Barrierefreiheit in der Informatik – was ist das?

Zu Jahresbeginn erkläre ich, wie immer, ein paar Grundlagen. In diesem Blogartikel erkläre ich den Begriff „Barrierefreiheit in der Informatik“.

Was ist Barrierefreiheit?

Als erstes möchte ich klären, was Barrierefreiheit bedeutet. Hierfür nehme ich die Definition die in Wikipedia steht:
Barrierefreiheit bezeichnet im deutschen Sprachgebrauch eine Gestaltung der baulichen Umwelt sowie von Informationsangeboten, Kommunikation usw. dergestalt, dass sie von Menschen mit Beeinträchtigungen ohne zusätzliche Einschränkungen genutzt und wahrgenommen werden können. Heut zu Tage spricht man auch von der digitalen Barrierefreiheit.

Barrierefreiheit in der Informatik – das Gesetz

Seit dem 1. Mai 2002 gibt es ein Gleichstellungsgesetz für Behinderte. Mit diesem Gesetz möchte der deutsche Staat, Benachteiligung von Behinderten vermeiden.

§ 12a Barrierefreie Informationstechnik

(1) Öffentliche Stellen des Bundes gestalten ihre Websites und mobilen Anwendungen, einschließlich der für die Beschäftigten bestimmten Angebote im Intranet, barrierefrei. Schrittweise, spätestens bis zum 23. Juni 2021, gestalten sie ihre elektronisch unterstützten Verwaltungsabläufe, einschließlich ihrer Verfahren zur elektronischen Vorgangsbearbeitung und elektronischen Aktenführung, barrierefrei. Die grafischen Programmoberflächen sind von der barrierefreien Gestaltung umfasst.
(2) Die barrierefreie Gestaltung erfolgt nach Maßgabe der aufgrund des § 12d zu erlassenden Verordnung. Soweit diese Verordnung keine Vorgaben enthält, erfolgt die barrierefreie Gestaltung nach den anerkannten Regeln der Technik.
(3) Insbesondere bei Neuanschaffungen, Erweiterungen und Überarbeitungen ist die barrierefreie Gestaltung bereits bei der Planung, Entwicklung, Ausschreibung und Beschaffung zu berücksichtigen.
(4) Unberührt bleiben die Regelungen zur behinderungsgerechten Einrichtung und Unterhaltung der Arbeitsstätten zugunsten von Menschen mit Behinderungen in anderen Rechtsvorschriften, insbesondere im Neunten Buch Sozialgesetzbuch.
(5) Die Pflichten aus Abschnitt 2a gelten nicht für Websites und mobile Anwendungen jener öffentlichen Stellen des Bundes nach § 12 Satz 1 Nummer 2 und 3, die keine für die Öffentlichkeit wesentlichen Dienstleistungen oder speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausgerichtete oder für diese konzipierte Dienstleistungen anbieten.
(6) Von der barrierefreien Gestaltung können öffentliche Stellen des Bundes ausnahmsweise absehen, soweit sie durch eine barrierefreie Gestaltung unverhältnismäßig belastet würden.
(7) Der Bund wirkt darauf hin, dass gewerbsmäßige Anbieter von Websites sowie von grafischen Programmoberflächen und mobilen Anwendungen, die mit Mitteln der Informationstechnik dargestellt werden, aufgrund von Zielvereinbarungen nach § 5 Absatz 2 ihre Produkte so gestalten, dass sie barrierefrei genutzt werden können.
(8) Angebote öffentlicher Stellen im Internet, die auf Websites Dritter veröffentlicht werden, sind soweit möglich barrierefrei zu gestalten.

Das Behindertengleichstellungsgesetz ( BGG ) wurde geändert und trat am 1. September 2016 in Kraft. Hier der neue Paragraph: Barrierefreie Informationstechnik – das neue Behindertengleichstellungsgesetz ( BGG )

Anmerkung von Markus

Da das Gesetzesdeutsch etwas schwierig ist, erkläre ich es in einfachem deutsch was in diesem Paragraphen steht. Träger öffentlicher Gewalt sind zum Beispiel alle Behörden. Alle Einrichtungen die Träger öffentlicher Gewalt sind, müssen Webseiten und Programme / Software barrierefrei gestalten.

Dieses Gesetz war die Geburtsstunde der Barrierefreiheit in der Informatik.

Barrierefreiheit in der Informatik – Definition

Barrierefreiheit in der Informatik oder Accessibility in der Informatik bedeutet, dass Webseiten, Programme und Betriebssysteme so gestaltet sind, dass sie auch von Menschen mit körperlichen Einschränkungen bedient werden können. Das obige Gleichstellungsgesetz richtet sich an Menschen mit Behinderungen. Anders ausgedrückt Barrierefreiheit in der Informatik bedeutet, dass Webseiten, Programme und Betriebssysteme keine Hindernisse bzw. Barrieren bei der Bedienung für Menschen mit Behinderungen haben.

In folgendem Video wird Barrierefreiheit in der Informatik erklärt.

Barrierefreiheit in der Informatik – Barrierefreies Webdesign

Wenn eine Webseite für Menschen mit Behinderung bedienbar ist, wird das auch barrierefreies Webdesign genannt. Näheres über barrierefreies Webdesign erfahren Sie in diesem Blogartikel: barrierefreies Webdesign

Oben ist die Schriftfarbe gut sichtbar, weil ein guter Farbkontrast zwischen Hintergrund-und Schriftfarbe gewählt wurde unten nicht

Das Bild zeigt eine Webseite mit einem guten Farbkontrast zwischen Hintergrund-und Schriftfarbe oben und einen schlechten Farbkontrast unten.

zu barrierefreies Webdesign gehört auch:

Hier noch ein Youtube-Video von mir zum Thema barrierefreies Webdesign:

Barrierefreiheit in der Informatik – Barrierefreie Software-Entwicklung

Das erstellen von Programmen nennt sich Software-Entwicklung. Das erstellen von Software die für Menschen mit Behinderung bedienbar ist, nennt sich barrierefreie Softwareentwicklung .

Hier ein Youtube-Video von mir zur barrierefreien Softwareentwicklung mit Java – Swing:

Das nächste Video von mir erklärt barrierefreie Softwareentwicklung mit Microsoft Dotnet:

Barrierefreiheit in der Informatik – Entwicklungsumgebungen

Noch immer ist es schwer Softwareentwickler zur barrierefreien Softwareentwicklung zu motivieren. Da ist die Frage interessant: Mit welcher Entwicklungsumgebung können Softwareentwickler mit Behinderungen programmieren. Die Antwort finden Sie in folgendem Artikel:

Ansicht der Entwicklungsumgebung Visual Studio 2015 mit Accessibility-Eigenschaften
Ansicht der Entwicklungsumgebung Visual Studio 2015 mit Accessibility-Eigenschaften

Barrierefreiheit in der Informatik – Betriebssysteme

Ein Betriebssystem ist eine Art „Brücke“, im Fachjargon „Schnittstelle“ genannt, zwischen Mensch und Computer / Laptop. Damit Menschen mit Behinderungen Betriebssysteme bedienen können, ist es wichtig, dass Betriebssysteme barrierefrei sind und es Bedienungshilfen gibt.
Mehr zum Thema finden Sie in folgenden Blogartikeln:

Diese Bild zeigt die Erleichterte Bedienung Windows 10

Das Bild zeigt die Erleichterte Bedienung bei Windows 10.

