Barrierefreiheit in der Informatik – Richtlinien, ein Überblick

In diesem Blogartikel möchte ich einen Überblick geben über Richtlinien rund um die barrierefreie Informatik. Bevor wir zu den Richtlinien kommen möchte ich die Grundbegriffe der Barrierefreiheit in der Informatik erklären.

Grundbegriffe der Barrierefreiheit in der Informatik

Barrierefreiheit in der Informatik in der Informatik bedeutet, dass Webseiten, Programme und Betriebssysteme so gestaltet sind, dass sie von allen Menschen, auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen, bedient werden können.

Barrierefreies Webdesign bedeutet, dass Internetseiten so gestaltet sind, dass sie von allen Menschen, auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen, bedient werden können.

Barrierefreie Software-Entwicklung bedeutet, es entsteht eine Software die für alle Menschen, auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, bedienbar ist.

Barrierefreiheit bei Betriebssysteme bedeutet, dass ein Betriebssystem so gestaltet ist, dass es von allen Menschen, auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen bedient werden kann.

Tastatur mit Rollstuhlsymbol und Wort barrierefrei
Quelle: Robert Kneschke – 483201067 / Shutterstock.com

Europäische Richtlinien zur Barrierefreiheit in der Informatik

Die Europäische Union ist ein Zusammenschluss von derzeit 28 Mitgliedstaaten. Außerhalb von Europa umfasst die EU auch einige Überseegebiete.

Folgende EU-Richtlinien zur barrierefreien Informatik gibt es:

Internationale Richtlinien für barrierefreies Webdesign

Die Web Content Accessibility Guidelines WCAG (WCAG; englisch für „Richtlinien für barrierefreie Webinhalte“) sind eine Empfehlung zur barrierefreien Gestaltung von Internetangeboten, die in der Europäischen Union für öffentliche Stellen verbindlich sind. Die Web Accessibility Initiative, abgekürzt WAI, des World Wide Web Consortiums (W3C) hat die Empfehlungen ausgearbeitet.

Nationale Richtlinien für barrierefreies Webdesign

Die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz, kurz Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung – BITV 2.0, ist eine Ergänzung des Behindertengleichstellungsgesetzes vom 27. April 2002.

Das Bild zeigt ein Formular barrierefrei gestaltet mit Tastenkürzel und guter Anzeige des Tastenfokus
Das Bild zeigt ein barrierefreies Formular mit Tastenkürzel und gut sichtbaren Tastaturfokus.

Richtlinien zur barrierefreien Softwareentwicklung

Für die barrierefreie Softwareentwicklung gibt es keine allgemeinen Richtlinien, leider. Deswegen müssen Richtlinien genommen werden die von den Erfindern der Programmiersprache erstellt wurden.

Das Bild zeigt Java-Code der zeigt wie eine Swing-Programmoberfläche für Screenreader zugänglich gemacht werden kann
Barrierefreie Softwareentwicklung mit Java Swing

Schlussbemerkung:

Beim durchlesen des Artikels wird ganz klar: Das Thema Barrierefreiheit in der Informatik ist in der Gesellschaft angekommen und es ist wichtig, dass es in Behörden und Unternehmen umgesetzt wird. Bei Fragen, rufen Sie mich an 07121/504458 oder schreiben eine Mail info@marlem-software.de .

Autor: Markus Lemcke

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