogartikel „Barrierefreie Apps – Was ist das?“  lesen.

Diese einzelne Bereiche gehören zur barrierefreien Informatik.

Barrierefreie Informatik – Beratung

Wenn Sie in Sachen barrierefreie Informatik Beratung benötigen, dann rufen Sie mich an:
Tel: 07121/504458

Marlem-Software bietet barrierefreie Informatik!


Weiterführende Blogartikel:

Barrierefreies Webdesign – Was ist das?

Informatikvorlesung an der Hochschule für Medien in Stuttgart über Accessibility bei Internetseiten, Software und Android Smartphones

Am 14. Dezember 2011 habe ich eine Vorlesung in der Hochschule der Medien in Stuttgart gehalten. In der Vorlesung habe ich die Probleme von Behinderten Menschen geschildert beim besuchen von Webseiten und bedienen von Software. Ich habe aufgezeigt welche Eingabehilfen die einzelnen Betriebsystemversionen von Windows bieten. Außerdem habe ich gezeigt, wie ein Smartphone ein wichtiges Hilfsmittel für behinderte Menschen sein kann, wenn es für Menschen mit Behinderung bedienbar ist.

Ich möchte hier kurz schreiben, warum ich diese Vorlesungen gerne mache, auch wenn man damit nicht reich wird. Meine Vision ist es nach wie vor, dass Barrierefreiheit/Accessebility in allen technischen Bereichen zur Selbstverständlichkeit wird. Deswegen habe ich auch die Artikelreihe über barrierefreie Software-Entwicklung begonnen. Mir ist es wichtig, dass Informatikstudenten in Ihrem Studium lernen, warum Barrierefreiheit/Accessibility so wichtig ist und das es nicht nur um behinderte, sondern auch um ältere Menschen geht.

Deswegen bin ich immer auf der Suche nach Einrichtungen(Unis, Hochschulen usw.) im Raum Reutlingen, Tübingen, Stuttgart die Interesse an solchen Vorlesungen/Vorträgen haben. Wenn Sie an Vorträgen zum Thema „Accessibility/Barrierefreiheit“ interessiert sind, rufen Sie mich an 07121/504458 oder schreiben eine Mail an  info@marlem-software.de.

Rückblick auf das Jahr 2010 aus der Sicht eines Menschen mit Behinderung

In diesem Blogartikel möchte ich einen persönlichen Jahresrückblick geben.
Seit Februar 2009 beschäftige ich mich mit Suchmaschinenoptimierung und arbeite freiberuflich bei der Internetagentur Symweb in Leonberg mit. Suchmaschinenoptimierung ist nach wie vor sehr gefragt und seit ich mich damit Beschäftige, hat sich meine Auftragslage stark verbessert.
Am 22. März 2010 hielt ich für die Xing-Gruppe „Neckaralb Regionalforum“ in der Gaststätte „Loretto“ in Tübingen einen Vortrag über Suchmaschinenoptimierung.
Die Resonanz auf diesen Vortrag war durchweg positiv!
Das Vortrag halten ist so eine Sache. Ich stottere immer wieder mal und deswegen gibt es Leute die meinen, ich solle das Vortrag halten bleiben lassen. Ich sehe das anders. Nur weil man was nicht perfekt macht, heißt das noch lange nicht, dass man es gar nicht machen sollte. Ich halte im Rahmen meines Unternehmens regelmäßig Vorträge in der Zivildienstschule Bodelshausen und in der Volkshochschule Reutlingen zum Thema „Alltagsleben mit Behinderung“ und „Behinderung und berufliche Rehabilitation“. Ich finde dass der Inhalt eines Vortrages wichtiger ist, wie ein gelegentliches stottern. Meiner Meinung nach sollte die Gesellschaft lernen, die Schwächen von Menschen zu akzeptieren und sich auf die Stärken jedes Menschen zu konzentrieren. Wenn jemand soviel Fachwissen sich angeeignet hat, dass er 90Minuten über Suchmaschinen referieren kann, warum sollte er das nur wegen eines Sprachproblems nicht tun? Ist das ganze angeeignete Wissen nichts wert nur wegen paar „stotterer“?
Selbst bei Kirchgängern entdecke ich immer wieder, dass sie sich viel lieber auf die Schwächen wie auf die Stärken ihrer „Nächsten“ konzentrieren.
Im August wurde aus der freiberuflichen Tätigkeit bei der Internetagentur Symweb eine Festanstellung. Seit dem arbeite ich da 4 Tage in der Woche als Suchmaschinenoptimierer. An meinem freien Mittwoch arbeite ich noch für meine Firma Marlem-Software.
Das Jahr endete mit einem echten Highlight. Als nicht studierter Informatiker durfte ich in der Uni Tübingen eine Informatikvorlesung halten zum Thema „Behinderte Menschen im Umgang mit der Informatik“. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich in einer Uni war. Ja genau, schon wieder Vortrag trotz Sprachhandicap!
Mit dieser Vorlesung ging ein kleiner Lebenstraum in Erfüllung und es war ein toller Abschluss von einem Superjahr 2010!