Zugangshilfen beim Betriebssystem Linux - Ubuntu das Register "Sehen"

Das Bild zeigt die Zugangshilfen des Betriebssystems Ubuntu.

Hier noch ein Video zum Thema „Barrierefreiheit bei Betriebssysteme“:

Barrierefreiheit in der Informatik – Barrierefreie Apps

Wenn Smartphones und Iphones von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen bedienbar sein sollen, müssen Apps barrierefrei entwickelt werden. Zur Zeit gibt es noch viel zu wenig barrierefreie Apps. Näheres können Sie im Blogartikel: barrierefreie Apps – Was ist das?

Barrierefreiheit in der Informatik – Apps für Behinderte

Die Apps verändern das Alltagsleben von Behinderten zum positiven. Einige Apps sind in der Lage körperliche Einschränkungen zu überwinden. In folgendem Blogartikel erfahren Sie mehr über dieses sehr spannende Thema:
Apps für Behinderte / Menschen mit Behinderung – Android / IOS

Barrierefreie Informatik – Beratung

Wenn Sie in Sachen barrierefreie Informatik Beratung benötigen, dann rufen Sie mich an:
Tel: 07121/504458 oder schreiben eine Mail: info@marlem-software.de
Marlem-Software bietet Barrierefreiheit in der Informatik!

Mit dem richtigen Titel fängt alles an – der HTML-Title-Tag und seine Bedeutung für SEO

Man muss nur den Titel eines bekannten Filmes hören, und schon hat man Bilder im Kopf. Ähnlich ist es mit Songs, deren Refrain uns gleich durch den Kopf schießt, wenn wir ihren Titel hören. Auch für Bücher ist der Titel ein wichtiges Verkaufsargument. Und was hat das alles mit SEO zu tun? Jede einzelne HTML-Seite einer Webpräsenz benötigt einen Titel, den sogenannten Title-Tag. Und dessen Bedeutung kann nicht überschätzt werden. Er ist nicht nur das Erste, was suchwillige Nutzer in den Google-Ergebnissen zu sehen bekommen, und entscheidet damit über Klick oder Nicht-Klick; er zählt auch zu den 200 Kriterien zur Berechnung des Rankings in den SERPs. Auch wenn Google hier keine Gewichtung preisgibt, so kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass der Title-Tag eines der wirksamsten Rankingkriterien darstellt.

Was macht einen guten Title-Tag aus?

Jede URL braucht einen einzigartigen Titel. Er fasst in einem Satz zusammen, was den Besucher auf der Seite erwartet – darum kann es sinnvoll sein, den Title-Tag zuletzt zu verfassen. Das primäre Keyword, zu dem man ranken möchte, sollte natürlich im Titel vorhanden sein, und zwar möglichst am Anfang. Und der Title-Tag sollte möglichst laut rufen, welchen Mehrwert ein Nutzer zu erwarten hat, wenn er den entsprechenden Link klickt. Eine bloße Aneinanderreihung von Suchwörtern wirkt abstoßend – aber das ist Keyword-Stuffing und damit sowieso ein No-Go, wenn man saubere Suchmaschinenoptimierung betreiben möchte.

CTR – und warum man sich Zeit für einen klickfreundlichen Title-Tag nehmen sollte

Ein weiterer Grund, warum man sich für den Title-Tag etwas Zeit nehmen sollte, ist die CTR – die Click-Through-Rate, wie die SEO-Fachchinesen sagen. Dieser Wert ergibt sich daraus, wie oft eine Domain bzw. eine spezielle Unterseite der Domain in den Suchergebnissen angezeigt wird und wie oft er angeklickt wird. Wird der Auszug einer Webseite zum Beispiel oft angezeigt, aber selten geklickt, erhält man eine niedrige Klickrate. Ist der Titel interessant geschrieben, klicken mehr User auf den Auszug und die Webseite bekommt eine hohe Klickrate. Wieso das interessant ist? Weil Google diesen Wert verwendet, um interessante Suchergebnisse nach oben zu ranken. Gerade wenn man bereits auf Seite 1 gelistet ist, ist die CTR ein gutes Mittel, um bessere Positionen zu erhalten. Schreibt man einen aussagekräftigen und klickfreundlichen Title-Tag, bekommt man viele Klicks und damit ein besseres Ranking – vorausgesetzt, man hält auf seiner Webseite die Versprechen, die man im Title-Tag gibt. Wenn Besucher gleich wieder auf die Google-Suchseite zurückkehren, weil sie auf der Webseite nicht gefunden haben, was ihnen der Title-Tag suggeriert hat, dann wird man im Ranking schlechter werden.

In der Kürze liegt…na, ihr wisst schon

Sich präzise auszudrücken fällt manchmal schwer. Die wesentliche Aussage eines Textes in einem Satz zusammenzufassen, ist nahezu Kunst. Eine der wichtigsten Regeln, und das soll hier dick unterstrichen werden, ist: Keine falschen Versprechungen machen! Ein Nutzer, der sich in die Irre geführt fühlt, wird um die Seite zukünftig einen großen Bogen machen.
Für einen Title-Tag gibt es nicht viel Platz – um die 55 Zeichen (ohne Leerzeichen) räumt Google für dieses wichtige Element ein. Dabei zählt die Suchmaschine nicht die Zeichen, sondern macht 512 Pixel Breite Platz für den Titel. Alles, was darüber liegt wird mit (…) abgekürzt. Unschön, oder? Schreibt also einen kurzen, knackigen Satz, der das Keyword am Anfang enthält und den Mehrwert für den Nutzer deutlich formuliert. Benutzt ein Tool wie den SERP Snippet-Generator von Sistrix (http://www.sistrix.de/serp-snippet-generator/), um eine Vorschau des Suchergebnisses zu generieren.

Hilfe, Google ändert meinen Title Tag!

Wer einen unpassenden oder schlecht geschriebenen Title-Tag benutzt, wird unter Umständen erleben, dass Google den Title ersetzt. Das ist immer noch besser, als wenn die eigene Seite nicht bei den Suchergebnissen erscheint, was die Alternative wäre. Auch über-optimierte Titel können Google „zum Opfer fallen“. Wie kann man das verhindern? Indem man keine generischen oder allgemeinen Titel schreibt und eine Verkaufsabsicht nicht mit einem redaktionellen Inhalt maskiert. Also, immer den Nutzen des Besuchers im Auge haben – dann klappt es auch mit den Title-Tags.

