Barrierefreie Software-Entwicklung: Wie kann eine Software für Gehörlose barrierefrei gemacht werden?

Im Blogartikel „Accessibility – Barrierefreie Software-Entwicklung: Gehörlose“ habe ich erklärt, welche Probleme gehörlose Menschen bei der Bedienung von Software haben. In diesem Blogartikel erfahren Sie wie Software entwickelt werden kann, damit gehörlose Menschen keine Probleme bei der Bedienung von Software haben.

Wie im obigen Artikel schon erwähnt, haben Gehörlose wenig Probleme beim bedienen von Software. Grundsätzlich geht es darum, dass Sie in Ihrer Software keine Informationen nur akustisch verfügbar ist.

Nehmen wie nochmal das Beispiel des Mail-Programmes. Wenn ein Mail-Programm eingehende Mails ankündigt mit „Sie haben Post!“ ist das für Menschen die hören können eine tolle Sache. Für Gehörlose ist es eine Katastrophe, weil Sie keine Chance h aben, diese Information zu erhalten. Das ist der Grund warum alle Mailprogramme eingegangene, ungelesene Mails fettgedruckt darstellen. Dies können Gehörlose sehen!

Anderes Beispiel. Sie geben sich richtig Mühe mit Ihrer Programmhilfe und drehen Videos die zeigen wie bestimmte Programmfunktionen ausgeführt werden. Die meisten Lernvideos haben dann auch noch eine Stimme, die das gezeigte kommentiert. Diese Stimme hören Gehörlose nicht! Deswegen sollten Sie unter der Videoanzeige den Inhalt des Videos schriftlich zusammenfassen oder den gesprochenen Text im Video 1 zu 1 schriftlich wiedergeben. Eine andere Idee ist, dass Sie im Video einen kleines Fenster integrieren, in welchem eine Person den gesprochenen Text in Gebärdensprache darstellt.

Selbstverständlich ist es, aber ich erwähne es der Vollständigkeit halber trotzdem, dass Gehörlose keinen MP3-Player verwenden. Also sich die Mühe machen, einen MP3-Player zu entwickeln, der mp3-Dateien in Schriftform konvertiert ist nicht wirklich sinnvoll!
Es gibt also eine bestimmte Art von Software, bei der es sich nicht lohnt über Barrierefreiheit für Gehörlose nachzudenken.

Barrierefreie Software-Entwicklung: Wie kann eine Software für Blinde barrierefrei gemacht werden?

Im Blogartikel „Accessibility – Barrierefreie Software-Entwicklung: Blinde“ habe ich erklärt, welche Probleme blinde Menschen bei der Bedienung von Software haben. In diesem Blogartikel erfahren Sie wie Software entwickelt werden kann, damit blinde Menschen keine Probleme bei der Bedienung von Software haben.

Da blinde Menschen mit einem Programm namens Screenreader arbeiten, sind sie darauf angewiesen, das die Programmoberfläche der Software dem „Bildschirmleser“ Textinformationen bereitstellen.

Wenn Sie Programmoberflächen mit Java entwickeln sollten Sie die Swing-Komponenten benutzen. Diese haben die Eigenschaften „AccessibleName“ und „AccessibleDescription“. Diesen Eigenschaften können Sie Textinformationen für den Screenreader zuweisen. Näheres über die barrierefreie Softwareentwicklung mit Java können Sie im Blogartikel „Accessibility: Barrierefreie Software-Entwicklung mit Java“ nachlesen.

Wenn Sie mit dem Microsoft .net-Framework Programmoberflächen entwickeln so gibt es dort ebenso die Eigenschaften „AccessibleName“ und „AccessibleDescription“.
Ausführliche Informationen finden Sie im Blogartikel „Accessibility: Barrierefreie Software-Entwicklung mit .net bzw. C#“.

Ebenso ist es wichtig, dass Sie Grafiken einen Alternativtext geben. Falls In Ihrer Software Videos vorhanden sind, die für die Benutzung der Software wichtig sind, sollten Sie eine Zusammenfasung des Videoinhalts als Text bereitstellen.