In diesem Blogartikel möchte ich einen persönlichen Jahresrückblick geben.

Seit Februar 2009 beschäftige ich mich mit Suchmaschinenoptimierung und arbeite freiberuflich bei der Internetagentur Symweb in Leonberg mit. Suchmaschinenoptimierung ist nach wie vor sehr gefragt und seit ich mich damit beschäftige, hat sich meine Auftragslage stark verbessert.

Am 22. März 2010 hielt ich für die Xing-Gruppe „Neckaralb Regionalforum“ in der Gaststätte „Loretto“ in Tübingen einen Vortrag über Suchmaschinenoptimierung.

Die Resonanz auf diesen Vortrag war durchweg positiv!

Das Vortrag halten ist so eine Sache. Ich stottere immer wieder mal und deswegen gibt es Leute die meinen, ich solle das Vortrag halten bleiben lassen. Ich sehe das anders. Nur weil man was nicht perfekt macht, heißt das noch lange nicht, dass man es gar nicht machen sollte. Ich halte im Rahmen meines Unternehmens regelmäßig Vorträge in der Zivildienstschule Bodelshausen und in der Volkshochschule Reutlingen zum Thema „Alltagsleben mit Behinderung“ und „Behinderung und berufliche Rehabilitation“. Ich finde dass der Inhalt eines Vortrages wichtiger ist, wie ein gelegentliches stottern. Meiner Meinung nach sollte die Gesellschaft lernen, die Schwächen von Menschen zu akzeptieren und sich auf die Stärken jedes Menschen zu konzentrieren. Wenn jemand soviel Fachwissen sich angeeignet hat, dass er 90Minuten über Suchmaschinen referieren kann, warum sollte er das nur wegen eines Sprachproblems nicht tun? Ist das ganze angeeignete Wissen nichts wert nur wegen paar „stotterer“? Selbst bei Kirchgängern entdecke ich immer wieder, dass sie sich viel lieber auf die Schwächen wie auf die Stärken ihrer „Nächsten“ konzentrieren.

Mir macht das Vortrag halten Spaß und deswegen mache ich es trotz Stottern.

Im August wurde aus der freiberuflichen Tätigkeit bei der Internetagentur Symweb eine Festanstellung. Seit dem arbeite ich da 4 Tage in der Woche als Suchmaschinenoptimierer. An meinem freien Mittwoch arbeite ich noch für meine Firma Marlem-Software.

Das Jahr endete mit einem echten Highlight. Als nicht studierter Informatiker durfte ich in der Uni Tübingen eine Informatikvorlesung halten zum Thema „Behinderte Menschen im Umgang mit der Informatik“. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich in einer Uni war. Ja genau, schon wieder Vortrag trotz Sprachhandicap!

Mit dieser Vorlesung ging ein kleiner Lebenstraum in Erfüllung und es war ein toller Abschluss von einem Superjahr 2010!