Über den Autor:
Jens Kleinholz, echter Apple Fan und SEO-Berater, hat über 15 Jahre Erfahrung im Online-Marketing.
Kontakt: http://www.nt-seo.de
facebook: https://www.facebook.com/jens.kleinholz
Google+: https://plus.google.com/+JensKleinholz/posts
Twitter: https://twitter.com/nettec_is

Vision 2015: Inklusion in ganz Deutschland

In diesem Blogartikel erkläre ich was Inklusion ist und warum es wichtig ist, dass sie auch in Deutschland umgesetzt wird!

Was ist Inklusion?

Als soziologischer Begriff beschreibt das Konzept der Inklusion eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen.

Quelle: Inklusion Schule

Eine andere Definition:
Inklusion (lateinisch „Enthaltensein“) bedeutet, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Das heißt: Menschen mit Behinderungen müssen sich nicht mehr integrieren und an die Umwelt anpassen, sondern diese ist von vornherein so ausgestattet, dass alle Menschen gleichberechtigt leben können – egal wie unterschiedlich sie sind. Das Ideal der Inklusion ist, dass die Unterscheidung „behindert/nichtbehindert“ keine Relevanz mehr hat.

Quelle: Inklusion was ist das?

Es geht also darum, dass alle Menschen in der Gesellschaft gleichberechtigt teilhaben können. Insbesondere geht es darum, dass Menschen mit Behinderungen nicht mehr in „Sondereinrichtungen“ untergebracht werden, sondern zusammen mit Nichtbehinderten in den gleichen Kindergarten und in die gleiche Schule gehen. Auch im Berufsleben sollen Menschen mit und ohne Behinderung nicht mehr getrennt werden, sondern zusammen arbeiten.

Was ist die UN-Behindertenrechtskonvention?

Vielleicht fragen Sie sich, lieber Blogleser(in), wo oder wie ist überhaupt der Begriff Inklusion entstaden. Hier müssen Sie in der UN-Behindertenrechtskonvention nachschauen.

Auf der Startseite der Webseite ist folgendes zu lesen:
Das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (Convention on the Rights of Persons with Disabilities — CRPD) ist ein Menschenrechtsübereinkommen der Vereinten Nationen, das am 13. Dezember 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurde und am 3. Mai 2008 in Kraft getreten ist.

Die UN-Behindertenrechtskonvention beinhaltet — neben der Bekräftigung allgemeiner Menschenrechte auch für behinderte Menschen — eine Vielzahl spezieller, auf die Lebenssituation behinderter Menschen abgestimmte Regelungen.

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist also eine Internationale „Vereinbarung“ die sicherstellen soll, dass Behinderte von den Menschenrechten nicht ausgegrenzt werden.

Innerhalb dieser UN-Behindertenrechtskonvention gibt es einen eigenen Abschnitt über Inklusion in dem folgendes steht:

Inklusion
In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr um die Integration von “Ausgegrenzten”, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten möglich zu machen.
Nicht das von vornherein negative Verständnis von Behinderung soll Normalität sein, sondern ein gemeinsames Leben aller Menschen mit und ohne Behinderungen. Folglich hat sich nicht der Mensch mit Behinderung zur Wahrung seiner Rechte anzupassen, sondern das gesellschaftliche Leben Aller muss von vornherein für alle Menschen (inklusive der Menschen mit Behinderungen) ermöglicht werden.

Diese gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft, die Inklusion, ist der Leitgedanke der Behindertenrechtskonvention und schlägt sich in einigen Punkten der Konvention nieder:

Artikel 13 CRPD: Zugang zur Justiz
Artikel 24 CRPD: Bildung
Artikel 25 CRPD: Gesundheit
Artikel 29 CRPD: Wahlrecht

Besonders stark diskutiert worden ist die „inklusive Bildung“ in Artikel 24 der Konvention. Darin garantieren die Vertragsstaaten „ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen“. Der Normalfall soll danach sein, dass Kinder „nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden” (Artikel 24 Abs.2 a). Das allgemeine Bildungssystem soll jedem zugänglich sein. Ziel ist also der gemeinsame Schulbesuch von behinderten und nicht behinderten Kindern in einer Regelschule als „Normalfall“ — es soll keine Ausnahme sein. Gerade diese Zielsetzung ist sehr umstritten und geht einigen Kritikern zu weit.

Quelle: Inklusion in der Behindertenrechtskonvention

Inklusion ist also keine deutsche „Erfindung“, sondern eine Internationale Vereinbarung!

Inklusion – was bedeutet das konkret?

In der UN-Behindertenrechtskonvention steht ziemlich deutlich, dass es keine Kindergärten und Schulen nur für behinderte Menschen geben soll. Es soll nur noch Kindergärten und Schulen geben in den es Menschen ohne UND Menschen mit Behinderungen gibt. Die Ausgrenzung von behinderten Menschen, die oft in Deutschland mit großer Euphorie betrieben wird, soll endgültig aufhören!

Inklusion – Die Kritiker

Inklusion wird in Deutschland noch heftig diskutiert. Es gibt viele Kritiker die der Meinung sind, dass behinderte Kinder die Entwicklung von Kindern ohne Behinderungen bremsen. Dies ist selbstverständlich eine sehr einseitige Sichtweise. Oft können Kinder ohne Behinderung von behinderten Kindern was lernen! Außerdem gibt es die Möglichkeit einem behinderten Kind einen Assistenten zur Seite zu stellen.

Oft wird auch damit argumentiert, dass Inklusion zuviel Geld kostet. Wenn Inklusion konsequent umgesetzt wird spart das Geld! Warum? Ganz einfach, es müssen keine Behindertenschulen, Behindertenkindergärten und andere Behinderteneinrichtungen neu gebaut werden. Es werden alle neuen Gebäude barrierefrei gebaut! Ein Gebäude für alle Menschen und nicht ein Gebäude für Nichtbehinderte und das selbe Gebäude nochmal für Behinderte!

Für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum in Deutschland der Gegenwind beim Thema Inklusion so groß ist. Seit 1994 steht im Grundgesetz dass kein Mensch wegen Behinderung benachteiligt werden darf. (Artikel 3 Grundgesetz  ). Seit Mai 2002 gibt es ein Gleichstellungsgesetz für behinderte Menschen ( Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG) . Seit 2007 werden behinderte Menschen vor Diskriminierung geschützt Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)  . Rechtlich ist also die Gleichstellung von behinderten Menschen schon lange vollzogen!