Blinde Menschen können keine Computermaus bedienen, deswegen muss eine Software komplett per Tastatur bedienbar sein, damit Sie für blinde Menschen bedienbar ist. Ihre Software sollte ein Menü besitzen in dem die wichtigsten Programmfunktionen vorhanden sind. Außerdem hilft es blinde Menschen, wenn wichtige Programmfunktionen mit Tastenkürzel(Shortcuts) ausgeführt werden können. Wenn Ihre Software nur Schalter ohne Beschriftung besitzt, müssen blinde Menschen so lange die Tabulatortaste drücken, bis der gewünschte Schalter den Fokus hat. Das ist sehr mühsam.
Wenn Sie in Ihre Software Eingabefelder mit Beschriftungen haben, dann sorgen Sie dafür, dass die Beschriftung mit dem Eingabefeld verbunden ist und per Tastenkürzel direkt erreichbar ist. Wenn der Blinde das Tastenkürzel der Beschriftung drückt wird der Textcursor in das dazugehörige Eingabefeld gesetzt.

Mit diesen Maßnahmen wird Ihre Software für Blinde bedienbar.

Barrierefreie Software-Entwicklung: Wie kann eine Software für Sehbehinderte barrierefrei gemacht werden?

Im Blogartikel „Accessibility – Barrierefreie Software-Entwicklung: Sehbehinderung“ habe ich erklärt, welche Probleme Menschen mit einer Sehbehinderung bei der Bedienung von Software haben. In diesem Blogartikel erfahren Sie wie Software entwickelt werden kann, damit Menschen mit einer Sehbehinderung keine Probleme bei der Bedienung von Software haben.

Sehbehinderte haben Probleme bei zu kleiner Schrift. Außerdem haben Sie ähnliche Probleme wie Menschen mit einer Farbfehlsichtigkeit, wenn bei Programmoberflächen zu wenig Kontrast zwischen Vordergrund und Hintergrundfarbe vorhanden ist.

Wie sollte eine Software beschaffen sein, damit Sie für Menschen mit Sehbehinderung nutzbar ist?

In der Systemsteuerung (bei Windows 7 „Darstellung und Anpassung“ ? „Anzeige“) können Sehbehinderte u.a. die Systemschriftgröße einstellen. Diese Einstellungen sollten unbedingt von Ihrer Software übernommen werden. Es macht keinen Sinn, wenn ein Sehbehinderter im Betriebsystem große Systemschrift einstellt und die Schriftgröße in Ihrer Software beträgt 8(das ist sehr klein. Testen Sie es mal bei einer Textverarbeitung.)
Ebenso eine gute Idee ist es, wenn der Anwender in der Software die Schriftgröße selbst einstellen kann.

Desweiteren sollten Sie darauf achten, dass in Ihrer Software ein guter Farbkontrast vorhanden ist. Eine helle Schrift auf hellem Hintergrund ist keine gute Idee. Der Farbkontrast ist auch wichtig, wenn Sie selber Schaltersymbole gestalten. Sehbehinderte haben bei schlechtem Farbkontrast erhebliche Probleme den Bildschirminhalt zu erkennen.

Für Sehbehinderte ist es oft schwer zu erkennen, in welchem Eingabefeld der Textcursor gerade ist, wenn dieser nur als flacher, senkrechter Strich dargestellt wird. Ich habe es mir angewöhnt, die Hintergrundfarbe des aktiven Eingabefeldes zu verändern. Hierbei muss natürlich wieder auf einen guten Farbkontrast zwischen Hintergrundfarbe und Schriftfarbe geachtet werden.

Sehbehinderte und Blinde arbeiten oft mit einem Screenreader. Deswegen sollten die Komponenten der Programmoberfläche Informationen für den Screenreader bereitstellen. Bei Java verwendet man hierfür am besten die Swing-Komponenten. Beim Microsoft .net-Framework haben alle Komponenten entsprechende Eigenschaften.

Falls in Ihren Programmoberflächen Grafiken oder Logos sichtbar sind, benötigen diese einen Alternativtext damit der Screenreader dem Sehbehinderten die entsprechende Information übermitteln kann.

Wenn Sie all diese Punkte bei der Software-Entwicklung beachten, dann wird Ihre Software für Menschen mit Sehbehinderung bedienbar sein.

Barrierefreie Software-Entwicklung: Wie kann eine Software für Spastiker barrierefrei gemacht werden?

