Nachdem wir uns im letzten Teil mit der Typografie beschäftigt haben, bringen wir heute Farbe ins Spiel. Doch Vorsicht: Farbe im Webdesign ist weit mehr als nur eine Frage des persönlichen Geschmacks. Für ein inklusives Internet müssen wir sicherstellen, dass Farben so gewählt werden, dass jeder die Inhalte mühelos erkennen kann.
Was ist Farbfehlsichtigkeit?
Um zu verstehen, warum Barrierefreiheit bei Farben so wichtig ist, müssen wir uns mit der Farbfehlsichtigkeit beschäftigen. Viele Menschen nehmen Farben anders wahr, als man es vielleicht erwartet.
Die bekannteste Form ist die Rot-Grün-Schwäche, die allein in Deutschland etwa 8 % aller Männer betrifft. Für diese Menschen sind Rot- und Grüntöne schwer voneinander zu unterscheiden. Es gibt aber auch Menschen, die gar keine Farben sehen können (Achromatopsie) oder eine Blau-Gelb-Schwäche haben.
Die goldene Regel lautet daher: Verlasse dich niemals allein auf die Farbe, um eine Information zu vermitteln. Ein Fehler sollte nicht nur durch roten Text markiert werden, sondern zusätzlich durch ein Icon oder einen erklärenden Text.

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