Warum gibt es so einen großen Gegenwind, wenn das geschriebene Recht in die Tat umgesetzt werden soll?
Oft habe ich den Eindruck, dass viele Menschen in Sachen „Behinderung“ nicht genügend informiert sind. Wobei ich ganz klar sagen muss, die Berichterstattung der Medien ist in den letzten Jahren erheblich besser geworden und das Internet bietet ebenso eine Fülle von Möglichkeiten sich über das Thema „Behinderung“ umfangreich zu informieren!

Für mich ist es nicht nachvollziehbar warum es in Deutschland so langsam voran geht mit der Inklusion.

Inklusion – Es fehlt ein Konzept!

Es gibt natürlich in Deutschland ein großes Problem: Es fehlt ein Konzept! Da ist aber auch nicht die Inklusion daran schuld, sondern die Bundesregierung hat Ihre Hausaufgaben nicht gemacht!
Für alles Mögliche gibt es Gesetze und Verordnungen nur für die Inklusion nicht. Da kann jeder machen wie er „lustig“ ist oder es aber auch bleiben lassen.

Folgende wichtigen Punkte müssen grundsätzlich gelöst werden:

Müssen alle behinderten Kinder in Regelschulen/Kindergärten und die Behindertenschulen / Kindergärten stehen dann leer? Warum können nicht Kinder ohne Behinderung auch in eine Behindertenschule/Behindertenkindergärten gehen?

Was geschieht mit Krankengymnasten, Ergotherapeuten und Sprachtherapeuten die bisher an Behindertenschulen / Behindertenkindergärten gearbeitet haben? Müssen die sich selbstständig machen? Regelschulen / Kindergärten besitzen keine Räumlichkeiten für Therapeuten.

Was wird aus Lehrer / Erzieher die bisher an einer Behindertenschule oder in einem Behindertenkindergarten gearbeitet haben? Die werden selbstverständlich, wegen Ihrem Fachwissen dringend benötigt! Die spannende Frage im Bürokratenstaat Deutschland ist, ob diese aufgrund Ihrer Ausbildung überhaupt in einer Regelschule oder in einem Regelkindergarten arbeiten dürfen!

Dies sind ganz grundsätzliche Probleme. Es kann nicht sein, dass jeder Landkreis diese Probleme „irgendwie“ löst. Wir benötigen bundesweite Lösungskonzepte!

Videos zur Inklusion

Damit das Thema „Inklusion“ anschaulicher wird, habe ich noch Videos herausgesucht:

Videolexikon Special: Inklusion

Pfarrer Rainer Schmidt: Inklusion ist vor allem eine Herzensangelegenheit

Prof. Theresia Degener: Menschenrechte gelten von Geburt an für jeden

Der Inklusion Song: Blind Foundation – Inklusion

Vision 2015: Inklusion in ganz Deutschland!

Ich wünsche mir für 2015 dass es zügiger voran geht bei der Umsetzung der Inklusion. Wir benötigen hier in Deutschland eine Gesellschaft die niemand ausgrenzt. Wir benötigen ein Menschenbild, dass die Fähigkeiten von Menschen in den Vordergrund stellt und nicht die Schwächen.

Rollstuhlfechten: Simone Briese-Baetke gewinnt den Weltcup 2014

Diesen Blogartikel widme ich Simone Briese-Baetke. Sie hat den Weltcup 2014 in der Kategorie B im Rollstuhlfechten gewonnen!

Wer ist Simone Briese-Baetke?

In Wikipedia steht folgendes:
Simone Briese-Baetke (* 2. April 1966) ist eine deutsche Rollstuhlfechterin.
Die an Multipler Sklerose erkrankte und querschnittsgelähmte Sportlerin startete ihre sportliche Laufbahn beim TUS Makkabi Rostock. Später wechselte sie zum FC Tauberbischofsheim. Briese-Baetke ficht mit Degen und Florett und ist mehrfache Weltcupsiegerin, Europameisterin 2009 mit dem Degen, Bronzemedaillengewinnerin 2010 und 2011 bei der Weltmeisterschaft. Bei den Paralympics 2012 gewann sie die Silbermedaille.

2013 bei den Weltmeisterschaften in Budapest verlor sie erst im Florett-Halbfinale gegen die Paralympicssiegerin von 2012 Yao Fang mit 6:15 und erhielt die Bronzemedaille.

Quelle: Simone Briese-Baetke

Im Alter von 22 Jahren erkrankte Simone Briese-Baetke an Multipler Sklerose. Schwere Schübe schränkten Ihre Bewegungsfähigkeit stark ein und fesselten Sie immer wieder ans Bett. Dann bekam Sie auch noch Epilepsie, bis zu 30 Anfällen im Monat.

1996 entschloss sich Simone Briese-Baetke zu einer riskanten Operation, um die Epilepsie zu stoppen. Der Eingriff gelang, allerdings wurden Kurzzeitgedächtnis und Sehnerv dabei beschädigt. „Mein Gesichtsfeld ist stark eingeschränkt. Wenn man sich zwei Toilettenpapierrollen vor die Augen hält und durchblickt, hat man einen Eindruck von den 35 Prozent Blickfeld, die mir geblieben sind.“ erklärt Simone Briese-Baetke.

Im Jahr 2001 hatte Simone Briese-Baetke solch einen schweren MS Schub, dass Sie ein dreiviertel Jahr im Bett lag. Nach 3 Jahren harter Arbeit mit Unterstützung von mehreren Therapeuten, konnte Sie wieder in den Rollstuhl. Sofort wollte Simone wieder Sport machen. Sie entschied sich für Rollstuhlfechten.

Die Rollstühle werden auf ein Gestell festgemacht. Somit kann nur mit dem Oberkörper Ausweichmannöver gemacht werden. Vor und zurück bewegen geht nicht! Rollstuhlfechter müssen grundsätzlich zwei Disziplinen wählen. Simone Briese Baetke griff zu Degen und Florett, begann mit dem täglichen Training und nahm nach neun Monaten an ihrem ersten Weltcup teil und holte Silber.

Zunächst trainierte Sie in der Fechthochburg Tauberbischofsheim, dann zog Sie nach Reutlingen. In der Uniklinik Tübingen fühlt Sie sich in Sachen Multipler Sklerose gut betreut.

Ein lesenswerter Artikel über Simone Briese-Baetke kam in der FAZ:
Der ganz persönliche Tunnelblick

Weltcup, Paralympics, Weltmeisterschaftsteilnahme und Europameisterin

Seit dem Jahr 2008 fechtet Simone im Weltcup. 2012 gewann Simone Briese-Baetke bei den Paralympics im Degen die Silbermedaille. Sie nahm an Weltmeisterschaften teil und 2014 wird Sie Europameisterin.

Simone Briese-Baetke gewinnt den Weltcup 2014!