Im Blogartikel „Accessibility – Barrierefreie Software-Entwicklung: Die Behinderung Spastik“ habe ich erklärt, welche Probleme Menschen mit einer Spastik bei der Bedienung von Software haben. In diesem Blogartikel erfahren Sie wie Software entwickelt werden kann, damit Menschen mit einer spastischen Behinderungen keine Probleme bei der Bedienung von Software haben.

Die Behinderung Spastik kann unterschiedlich stark sein. Manchmal sind nur die Beine betroffen, manchmal nur die Arme und Hände, es kann aber auch sein, dass Arme, Hände und Beine betroffen sind.

Wie schon im ersten Artikel erwähnt, sind Tastenkombinationen für Spastiker mit gelähmten Händen ein Problem. Sorgen Sie dafür, dass es in Ihrer Software eine Möglichkeit gibt die Tastenkombinationen zu ändern. Eine gute Idee ist, Tastenkürzel und/oder Menüshortcuts auf die Funktionstasten zu legen. Zum Beispiel kann die Tastenkombination Strg+O für „Datei öffnen“, auf die Taste F2 gelegt werden.
Die Taste F1 sollten Sie nicht zur Umbelegung anbieten, weil Sie für den Aufruf der Hilfe reserviert ist. Falls 11 Funktionstasten zu wenig sind, können Sie die Feststelltaste für Großschreibung abfragen. Das bedeutet, dass eine Funktionstaste ohne gedrückte Feststelltaste eine andere Funktion aufruft wie mit gedrückter Feststelltaste.

Meiden Sie in Ihrer Software überraschende Ereignisse. Angenommen der Anwender macht einen Fehler und Plötzlich flackert der ganze Bildschirm oder es kommt ein lauter und unangenehmer Ton. Das kann bei Spastiker dazu führen, dass sie erschrecken und deswegen völlig verkrampfen.

Angenommen Ihre Software stellt dem Anwender eine Frage und er hat nur 10 Sekunden Zeit um eine Antwort zu geben. Die kann bei Spastiker sehr großen Stress auslösen, der wiederum dazu führt, dass die Muskeln völlig verkrampfen. Dies sollten Sie in Ihrer Software unbedingt vermeiden.

Software die per Sprache zu bedienen ist, kann für viele behinderte Menschen eine große Erleichterung sein. Wenn die Bedienung per Sprache die einzige Möglichkeit ist, kann dies für Menschen mit einer Spastischen Lähmung der Sprachmuskeln eine unüberwindbare Barriere sein. Sorgen Sie also für eine Alternative zur Spracheingabe.

Wenn Sie obige Tipps in Ihrer Software umsetzen, stehen die Chancen gut, dass viele Menschen mit einer Spastik Ihre Software bedienen können.

Barrierefreie Software-Entwicklung: Wie kann eine Software für motorische Behinderungen barrierefrei gemacht werden?

Im Blogartikel „Accessibility – Barrierefreie Software-Entwicklung: Motorische Behinderungen“ habe ich erklärt, welche Probleme Menschen mit einer motorischen Behinderung bei der Bedienung von Software haben. In diesem Blogartikel erfahren Sie wie Software entwickelt werden kann, damit Menschen mit motorischen Behinderungen keine Probleme bei der Bedienung von Software haben.

Da Motorische Behinderungen sehr unterschiedlich sein können, ist es sehr schwer alle Behinderungsarten zu berücksichtigen. Ich möchte hier verschiedene Lösungsansätze für unterschiedliche Probleme vorstellen.

Tastaturkombinationen sind für Menschen mit einer behinderten Hand oft ein Problem. Sorgen Sie als Software-Entwickler dafür, dass der Anwender Tastenkombinationen und Menü-Shortcuts verändern kann. Um nicht das Rad für jede Software neu erfinden zu müssen, macht es Sinn, ein Einstellungfenster zu entwickeln, dass sich in jede Software im Hand um drehen eingebaut werden können.

Drag and Drop ist für viele motorisch behinderte Menschen ein Problem. Bei der Social Media Plattform Google+ funktioniert das zu ordnen von Personen in Kreise per Drag and Drop. Schön an Google+ ist, dass es auch eine Möglichkeit ohne Drag and Drop gibt.
Dies wünsche ich mir auch bei Software. Sie dürfen gerne in Ihrer Software Funktionen mit Drag and Drop realisieren, sollten aber eine Alternative bereitstellen, damit der Anwender wählen kann wie er diese Funktion ausführt.

