Barrierefreiheit in der Informatik – Es geht um MENSCHEN

Dies ist mein Weihnachtsblogartikel. Ich erkläre hier warum Barrierefreiheit in der Informatik so wichtig ist und auch was mit Christ sein zu tun hat.

Barrierefreiheit in der Informatik – Definition

Barrierefreiheit in der Informatik bedeutet, dass Webseiten, Programme und Betriebssysteme so entwickelt werden, dass sie für alle Menschen, auch für Menschen mit Behinderungen und anderen körperlichen Einschränkungen, bedienbar sind.

Barrierefreiheit in der Informatik ist ein Menschenrecht

In folgendem Video sagt Tim Cook, Chef von Apple „For us, we believe very deeply that accessibility is a human right.“ Übersetzt in deutsch: „Wir sind der festen Überzeugung, dass Barrierefreiheit ein Menschenrecht ist.“

Wer denkt, dass diese Aussage von Tim Cook etwas arg pathetisch ist, sollte mal in die Unbehindertenrechtskonvention schauen. Die UN-Behindertenrechtskonvention beinhaltet — neben der Bekräftigung allgemeiner Menschenrechte auch für behinderte Menschen — eine Vielzahl spezieller, auf die Lebenssituation behinderter Menschen abgestimmte Regelungen.

Barrierefreiheit

Artikel 21 der UN-Behindertenrechtskonvention erkennt u.a. das Recht von behinderten Menschen an, sich Informationen und Gedankengut frei zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben.

In ihrem Artikel 9 Absatz 1 verpflichtet die UN-Behindertenrechtskonvention ihre Unterzeichnerstaaten, geeignete Maßnahmen zu treffen, um für Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt

mit anderen den Zugang

zur physischen Umwelt,

zu Transportmitteln,

zu Information und Kommunikation, einschließlich Informations- und Kommunikationstechnologien und -systemen,

Quelle: https://www.behindertenrechtskonvention.info/barrierefreiheit-3881/

Tim Cook hat also recht, Barrierefreiheit in der Informatik ist ein Menschenrecht.

Warum ist es biblisch, wenn behinderten Menschen geholfen wird?

In meiner Bibel steht in 2. Mose 4 Verse 10-16 folgende Geschichte:

10 Mose aber sprach zu dem HERRN: Ach, mein Herr, ich bin von jeher nicht beredt gewesen, auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht redest; denn ich hab eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.

11 Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich’s nicht getan, der HERR?

12 Nun aber geh hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.

13 Mose aber sprach: Ach, mein Herr, sende, wen du senden willst.

14 Da wurde der HERR sehr zornig über Mose und sprach: Gibt es da nicht deinen Bruder Aaron, den Leviten? Ich weiß, dass er beredt ist. Und siehe, er wird dir entgegenkommen, und wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen.

15 Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt.

16 Und er soll für dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst für ihn Gott sein.

Anmerkungen von Markus Lemcke zu Vers 11:

Warum ich meine Behinderung nicht als Strafe empfinde können Sie in diesem Blogartikel lesen: Markus, Berufen von Gott, trotz oder gerade wegen der Behinderung!?

Gott sagt hier zu Mose: Ja, Du bist körperbehindert, aber weil ich auch alle körperbehinderten Menschen geschaffen habe, bist Du definitiv keine Fehlkonstruktion!

Anmerkungen von Markus Lemcke zu Vers 14

Achtung! Wegen diesem Vers habe ich mich für diese Bibelgeschichte entschieden! Gott sagt zu Mose: Du hast einen Bruder Aaron, der Hilft Dir. Der ist Dein Bruder. Für den bist Du trotz Körperbehinderung völlig normal. Dein Bruder möchte, dass Du trotz Behinderung am Leben Teil nimmst und Spaß daran hast. Der überlegt auch nicht, wie viel Geld es kostet Dir zu helfen. Er Hilft Dir einfach.

Was können wir Unternehmer von Aaron lernen?

Auch wenn es am Ende vom Jahr bei einem Unternehmen darum geht wie viel Gewinn oder Verlust hat das Unternehmen gemacht, sollte dies nicht das ein zigste Unternehmensziel sein. Für mich als Christ ist es ebenso wichtig, dafür zu sorgen, dass benachteiligte Menschen vom Rand der Gesellschaft in die Mitte der Gesellschaft kommen. Wenn IT-Unternehmen Webseiten und Programme barrierefrei machen, können sie damit ein Stück dazu beitragen, dass dies umgesetzt wird.

Frohe Weihnachten!

Quelle: Aaron Amat – 1180715869 / Shutterstock.com

Autor: Markus Lemcke

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