Im Rollstuhlfechten finden Weltcup-Turniere statt. Das sind Turniere bei denen sich die besten Rollstuhlfechter der Welt treffen und ein Turnier austragen. Diese Turniere finden nicht immer im gleichen Ort bzw. Land statt, sondern sie sind verteilt auf der ganzen Welt!
Das letzte Weltcup-Turnier dieses Jahr war im Dezember in Hongkong! Simone Briese-Baetke gewann dieses Turnier im Degen in der Kategorie B. Schon vor diesem Turnier führte Sie im Degen in der Weltrangliste mit über 100 Punkte! Somit ist klar, dass Sie Welt-Siegerin im Degen in der Kategorie B ist! Über WhatsApp schrieb Sie mir aus Hongkong „Das war ein hartes Stück Arbeit!“. Gratulation Simone!!!

Respekt!

Ich weiss nicht wie es Ihnen geht liebe Blogleser, aber ich werde ganz nachdenklich, wenn ich über das Leben von Simone Briese-Baetke nachdenke! Simones Leben zeigt für mich das die innere Haltung zum Leben wesentlich wichtiger ist als ein Körper ohne Einschränkungen. Seit ich Simone kenne, bin ich motivierter und dankbarer geworden.
Frohe Weihnachten!

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung 2014 – Gedanken von Markus Lemcke

Heute ist der 3. Dezember 2014. Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen um schriftlich darzustellen, was es für Mißstände in Deutschland gibt in Sachen Chancengleichheit für Behinderte Menschen.

Warum gibt es den Internationale Tag der Menschen mit Behinderung?

In Wikipedia steht folgendes:
Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember jedes Jahres (auch: Internationaler Tag der Behinderten) ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenk- und Aktionstag, der das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern soll.

Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich

Ja, wir Behinderte haben ein Behindertengleichstellungsgesetz und wir sind auch per Gesetz vor Diskriminierung geschützt: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)  .

Der Behindertensport zieht langsam nach

Dieses Jahr war es zum ersten Mal, dass bei den Paralympics die Behindertensportler genau so viel Geld bekommen haben wie die Sportler ohne Behinderung:
Mehr Geld für Gold: Höhere Prämien bei Paralympics

Behindertensportler haben es nach wie vor sehr schwer Sponsoren zu finden oder ins Fernsehen zu kommen. Simone Briese-Baetke wurde dieses Jahr im Rollstuhlfechten Europameisterin:
Simone Briese-Baetke ist Europameisterin

Ich haben dem aktuellen Sportstudio eine Mail geschrieben in der ich anfragte, ob sie nicht Frau Briese-Baetke einladen möchten, weil Sie Europameisterin im Rollstuhlfechten geworden ist.
In der Antwortmail stand u.a. folgendes:
Die Berichterstattung über Fußball hat schon immer den Hauptteil des „aktuellen sportstudios“ ausgemacht und war und ist das zentrale Thema der Sendung.
….
Bitte vergessen Sie auch nicht, dass sich ein Millionenpublikum in seinen Wünschen und Erwartungen unterscheidet.

Ich empfand die Antwort als sehr ausweichend. Zum Thema Millionenpublikum:
2013: 7,5 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland
Das sind „nur“ Schwerbehinderte. Menschen die unter 50 Grad der Behinderung haben, sind hier nicht erfasst!

Arbeiten mit Behinderung

Ich sage es mal ganz offen: Ich habe mich nur selbstständig gemacht, weil ich keinen Arbeitsplatz gefunden habe bei dem es mir dauerhaft gut geht!
Oft habe ich in Angestelltenverhältnissen zu hören bekommen, dass ich zu langsam bin und wenn man langsam ist, ist es völlig egal wieviel EDV-Wissen man im Kopf hat! Das ist eine sehr abenteuerliche Theorie liebe Arbeitgeber!

Eine gute Freundin von mir hat ebenfalls die Behinderung Spastik  . Sie hat SOZIALpädagogik studiert und findet wegen Ihrer Behinderung kein Anstellungsverhältnis als Sozialpädagogin. Das ist sehr SOZIAL!!!

Demokratie ist, jeder darf sich äußern, aber geändert wird nichts!

Dieses Motto hat wohl die Stadtverwaltung Reutlingen. Ich durfte einen Leserbrief schreiben, der auch von der Reutlinger Tageszeitung „Reutlinger General Anzeiger“ veröffentlicht wurde: Es gibt dringenden Verbesserungsbedarf
Aber es gab keine Reaktion. Obwohl es in Reutlingen, zumindest statistisch, die SPD und die Grünen gibt, beide Parteien haben das obige Gleichbehandlungsgesetz und Gleichstellungsgesetz für Behinderte beschlossen, gab es keine Reaktion auf meinen Leserbrief. Das macht doch so richtig Mut sich politisch zu engagieren, wenn die Probleme einer „Randgruppe“ völlig ignoriert werden!

Wann kommt die Inklusion?

Kennen Sie das Lied „Die Flut“? Im Refrain heißt es „Wann kommt die Flut, die mich mit fortnimmt, in ein anderes großes Leben, irgendwo.“.
Hier das Youtube-Video zum Lied

So geht es mir mit der Inklusion hier in Reutlingen! Ich singe „Wann kommt die Inklusion, die mich mit fortnimmt, in ein anderes großes Leben, irgendwo.“.

Ach Verzeihung, obwohl wir schon seit 3 Jahren von Inklusion reden, wissen Sie gar nicht was das ist! Auf der Webseite von Aktion Mensch wird es so definiert:

Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung. Wenn jeder Mensch – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion.

Quelle: Was ist Inklusion

Damit das ganze noch etwas anschaulicher wird, zeige ich hier nochmal das Video von Markus Kurth zum Thema Inklusion:

Heute am 3. Dezember 2014 wurde im Bundestag eine Debatte zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen. Die ganze Debatte können Sie auf nachstehenden Video verfolgen.

Mit diesem Video möchte ich diesen Blogartikel beenden!

Es gibt noch viel zu ändern, machen Sie liebe Blogleser mit?

Neue Kinderkrippe in Reutlingen: „Kidshouse“

Das Kidshouse ist eine Kinderkrippe und bietet 10 Kleinkindern im Alter von 1-3 Jahren ein Betreuungsangebot von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr und 12.30 Uhr.
Die Krippe öffnete im Juli 2014 ihre Tore. Die Räumlichkeiten wurden neu gestaltet und das Raumkonzept an die Bedürfnisse von Kinder unter drei Jahren angepasst.
Eine Kuschelecke sowie Schlafmöglichkeiten bieten eine Möglichkeit für Ruhe und Rückzug. Für den Bewegungsdrang steht ein Garten und die Bewegungshalle zur Verfügung.
An einer Kreativwand und Angeboten mit formlosen Material können die Kinder sich künstlerisch erproben und verschiedene Materialien und dessen Eigenschaften kennenlernen.