Die Software per Sprache bedienen zu können ist mit Sicherheit eine tolle Möglichkeit für Menschen mit motorischen Behinderungen. Allerdings dürfte der Programmieraufwand derart hoch sein, dass es sich nicht lohnt.

Mir ist gerade noch was eingefallen, was ich in meinem ersten Artikel nicht erwähnt habe. Für Menschen die nur mit einer Hand tippen können, weil die andere Hand zu stark behindert ist, ist das Schreiben oft sehr mühsam. Hier kann eine Wortergänzung helfen. Wenn die Textverarbeitung von LibreOffice der Meinung ist, sie kennt das Wort welches ich schreiben möchte, macht Sie einen Wortvorschlag. Bin ich mit dem Wortvorschlag einverstanden, drücke ich die Taste „Enter“ und das Wort wird fertig geschrieben. Das spart Zeit und verhindert Tippfehler.
In Software, in der viel Text geschrieben wird, kann diese Wortergänzung für behinderte Menschen eine große Hilfe sein!

Barrierefreie Software-Entwicklung: Sehbehinderung

In diesem Blogartikel erfahren Sie was eine Sehbehinderung ist und welche Probleme Sehbehinderte Menschen bei der Bedienung von Software haben.

Eine Sehbehinderung ist eine dauerhafte, massive Einschränkung der Sehfähigkeit. Die schwere einer Sehbehinderung wird in der Regel definiert über die verbliebene Sehschärfe. Man sagt dazu auch Sehrest. Die ausgeprägteste Sehbehinderung ist die vollständige Blindheit. Die Blindheit wird aber in einem eigenen Blogartikel besprochen. Die Sehbehinderung kann unterschiedlich stark sein. Desto größer die Sehbehinderung je geringer der Sehrest.

Auch wenn Sie nicht offiziell zur Sehbehinderung gehört, möchte ich trotzdem noch die Farbfehlsichtigkeit besser bekannt unter dem Namen Farbenblindheit erwähnen. Menschen die an Farbfehlsichtigkeit leiden, sehen zwar die Unterschiede bei Farben, können aber oft nicht genau sagen wie die Farbe heißt die sie sehen. Außerdem haben Sie Probleme dunkle Schrift auf dunklem Hintergrund zu erkennen. Sehbehinderte mit einem geringen Sehrest haben hier genauso Probleme.

Was bedeutet das nun für die Bedienung von Software für Menschen mit einer Sehbehinderung?
Wenn Schaltflächen(die sogenannten Buttons) zu wenig Farbkontrast haben oder zu kleine Schriften bei der Beschriftung von Eingabefeldern und Schaltflächen haben, können Menschen mit einer Sehbehinderung diese nicht erkennen und somit die Software nicht bedienen. Da viele Sehbehinderte mit einem Screenreader arbeiten, sind Flächen mit Grafiken ohne Alternativtext ebenfalls ein Problem.

Wie die Probleme von Menschen mit einer Sehbehinderung bei der Software-Entwicklung gelöst werden können, erfahren Sie im ArtikelWie kann eine Software für Sehbehinderte barrierefrei gemacht werden?

eye.syde ermöglicht Software-und Webentwickler Einblicke in die Welt der Farbfehlsichtigen

Jeder 20. Deutsche ist farbenblind. Diese Menschen haben bei der Arbeit am Computer große Probleme. Das Unternehmen i.syde Informationstechnik GmbH hat eine Software entwickelt mit der Software-und Webentwickler Farbfehlsichtigkeit simulieren können. Da ich selber Farbenblind und denke, dass diese Software zur barrierefreien Gestaltung von Webseiten und Software sehr nützlich ist, möchte ich dieses Programm kurz vorstellen.

