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Richtlinien für behindertengerechte Software



Inhaltsüberblick



Ich habe hier Punkte zusammengetragen, die aufgrund meiner Erfahrung, mir sehr wichtig erscheinen um Standardsoftware barrierefrei zu machen.

  1. Tastenkombinationen sollten veränderbar sein
    Tastenkombinationen und Menüshortcuts sollten in jeder Software vom Anwender veränderbar sein. Behinderte Menschen können oft nur mit einer Hand am PC arbeiten und somit ist für viele Behinderte, der altbekannte Klammergriff (=drücken von Strg+Alt+Entf gleichzeitig) absolut unmöglich! Deswegen sollte es in jeder Anwendung einen Menüpunkt geben, in dem der Benutzer Tastenkombinationen und Shortcuts, seinen Bedürfnissen anpassen kann.

    Download für Delphi-Entwickler: Formular zum ändern von Menüshortcuts für den Anwender

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  2. Farbeinstellungen sollten veränderbar sein
    Ich habe mal gelesen, dass jeder fünfte Mann farbenblind sein soll und ich selbst bin auch davon betroffen. Deswegen sollten die wichtigsten Farben in einer Software vom Anwender verändert werden können! Hilfreich ist auch, wenn man sich diesbezüglich, an die Microsoftrichtlinien hält.

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  3. Die Größe der Schrift sollte veränderbar sein
    Jaja, ich weiß, in jedem Windows kann man große "Schemen" verwenden usw. und deshalb ist dieses Problem gelöst! jedoch frage ich mich, warum dann meine Bildschirmlupe schon über 3400 runter geladen worden ist! Also ich, und mit Sicherheit die Sehbehinderten auch, halten es für angebracht, dass in jeder Software die Schriftgröße veränderbar ist und oben drein, auch eine Zoomfunktion vorhanden ist! Der Opera-Browser ist hier ein schönes Beispiel dafür.

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  4. Schalter(Buttons) sollten eine gewisse Mindestgröße haben
    Behinderte Menschen haben oft Probleme, präzise Bewegungen zu machen aufgrund Ihrer Behinderung. Deswegen kann es zum Geduldsspiel werden, wenn ein Schalter zu klein ist, diesen mit dem Mauszeiger zu treffen. Ich möchte hier keine bestimmten Werte angeben, wie groß ein Schalter sein sollte, aber gestalten Sie Ihre Schalter großzügig! Meine Bildschirmtastur kann sogar die Schalter vergrößern so bald die Maus sich drüber bewegt!

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  5. Anordnung der Schalter(Buttons)
    Schalter sollten immer nebeneinander und nie untereinander stehen. Blinde Menschen lesen den Bildschirminhalt mit einem Screenreader. Dieses Programm liest immer nur eine Bildschirmzeile. Wenn die Schalter (oft ist es ja OK-und-Abbrechen-Schalter) nebeinander sind, können beide Schalter mit einem Lesevorgang wahr genommen werden.

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  6. Bedienbarkeit per Maus und per Tastatur
    Menschen mit Behinderung haben kein Standardverhalten. Man kann nicht sagen, Sie arbeiten hauptsächlich mit Tastatur oder Hauptsächlich mit der Maus. Es kommt stark auf die einzelne Behinderung drauf an. Für blinde Menschen ist zum Beispiel ein Arbeiten mit Tastatur angenehmer, wie mit der Maus. Andere Behinderte arbeiten mit einer Bildschirmtastatur, weil Sie mit der richtigen Tastatur nicht klar kommen und arbeiten somit nur mit der Maus!

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  7. Töne und Geräusche
    Es ist keine gute Idee, eine Software so zu programmieren, in welcher der Anwender aufgrund von Tönen oder Geräuschen eine Aktion ausführen muss. Gehörlose sind in solchen Anwendungen hilflos, weil Sie die Töne und Geräusche nicht hören! Eine Lösung ist hier, die Töne zu visualisieren, dass heißt, immer wenn ein Ton kommt, ein Meldungsfenster anzeigen oder die Hintergrundfarbe des Fensters ändert sich oder ähnliches.

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  8. Sprache
    Es ist oft sehr interessant, welche Wortschöpfungen man in bestimmten Programmen findet! Es ist kein Zeichen von Bildung, sich so auszudrücken, dass nur wenige Menschen es verstehen. Nehmen Sie für Menünamen und Schalterbeschriftungen, Begriffe die allgemein bekannt sind bzw. keine eigenen Wortschöpfungen. Die Screenreadersoftware von blinden Menschen, hat große Probleme bei Wörtern die es nicht gibt!

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Richtlinien von Sun und Microsoft:

Richtlinen für behindertengerechte Software von Microsoft für .net

Richtlinen für behindertengerechte Java-Programme in Englische Sprache


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