Die Spielmaterialien haben einen Aufforderungscharakter und fördern neben der Freude auch die kognitive und motorische Entwicklung der Kinder.

Begleitet werden die Kinder von zwei Vollzeit Fachkräften und einer konstanten Vertretungskraft.
Da in den ersten Jahren die Entwicklung der Kinder sehr bedeutsam ist, wird großen Wert gelegt auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern zum Wohle des Kindes. Dies beinhaltet einen regelmäßigen Austausch, das gemeinsame Feiern von Festen, Entwicklungsgesprächen oder auch das Angebot von thematischen Elternabenden.
Träger der Kinderkrippe ist das ICF (international Christian fellowship).
Die Krippe befindet sich in den Räumlichkeiten der oben genannten Freikirche in der Sickenhäußerstr. 19 in Reutlingen.

Nähere Informationen unter Kinderkrippe in Reutlingen: „Kidshouse“
Bei Fragen oder Interesse freuen wir uns über eine persönliche Kontaktaufnahme:
kidshouse@icf-reutlingen.de

Suchmaschinenoptimierung / SEO mit Twitter

In diesem Artikel erfahren Sie wie die Social Media Plattform Twitter hilfreich sein kann bei der Suchmaschinenoptimierung.

Was ist Twitter?

Twitter ist eine Webseite in der Sie Kurznachrichten, auch Tweets genannt, schreiben können. Twitter wird auch als Microblogging-Dienst bezeichnet. Die Kurznachrichten dürfen nicht länger wie 140 Zeichen lang sein. Weil die Angabe von Webadressen oft sehr viel Zeichen benötigt, gibt es von Google einen Dienst mit dem Sie Webadressen, auch Urls genannt, kürzen können: http://goo.gl/ .

Damit Ihre Tweets überhaupt gelesen werden, benötigen Sie „Followers“(=Folgende oder Anhänger). Followers bekommen Sie wenn Sie Interessante Tweets schreiben, welche über die Suche von anderen Twitter-Benutzer gefunden werden.

Damit ein Tweet unter einem bestimmten Suchbegriff gefunden werden kann, können Sie ihm Hashtags mitgeben. Die Hashtags sind Stichworte nach denen gesucht werden kann. Ein Tweet mit Hashtags kann zum Beispiel so aussehen:

Mit SEO Kunden gewinnen #Kundengewinnung #Seo

#Kundengewinnung“ und „#SEO“ sind Hashtags.

Soviel zu den Grundlagen zu Twitter.

 

Suchmaschinenoptimierung mit Twitter

Google und auch andere Suchmaschinen lesen Tweets. Folgende Punkte sollten Sie beachten, wenn Sie Twitter für die Suchmaschinenoptimierung nutzen möchten:

Twitter-Name:
Der Twitter-Name sollte möglichst kurz sein und einen wichtigen Suchbegriff enthalten.

Twitter-Bio:
Die Twitter-Bio ist mit der Meta-Description einer Webseite zu vergeleichen. Hier ist es wichtig, Ihr Unternehmen oder sich selbst kurz und gut zu beschreiben. In der Twitter-Bio sollten auch nach Möglichkeit für Sie wichtige Suchbegriffe vorkommen.

Hashtags:
Die Hashtags sind mit Suchbegriffen vergleichbar. Deswegen sollten Sie Hashtags in der Twitter-Bio und in den Tweets verwenden. Die Hashtags in den Tweets sind für die Suche innerhalb von Twitter sehr wichtig.

Twitter-Listen:
Öffentliche Twitter-Listen können auch Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung haben. In der Description von Twitter-Listen sollten auch für Sie wichtige Suchbegriffe stehen.

Eins ist trotz optimiertem Profil und Tweets wichtig. Ohne Follower bringt das ganze nichts!

Smartphone 5.0 – Samsung Galaxy S GT-I9000

Zum Jahresende noch ein Blogartikel bei dem geschmunzelt werden darf und soll! Ich bin nach wie vor großer Smartphone-Fan.

Seit über einem Jahr bin ich stolzer und begeisterter Smartphone-Besitzer. Möchte jetzt zum Ende des Jahres einen kleinen Bericht machen, warum ich so begeistert bin und warum ein Smartphone eine große Hilfe für Behinderte Menschen sein kann.


Fotografieren trotz Behinderung

Das Fotografieren können war für mich immer wichtig. Mich faszinieren Sonnenuntergänge, der Vollmond bei bewölktem Himmel, Menschen die mir viel bedeuten und einiges mehr. Leider ist meine rechte Hand so stark behindert, dass es überhaupt gar nicht möglich ist einen Auslöser zu drücken. Fotoapparate mit Auslöser auf der Linken Seite gibt es gar nicht. Als ich ein Kind war, hatte ich einen Flachen Foto, da war der Auslöser rechts oben, aber man konnte ihn umdrehen und dann war der Auslöser links unten. Dann konnte ich fotografieren. Aus irgendwelchen Gründen gibt es solche Fotoapparate nicht mehr.

Mein erstes Handy, war ein ganz normales Handy, also kein Smartphone, da war der Auslöser in der Mitte! Das funktionierte sehr gut! Trotz unruhiger Hand, waren die Bilder gut.

Als ich dann mein Smartphone – Samsung Galaxy S GT-I9000 – testete ich die Camera App die im Lieferungumfang mit dabei war. Standardmäßig war auch hier der Auslöser rechts. Es ist aber kein Problem, dass Smartphone 180 Grad zu drehen und dann ist der Auslöser links. Ich konnte fotografieren! Das auslösen war dennoch etwas anstrengend.
Vor ca. 3 Wochen hatte ich den Wunsch das Fotografieren noch etwas einfacher zu machen und stellte auf Xing in der Android-Gruppe die Frage ob es nicht eine Camera-App gibt bei der das auslösen anders funktioniert. Mir wurde die App „Camera Zoom FX“ empfohlen. Die ist der Knaller! Um auszulösen kann ich mit dem Finger irgendwo ins Smartphone-Display tippen! Ist also völlig egal wie rum ich das Smartphone halte! Kann mir zum auslösen ne Stelle suchen wo es trotz Behinderung nicht anstrengend ist drauf zu klicken. Die zweite Möglichkeit mit der Camera Zoom FX-App ein Foto zu machen ist Sprache! Es kann eingestellt werden von welcher Zahl er runter zählen soll, dann spricht man irgendein Wort und die App löst aus! Einfach cool!