Thomas Friebe, Geschäftsführer der i.syde Informationstechnik GmbH aus Balge hat festgestellt wie schwierig es für normalsichtige Menschen ist, sich vorzustellen wie Menschen mit Farbfehlsichtigkeit sehen. Deswegen hat ein interdisziplinäres Entwicklerteam bei i.syde die Spezialsoftware eye.syde entwickelt. Die Software eye.syde ermöglicht es Grafikdesigner, Software-und Webentwickler ihre Arbeit durch die Augen eines farbfehlsichtigen Menschen zu betrachten. Dadurch können Software und Webseiten besser auf die Bedürfnisse von Menschen mit Farbfehlsichtigkeit angepasst werden. Die Anpassung von Webseiten und Software an die Bedürfnisse von Menschen mit Farbfehlsichtigkeit ist ein wichtiger Schritt, wenn eine Webseite oder Software barrierefrei gestalten werden soll. Mit der Software lassen sich die unterschiedlichen Arten der Farbenfehlsichtigkeit wie Tritanopie, Protanopie, Deuteranopie oder Achromasie simulieren.

Die Software wurde mit dem .NET Framework und WPF (Windows Presentation Foundation) entwickelt und lässt sich unter den Betriebssystemen Windows XP und Windows 7 einsetzen.

Das Unternehmen i.syde Informationstechnik GmbH sieht das Ziel barrierefreier Software als soziales Anliegen. Deswegen gibt es die Software zum kostenlosen Download auf www.eyesyde.de .

Barrierefreie Software-Entwicklung: Die Behinderung Spastik

In diesem Artikel möchte ich erklären, was eine Spastik ist. Grundsätzlich hätte ich die Spastik auch bei den Motorischen Behinderungen erläutern können. Menschen die eine Spastik haben, ich zum Beispiel, unterscheiden sich in einigen Dingen grundsätzlich von Menschen mit anderen motorischen Behinderungen. Deswegen widme ich dieser Behinderung einen extra Blogartikel.

Die Ursache für spastische Lähmungen ist eine Schädigung im zentralen Nervensystem. Hier sind die Bereiche von der Schädigung betroffen, welche zuständig für Bewegungen sind, also Rückenmark und Gehirn. Die häufigste Ursache von Spastik ist ein Hirninfakt welcher eine Schädigung motorischer Hirnregionen verursacht. Spastik kann aber auch bei Sauerstoffmangel im Gehirn entstehen.

Eine Spastische Lähmung kann minimal sein, kann aber auch schwerste körperliche Behinderung zur Folge haben. Spastische Lähmung kann an Händen, Armen und Beinen auftauchen. Allerdings kann auch die Sprechmuskeln von der Spastischen Lähmung betroffen sein. Das kann Sprachstörungen oder undeutliches Sprechen zur Folge haben.

Eine Spastische Lähmung muss nicht zwangsläufig eine geistige Behinderung zur Folge haben. Spastiker können sehr intelligent sein! Die Verkrampfung der Muskeln kann während eines Tages mal stark oder mal weniger stark sein. Das verkrampfen der Muskeln kann zu Bewegungseinschränkungen bis hin zur Bewegungslosigkeit führen. Die Spastik kann auch Schmerzen hervorrufen.

Welche Probleme hat nun der Spastiker(so nennt man Menschen mit einer Spastischen Lähmung) bei der Bedienung von Software?
Menschen mit Spastisch gelähmten Händen können Probleme mit Tastenkombinationen oder ganz generell mit der Bedienung einer Tastatur haben. Falls die Software überraschende Ereignisse hat, wie z. B. Ein lauter Ton, kann der Spastiker zusammenzucken was wiederum das verkrampfen der Muskeln zur Folge hat.
Eine Software die einem Benutzer nur eine begrenzte Zeit lässt um eine bestimmte Aktion auszuführen, kann beim Spastiker Stress auslösen, was wiederum zum verkrampfen der Muskeln führt.
Software die eine Aktion nur dann ausführt wenn eine bestimmte Spracheingabe erfolgt ist, kann für Menschen mit Spastisch gelähmten Sprachmuskeln nicht bedient werden.

Wie die Probleme von Menschen mit Spastischen Behinderungen bei der Software-Entwicklung gelöst werden können, erfahren Sie im Artikel „Wie kann eine Software für Spastiker barrierefrei gemacht werden?

Barrierefreie Software-Entwicklung: Motorische Behinderungen

In diesem Artikel möchte ich erklären, was eine Motorische Behinderung ist und welche Probleme Menschen mit motorischen Behinderungen haben beim bedienen von Software.

