In diesem Artikel wird alles erklärt rund um barrierefreie Apps.
In unserer heutigen Welt läuft fast nichts mehr ohne das Smartphone. Wir buchen Bahnfahrkarten, checken unseren Kontostand oder bilden uns weiter – alles mit ein paar Tippbewegungen auf dem Bildschirm. Doch was passiert, wenn jemand den Bildschirm nicht sehen oder die Finger nicht präzise bewegen kann? Hier kommt das Thema Barrierefreiheit ins Spiel. In diesem Artikel erklären wir ausführlich und verständlich, warum eine App barrierefrei sein muss und worauf es bei der Barrierefreiheit für mobile Geräte unter Android und iOS ankommt. Ein anderes Wort für Barrierefreiheit ist Zugänglichkeit.
Was sind Apps?
Der Begriff „App“ ist eine Abkürzung für das englische Wort „Application Software“. Im allgemeinen Sprachgebrauch verstehen wir darunter mobile Programme, die Aufgaben erfüllen. Dabei müssen wir jedoch zwischen zwei wichtigen Arten unterscheiden: den klassischen nativen Apps und den modernen Progressive Web Apps (PWAs).
Native Apps
Diese sind speziell für ein bestimmtes mobiles Betriebssystem entwickelt. Das bedeutet, es gibt Anwendungen, die exklusiv für iOS (Apple iPhones/iPads) programmiert sind, und solche für Android (z. B. Samsung oder Google Pixel). Man lädt sie meist über den App Store oder Google Play Store herunter.
Progressive Web Apps (PWAs)
Es gibt jedoch eine sehr flexible Alternative: Progressive Web Apps. Diese werden mit Web-Technologien entwickelt. Während native Apps an ihr Handy-Betriebssystem gebunden sind, können PWAs auf jedem Betriebssystem installiert werden. Das bedeutet, eine PWA funktioniert nicht nur auf dem Smartphone, sondern lässt sich auch auf Desktop-Computern installieren – egal ob darauf Windows, Linux oder macOS läuft.
Was ist digitale Barrierefreiheit?
Digitale Barrierefreiheit bedeutet, dass digitale Angebote – seien es Webseiten, Software oder eine App – so gestaltet sind, dass sie von allen Menschen genutzt werden können. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Person körperliche Einschränkungen hat oder auf Leichte Sprache angewiesen ist.
Das Ziel ist Inklusion: Niemand soll aufgrund einer Behinderung ausgeschlossen werden. Eine barrierefrei gestaltete digitale Welt baut Hürden ab.
Was bedeutet Barrierefreiheit bei Apps?
Wenn wir Barrierefreiheit speziell auf Apps beziehen, geht es darum, die Anwendung so zu programmieren, dass sie mit den im Smartphone eingebauten Bedienungshilfen kommunizieren kann.
Ein praktisches Beispiel: Ein blinder Mensch sieht die Buttons auf dem Bildschirm nicht. Er nutzt deshalb einen Screenreader, der in jedem modernen System integriert ist (VoiceOver bei iOS, TalkBack bei Google Android). Wenn der Finger über einen Button streicht, liest das Handy vor, was dort steht.
Eine App ist dann gut, wenn:
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Der Screenreader genau erkennt: „Das ist der ‚Kaufen‘-Button“.
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Die Kontraste so stark sind, dass auch Menschen mit Sehschwäche den Text lesen können.
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Die Nutzung der systemseitigen Bedienungshilfen problemlos funktioniert.
Um digitale Teilhabe zu sichern, spielt die Barrierefreiheit auf jedem mobilen Endgerät eine zentrale Rolle, weshalb Entwickler insbesondere bei Android-Apps auf technische Standards und Leichte Sprache achten müssen. Nur so wird echte Zugänglichkeit erreicht, die auch Android-Nutzern zugutekommt und beweist, wie wichtig durchdachte Zugänglichkeit ist.