Straßenkarte und Ortsplan zum in die Hosentasche stecken

Das handhaben von Strassenkarten und Ortsplänen ist aufgrund meiner stark behinderten Hand sehr problematisch! Im Auto ist eh nicht so richtig Platz um eine Karte voll ausgeklappt anzuschauen. Mein Smartphone hat Google Maps! Google Maps ist Strassenkarte. Das heißt wenn ich die geschickteste Strecke von Ort A nach B wissen möchte ist Google-Maps die richtige Wahl. Bin ich in Ort B und suche eine bestimmte Strasse, ist Google Maps Ortsplan und hilft mir die richtige Strasse zu finden.
Auch wenn Sie unterwegs sind in Ort XY und das nächstgelegene Restaurant suchen sind Sie mit der App von Google Maps gut beraten. Dank eingebautem GPS ist auch diese Aufgabe kein Problem, weil Google Maps mit einem Branchenverzeichnis verbunden ist.


Social Media wo immer Sie sind

Ja, Xing, Facebook, Twitter und Google+ sind mein zweites Wohnzimmer! Es ist oft bequemmer auf dem Smartphone was zu schreiben, als am Schreibtisch oder im Sessel mit dem unhandlichen Laptop! Da ich immer bissle mit dem Rücken Probleme habe, lege ich mich auch mal ins Bett und kann dank Smartphone im liegen Social Media machen.


Ich bin ein Sprachgenie und Sie?

Ich war im vergangen Jahr auf einem Wanderwochende! Ja, trotz Gehbehinderung! Leider war viel Schnee, deswegen konnte ich die Hütte nich verlassen und habe andere „sinnvolle Sachen“ gemacht. Später mehr …
Auf jeden Fall da war ne nette Dame aus Frankreich. Die konnte Französisch und Englisch. Habe mich auf Englisch mit Ihr unterhalten, weil französisch kann ich eigentlich nicht! Was heißt eigentlich? Es gibt da von Google eine Übersetzungsapp! Deutschen Text eingeben, in französisch übersetzen lassen und dann das Lautsprechersymbol klicken und schon können Sie …. hmhmm… ihr Smartphone französisch! Das funktioniert auch mit Türkisch, Schwedisch was Sie wollen!


Wecker vergessen – Dank Smartphone kein Problem

Ja, an oben erwähnten Wanderwochenende habe ich den Wecker vergessen und habe dann recherchiert welche Wecker-App die „Beste“ ist. Je mehr Testberichte ich gelesen, je mehr blöde Ideen kammen mir was die Wecker-App undbeding können muss! Plötzlich reicht ein stinkormaler Weckton, wie es der Wecker zuhause seit Jahren macht, nicht mehr! Plötzlich ist es lebensnotwendig sich mit einem U2-Song wecken zu lassen und schwups hat man sich innerhalb von 2 Stunden 20 Testberichte über Wecker-Apps reingezogen! Es war wirklich ne Sinnvolle Alternative zum Wandern grins!


Ich Dein Smartphone sage Dir was Du siehst

Ja, so funktioniert die „Google Goggles-App“. Egal ob Sie Covers von DVDs scannen ob Sie Titelseiten von Bücher oder Barcodes scannen, die App erkennt so gut wie alles, teilt Ihnen mit was es ist und wo Sie es kaufen können! Einfach der Hammer!


Ich Sage Dir was Du gerade hörst und wo du es bekommst

Kennen Sie das aus dem Fernsehen? Man hält das Smartphone/Iphone an das Radio und das Handy sagt einem wie das Lied heißt, wer es singt und wo man es kaufen kann. So ne App habe ich auch, die heißt „Shazam“. Die App kann Lieder aus dem Fernsehen erkennen, Youtube-Videos oder aus dem Radio, einfach klasse!


Telefonie weltweit, tippen, sprechen oder Video und dank Flaterate umsonst

Die Antwort heißt Skype! Sie können mit der Skype-App chatten, per Stimme telefonieren und per Video. Skype ist genial, wenn Sie bekannte, verwandte oder Freunde im Ausland haben und ein Smartphone mit Flaterate. Hier genieße ich es, dass ich gemütlich im Sessel sitzen kann und nur das kleine Handliche Smartphone in der Hand oder auf der Sessellehne liegend!
Auf Facebook chatten macht auch Spass, weil wenn ich Tippfaul bin, kann ich Dank Mikrofon-Symbol meine Texte sprechen!


Spieglein, Spieglein an der Wand, ich fotografiere Dich auch!

Naja, irgendwie gehöre ich nicht zu den Personen, die so oft fotografiert werden 🙂 Wenn ich dann mal ein neues Foto brauche, für Webseite, Social Media oder Geburtstagsbrief iste die App „Mein Spiegel“ geschickt. Da kann ich nicht nur sehen wie „hübsch“ ich bin, sondern mit drücken des Foto-Schalters kann ich mich selbst fotografieren. Das ist lustig!


Was auf meinem Wunschzettel steht

Ich schaue immer wieder noch neidisch auf das Iphone. Das Ding kann man komplett per Sprache steuern. Das geht bei der jetzigen Android-Version nur teilweise. Ich hoffe, dass mir die nächste Android Version 4.0 diesen Wünsch erfüllt! Spreche geht einfach schneller wie mit einer Hand tippen!
Ansonsten bin ich von meinem elektrischen „Schweizer Taschenmesser“ echt begeistert!

Prost Neujahr!

Was bedeutet Accessibility?

In der IT-Welt(IT=Informationstechnologie) herrscht oft ein wildes Wirrwarr(=durcheinander) wenn es um bestimmte Begriffe geht. Mit diesem Artikel möchte ich einen kleinen Teil dazu beitragen, dieses Wirrwarr zu entwirren und in einfacher Sprache erklären, was Accessibility bedeutet.

Accessibility ist englisch und wird häufig mit Zugänglichkeit übersetzt. Zugänglichkeit klingt etwas eigenartig und man kann sich nicht so richtig was darunter vorstellen. Wenn man Accessibility mit Barrierefreiheit übersetzt, ist das auch eine korrekte Übersetzung und man kann sich viel eher was darunter vorstellen. Zugänglichkeit klingt vom Wort eigentlich positiver wie Barrierefreiheit.

Accessibility bei Betriebssysteme

Damit Menschen mit Behinderungen einen Computer, Smartphone oder Tablet bedienen können, müssen die Betriebssysteme für die Personengruppe zugänglich sein. Erfahren Sie mehr über dieses Thema im Artikel: Barrierefreiheit bei Betriebssystemen

Diese Bild zeigt die Erleichterte Bedienung Windows 10

Obiges Bild zeigt die Erleichterte Bedienung bei Windows 10.