Was ist eine Motorische Behinderung? Bei einer Motorischen Behinderung ist die Bewegung von Armen, Händen oder Beinen stark beeinträchtigt. Motorische Behinderungen können durch einen Sauerstoffmangel bei der Geburt(Spastik) entstehen, durch Unfälle oder andere Ereignisse während der Schwangerschaft. Für die Benutzung des Computers bzw. das Bedienen von Software sind motorische Behinderungen an den Händen und Armen am schwersten.

Manche Menschen mit Behinderung können mit Ihren Armen keine gezielten Bewegungen machen. Das Treffen einer bestimmten Taste auf der Tastatur wird hier zum Geduldspiel. Menschen bei denen eine Hand so stark behindert ist, dass sie so gut wie gar nicht eingesetzt werden kann, hatten Probleme mit Windows-Betriebssystemen bei denen zur Anmeldung die Tasten Strg+Alt+Entf gleichzeitig gedrückt werden musste. Diese drei Tasten liegen so weit auseinander, dass es keine Chance gibt diese mit einer Hand gleichzeitig zu drücken. Tastenkombinationen sind ganz generell für Menschen mit motorischen Behinderungen ein Problem. Allerdings darf hier nicht der Fehler gemacht werden, die Tastenkombinationen zu verteufeln, weil Sehbehinderte und Blinde die an den Händen keine Behinderung haben, bedienen den Computer nur über Tastatur.

Das viel gelobte Drag and Drop ist für Menschen mit motorischen Behinderungen(auch für mich) ein großes Problem. Die Maustaste gedrückt halten und gleichzeitig die Maus bewegen ist eine schwierige „Übung“ wenn die Hand im feinmotorischen Bereich nicht 100%ig fit ist.

Menschen mit stark behinderten Händen können einen Computer per Sprache bedienen. Schwierig wird es wenn die Hand und das Sprechen eingeschränkt ist. Selbst dann gibt es aber noch die Möglichkeit einen Computer mit dem Fuß zu bedienen. Es gibt tatsächlich „Fussmäuse“. Wenn Sie in der Bildersuche von Google nach „Fussmäuse“ suchen, finden Sie tolle Bilder wie diese aussehen.

Wie die Probleme von Menschen mit motorischen Behinderungen bei der Software-Entwicklung gelöst werden können, erfahren Sie im Artikel „Wie kann eine Software für motorische Behinderungen barrierefrei gemacht werden?

Barrierefreie Software-Entwicklung: Artikelreihe

In den nächsten Wochen gibt es eine Artikelreihe über barrierefreie Software-Entwicklung.

 In den nächsten Wochen gibt es hier auf meinem Blog eine Artikelreihe über barrierefreie Software-Entwicklung. Als erstes werde ich einige Behinderungsarten vorstellen und erläutern welche Probleme es bei der Bedienung von Software gibt.

 Danach folgen Blogartikel in denen es darum geht, wie Software gestaltet bzw. entwickelt werden muss um auf die verschiedenen Behinderungsarten Rücksicht zu nehmen.

 In den Blogartikeln geht es um die Allgemeine Vorgehensweise die unabhängig von der Programmiersprache ist. Wenn Sie wissen möchten wie sie Ihre Java-oder C#-Software barrierefrei machen können, sollten Sie eine Schulung bei mir besuchen. Ich gehe auf Ihre individuellen Probleme ein.

Hier ein Überblick über die Artikel zur barrierefreien Software-Entwicklung:

Motorische Behinderungen
Die Behinderung Spastik
Sehbehinderung
 Blinde
Gehörlose
Lernbehinderungen
50+
Wie kann eine Software für motorische Behinderungen barrierefrei gemacht werden?
Wie kann eine Software für Spastiker barrierefrei gemacht werden?
Wie kann eine Software für Sehbehinderte barrierefrei gemacht werden?
Wie kann eine Software für Blinde barrierefrei gemacht werden?
Wie kann eine Software für Gehörlose barrierefrei gemacht werden?
Wie kann eine Software für Menschen mit einer Lernbehinderung barrierefrei gemacht werden?
Wie kann eine Software für Menschen mit 50+ barrierefrei gemacht werden?
Alles eine Sache der „Einstellung“