Accessibility bei Webseiten

Wenn Webseiten für Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Einschränkungen bedienbar sind, ist das Accessibility bei Webseiten. Um eine Webseite barrierefrei zu gestalten müssen Richtlinien erfüllt werden. Es gibt Richtlinien die gelten für Deutschland und es gibt internationale Richtlinien. Mehr über das Thema Accessibility bei Webseiten erfahren Sie im Blogartikel:  barrierefreies Webdesign

Das Bild zeigt ein Formular barrierefrei gestaltet mit Tastenkürzel und guter Anzeige des Tastenfokus

Das Bild zeigt ein Formular barrierefrei gestaltet mit Tastenkürzel und guter Anzeige des Tastenfokus

Accessibility bei Software

Eine Anwendung muss auch für Menschen mit Behinderungen bedienbar sein. Es geht aber nicht nur um Menschen mit Behinderungen. Körperliche Einschränkungen können auch durch Krankheit oder einen Schlaganfall entstehen. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr: barrierefreie Software.

Accessibility bei Softwareentwicklung

Der Prozess wie ein barrierefreies Computerprogramm entsteht nennt sich barrierefreie Softwareentwicklung. Hier geht es darum, ein Programm so zu gestalten, dass es für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen bedienbar ist.

Das Bild zeigt Java-Code der zeigt wie eine Swing-Programmoberfläche für Screenreader zugänglich gemacht werden kann

Das Bild zeigt Java-Code der zeigt wie eine Swing-Programmoberfläche für Screenreader zugänglich gemacht werden kann.

Accessibility bei Smartphones und Iphones

Accessibility bei Smartphones und Iphones bedeutet dass diese Geräte für behinderte Menschen bedienbar sind. Lesen Sie hierzu folgende Artikel:

Accessibility ist ein sehr umfangreiches Thema zu dem Sie hier auf meinem Blog viele Artikel finden!

Barrierefreiheit – wer braucht das?

Barrierefreiheit – wer braucht das? Ich gehe von mir aus. Ich mache nicht gern Dinge, bei den mir nicht klar ist, warum und für wen. Bevor ich tiefer in die Materie einsteige um zu beschreiben, wie man Internetseiten bzw. Software barrierefrei macht, möchte ich hier erörtern welcher Personenkreis davon profitiert. Ich möchte hier einige Behinderungsarten kurz beschreiben und erklären, welche Probleme diese Personengruppe beim Umgang mit Software und Internetseiten haben.


Sehbehinderung
Eine Sehbehinderung kann bei der Geburt, durch eine Augenverletzung oder als Begleiterscheinung des älter werdens entstehen. In die Personengruppe „Sehbehinderung“ möchte ich auch blinde Menschen aufnehmen. Wenn man gar nichts sieht, ist das eine erhebliche Behinderung. Farbfehlsichtigkeit (z. B. Farbenblindheit) ist auch eine Einschränkung des Sehvermögens.

Blinde Menschen können mit Hilfe eine Software(=Screenreader) nur lesen, deshalb sind Bilder ohne einen Beschreibungstext nicht wahrnehmbar.

Menschen mit einem geringen Sehrest haben Probleme bei kleinen Schriften oder zu wenig Farbkontrast zwischen Schrift-und Hintergrundfarbe. Deswegen sollte die Schriftgröße oder die Farben bei Internetseiten und Software veränderbar sein.

Da Menschen mit einer Sehbehinderung und auch blinde Menschen fast nur mit der Tastatur arbeiten, sollte die Software/Webseite nicht nur mit der Maus, sondern auch per Tastatur bedienbar sein.

Werden auf einer Webseite bzw. in einer Software Videos bereitgestellt, sollte eine Zusammenfassung des Videos in Schriftform bereitgestellt werden.


Motorische Behinderung
Motorische Behinderungen sind Behinderungen bei denen ein oder mehrere Körperteile nur eingeschränkt oder gar nicht eingesetzt werden können.

Motorische Behinderungen können bei der Geburt, bei einem Unfall oder durch einen Schlaganfall entstehen. Oft hat eine Motorische Behinderung zur Konsequenz, dass nur ein Arm(oder eine Hand) zum Bedienen eines Computers/Laptops verwendet werden kann.

Die Auswirkungen können sehr unterschiedlich sein. Manche dieser Menschen arbeiten lieber mit der Maus, andere lieber mit der Tastatur. Deswegen ist es auch hier wichtig, dass die Software/Webseite mit Maus und Tastatur zu bedienen ist.

Häufig haben diese Menschen auch Probleme beim drücken von Tastenkombinationen(mehrere Tasten gleichzeitig drücken). Deswegen sollten Menü-Shortcuts (z. B. Strg+O für Datei öffnen) vom Anwender verändert werden können.


Gehörlose
Gehörlose können mitunter auch Probleme beim Sprechen haben.
Um Wörter richtig aussprechen zu können, muss man sie vorher gehört haben.
Wenn man sie nicht richtig hört, ist die korrekte Aussprache sehr schwierig.
Webseiten und Programme die bestimmte Informationen nur Akustisch wiedergeben, sind für gehörlose Menschen eine unüberbrückbare Hürde.
Deswegen sollten akustische Informationen zusätzlich in Schriftform oder in Gebärdensprache bereit gestellt werden.


Lernbehinderungen
Menschen mit Lernbehinderung sind nicht „dumm“. Lernbehinderung bedeutet nicht, dass jemand gar nichts weiß, sondern dass jemand vielleicht etwas länger braucht bis zum Lernziel oder dass eine gewisse Präsentationsweise des zu lernenden Stoffes angewandt werden muss, damit dass Lernziel erreicht wird.

Menschen mit Lernbehinderungen brauchen einfache und leicht durchschaubare Menus/Navigationen. Außerdem ist ein reichhaltiges Angebot an Hilfen (FAQ,Glossar usw.) sehr hilfreich.

Folgende Punkte sind für Texte wichtig:
-Viele Überschriften mit wichtigen Stichwörtern
-Kurze Sätze
-Texte sollten möglichst kurz sein
-Beschränkung auf das Wesentliche


Menschen im fortgeschrittenen Alter
Es hat sich in unserer Gesellschaft so manch Begriff verbreitet, mit dem ich nicht glücklich bin. Zum Beispiel die Personengruppe „50+“. Ich habe ganz bewusst, diesen Begriff nicht in die Überschrift genommen, weil ich nicht glaube, dass alle Menschen über 50 die selben Alterserscheinungen haben. Deswegen schreibe ich „Menschen im fortgeschrittenen Alter“, da kann jeder selbst entscheiden, ob er dazugehört oder nicht!

Die Zahl der Menschen im fortgeschrittenen Alter die sich im Internet tummeln, ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Diese Menschen brauchen klar strukturierte Internetseiten, ausreichenden Farbkontrast und veränderbare Schriftgrößen.

Barrierefreiheit wird im englischen Accessibiliy genannt. Im Artikel Was bedeutet Accessibility? können Sie mehr darüber lesen.

Diese Personengruppen profitieren alle von barrierefreien Internetseiten und Software.

Gerne dürfen Sie auch meine Webseite besuchen:

Marlem-Software – Barrierefreiheit